Bewohner und Patienten sehr zufrieden

Diakonie RWL fordert Optimierung des Pflege-TÜV

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In den vergangenen Monaten wurden die meisten stationären Altenhilfe-Einrichtungen und ambulanten Pflegedienste im Bereich der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen geprüft. Durchweg sind die Noten, die Bewohner und Patienten vergeben, gut bis sehr gut. „Es ist schon auffällig, dass wir von den Patienten und Bewohnern zufriedene Rückmeldungen bekommen, der MDK das aber teilweise anders sieht“, kritisiert Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter der Diakonie RWL. Für ihn haben die Aussagen der Betroffenen große Bedeutung: „Die Menschen in unseren Einrichtungen sind Experten in eigener Sache. Für sie zählt die Lebensqualität und die Selbstbestimmtheit und nicht die Form der Dokumentation.“ Damit wendet sich Christofczik dagegen, dass bei den Transparenzberichten zwar Bewohner befragt werden, deren Votum aber nicht ins Gesamtergebnis einfließt.

 

Bürokratisch, aufwendig und teuer

Die Diakonie RWL sieht grundsätzliche Mängel im bestehenden Prüfsystem. Das eigentliche Ziel, Verbraucherschutz und Vergleichbarkeit der Pflegeleistungen wird nicht erreicht. Das jetzige System ist bürokratisch, aufwendig, teuer und führt nicht zu realistischen Bewertungen der Pflegeleistungen. Was abgefragt und kontrolliert wird, spiegelt die eigentliche Qualität einer Einrichtung nicht wider. „Pflegenoten beurteilen, wie gut die Arbeit dokumentiert wird, nicht, wie gut die Arbeit der Pflegekräfte mit den pflegebedürftigen Menschen gemacht wird.“ Da hilft auch keine Verschärfung der Kriterien, wie sie derzeit in der Politik diskutiert wird. Viel wichtiger ist es, dass die bestehenden Kriterien einheitlich beurteilt werden. Es kann nicht sein, dass es gravierende Unterschiede beim Notendurchschnitt der einzelnen Bundesländer gibt.

 

Es bleibt immer weniger Zeit für die Menschen

Außerdem ist der Aufwand für die Transparenzberichte zu einer großen Belastung für Einrichtungen, Mitarbeitende und Patienten geworden. „Es bleibt immer weniger Zeit für die Menschen, wenn unsere Mitarbeitenden immer länger über den Papieren hängen“, so Christofczik weiter. Darum fordert die Diakonie RWL dringend eine Reform der Transparenzberichterstattung. Alle Beteiligten sollten gemeinsam neue Instrumente entwickeln, um den Zielen Verbraucherschutz und bessere Pflege gerecht zu werden.

Weitere Informationen

Diakonische Zwischenrufe_02
"Schaffen Pflegenoten Transparenz?" - Eine Stellungnahme der Diakonie RWL

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