Der Evangelische Verband für Altenarbeit bezieht zu fachlichen und fachpolitischen Fragen Stellung. Kleinere Stellungnahmen zu Einzelfragen finden Sie aktuell und themenbezogen in den Texten von kurz & bündig, dem Newsletter des Verbandes. Statements, Positionen und Empfehlungen zu komplexeren Themen können Sie kurz zusammengefasst in dieser Rubrik finden.
15. März 2012
Jede Fixierung ist eine Fixierung zu viel
Mit dem Ziel der Wahrung des Grundrechts auf Freiheit der Person haben viele Einrichtungen gute Konzepte zur Vermeidung von Fixierungen entwickelt und umgesetzt, andere sind auf einem guten Weg. In der Erklärung "Jede Fixierung ist eine Fixierung zu viel" begrüßt der EVA diese Entwicklungen und gibt Empfehlung für die Gestaltung von Konzepten zur Vermeidung von Fixierungen.
EVA-Erklärung JEDE FIXIERUNG IST EINE FIXIERUNG ZU VIEL
15. März 2012
Grundsatzerklärung zur Konstruktion der pflegerischen Versorgung
Die aktuellen Reformen des Landespflegegesetzes und des Wohn- und Teilhabegesetzes Nordrhein-Westfalen sowie des Gesetzes zur Pflegeversicherung auf der Bundesebene setzen auf ambulante Pflegesettings und die Entwicklung von Alternativen zur stationären pflegerischen Versorgung. Diese Positionierungen sind grundsätzlich richtig, aber unvollständig. Im Sinne einer Inklusion muss die pflegerische Versorgung so vielfältig organisiert werden, wie die Bedarfe der Menschen sind und alle Versorgungsformen die darauf reagieren, haben in einem solchen Versorgungsmix ihre Berechtigung. Der EVA spricht sich darüber hinaus für eine verstärkte Förderung von Nachbarschaftshilfe als Voraussetzung für das Gelingen von ambulanten Pflegesettings aus.
EVA-Grundsatzerklärung ZUR KONSTRUKTION DER PFLEGERISCHEN VERSORGUNG
8. Februar 2012
Anmerkungen zum Referentenentwurf der Pflegereform 2012
Der Referentenentwurf für ein Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (PNG) sieht Regelungen zur Stärkung der ambulanten Versorgung vor, um auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz so lange wie möglich eine häusliche Lebenssituation zu ermöglichen. Das ist zu begrüßen. Dass für diesen Personenkreis in der stationären Versorgung keine Verbesserungen geben soll, ist scharf zu kritisieren. Außerdem verpasst der Entwurf die Chance den neuen Pflegebegriff zu realisieren und eine Kehrtwende bei den umstrittenen Pflegenoten einzuleiten. Den stationären Einrichtungen schreibt er die Veröffentlichung der Organisation ihrer ärztlichen Versorgung vor obwohl die Sicherstellung der Kassenärztlichen Vereinigung obliegt und die Einrichtungen oft nur wenig Einfluss darauf nehmen können.
EVA-Anmerkungen ZUM REFERENTENENTWURF DER PFLEGEREFORM 2012
23. September 2011
Verschleppung der Pflegereform zu Lasten Pflegebedürftiger
Der EVA kritisiert die Verschleppung der Pflegreform und dass damit die von der Fachwelt einstimmig geforderte Einführung des neuen Pflegebegriffs zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen immer wieder aufgeschoben wird. Fragwürdig ist in dem Zusammenhang die geplante Wiedereinsetzung des Beirats zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, obwohl bereits alle erforderlichen Ergebnisse zur Umsetzung vorliegen.
EVA-Position VERSCHLEPPUNG DER PFLEGEREFORM ZU LASTEN PFLEGEBEDÜRFTIGER
9. September 2011
Personalkonzepte der Zukunft jetzt entwickeln
Steigende Anforderungen an die Pflege bei gleichzeitig sinkenden Ressourcen stellen die Organisations- und Personalentwicklung in der stationären Altenarbeit vor große Herausforderungen. Der EVA empfiehlt sich von dem Gedanken eines allgemein angemessenen Qualifikationsniveaus für Fachkräfte zu lösen. Die vielfältigen Anforderungen des Pflegealltags benötigen differenzierte Qualifikationen und Zusatzqualifikationen für Steuerungsaufgaben und für Kernfunktionen der Versorgung.
EVA-Empfehlung PERSONALKONZEPTE DER ZUKUNFT JETZT ENTWICKELN
8. September 2011
Statt KDA-Klingel - Beziehungsnetzwerke in den Gemeinden flechten
Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat die 5. Generation im Altenwohnbau ausgerufen und empfiehlt ‚Normalität´ und ‚Selbstbestimmung´ konstituierende Ausstattungsmerkmale, wie Türklingel, Briefkasten und Pantry-Küche im Altenheim einzubauen. Nach Einschätzung des EVA ist die Organisation von Beziehung im Rahmen der gemeindlichen Netzwerkarbeit dringlicher.
EVA-Statement STATT KDA-KLINGEL - BEZIEHUNGSNETZWERKE IN DEN GEMEINDEN FLECHTEN
18. November 2010
Reform der Pflegeversicherung 2011ff
Der EVA hat fünf Eckpunkte für eine Pflegereform vorgelegt. An vorderster Stelle fordert der Fachverband die überfällige Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs mit seinem neuen Begutachtungsinstrument (NBA). Zur Frage der Finanzierung wird eine Mischstrategie vorgeschlagen, die auch gesellschaftliche Vermögensverhältnisse in den Blick nimmt.
EVA-Position REFORM DER PFLEGEVERSICHERUNG 2011FF
02. November 2010
Ärztliche Versorgung in der häuslichen und stationären Pflege
Die diakonischen Fachverbände für die häusliche, die stationäre und die Krankenhauspflege fordern die Kassenärztlichen Vereinigungen auf, die ärztliche Versorgung von Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld und in stationären Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe gemäß ihrem Sicherstellungsauftrag kassenartenübergreifend für alle Betroffen nach den gleichen Kriterien sicherzustellen.
EVA-Statement ÄRZTLICHE VERSORGUNG IN DER HÄUSLICHEN UND STATIONÄREN PFLEGE
6. Juli 2010
Grundlegende Reform der Pflegenoten für echte Transparenz
Die Diakonie RWL spricht sich für Transparenz in der Pflege aus. Weil das die Pflegenoten nicht gewährleisten, sollen die Veröffentlichungen ausgesetzt und eine grundlegende Reform der Pflegenoten auf der Basis der Ergebnisse des Projektes "Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung von Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe" eingeleitet werden.
EVA-Position GRUNDLEGENDE REFORM DER PFLEGENOTEN FÜR ECHTE TRANSPARENZ