Ausgewählte Meldungen
15. Mai 2012
Niemand soll zurück bleiben
Diakonieexperten freuen sich auf die Umsetzung der geplanten Projekte durch die neue Landesregierung

Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe begrüßt ausdrücklich, dass die Landtagswahlen für eindeutige Mehrheitsverhältnisse im neuen Landtag gesorgt haben. In den Bereichen Pflege, Arbeitsmarkt und Erziehung wurden von der bisherigen Landesregierung, die ja auch die neue sein wird, wesentliche Impulse gesetzt. Diese zielen aus der Sicht der Diakonie RWL in die richtige Richtung und sollten jetzt konsequent umgesetzt werden.
Gegenüber dem Evangelischen Pressedienst bezogen der Leiter des Geschäftsbereiches Pflege-, Alten- und Behindertenarbeit, Ulrich Christofczik, sowie Nikolaus Immer, Leiter des GB Soziales und Integration, und Helga Siemens-Weibring, Leiterin des GB Familie, Bildung und Erziehung, Stellung.
Positionierung der Diakonie RWL zu den Herausforderungen für die Landespolitik
4. Mai 2012
Erstes evangelisches Kinder- und Jugendhospiz
Eröffnung nach mehr als drei Jahren Planung in Bielefeld-Bethel

Unzählige bunte Luftballons über Bethel zeugten von der Eröffnung des Kinder- und Jugendhospizes Bethel am 2. Mai. Sie stiegen mit guten Wünschen für das neue Haus in den blauen Himmel auf. Eineinhalb Jahre nach dem Baubeginn wurde die Einrichtung unter anderem im Beisein von Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, sowie prominenten Paten, wie Fritz Pleitgen und Friedrich Nowottny, eröffnet.
Mehr über das Kinderhospiz der Diakonie
25. April 2012
"Berichterstattung über die Ergebnisse der Pflegestudie am Rande der Falschmeldung"
Ulrich Christofczik kritisiert die undifferenzierte öffentliche Diskussion über die Qualität der Pflege

"Die Qualität der Pflege in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten hat sich verbessert", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Spitzenverbände der Medizinischen Dienste (MDS) und der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Grundlage der Erklärung ist der 3. Pflege-Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes. "Jeder fünfte Heimbewohner eingesperrt - die Kassen schlagen Alarm" heißt es dagegen in aktuellen Medienberichten. Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) und früher selbst Leiter eines Altenheims, reibt sich verwundert die Augen: "Reden hier wirklich alle von der selben Studie?".
"Die oftmals unfaire Berichterstattung in den Medien frustriert die Mitarbeitenden in der Pflege"
23. April 2012
Diskussion zur Zukunft der Pflege
"Die eigentlichen Pflegekatastrophen passieren im Moment im häuslichen Bereich"

Bei einer Diskussionsveranstaltung zur Zukunft der Pflege im Quartier am 16. April in Düsseldorf hat Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter bei der Diakonie RWL, eine differenziertere öffentliche Diskussion gefordert. "Eine Million Pflegebedürftige werden ausschließlich durch Angehörige begleitet, mit hohem Maß an eigenem Engagement und oftmals weit über die Grenzen gehenden persönlichen Belastungen. Und doch: Die eigentlichen Pflegekatastrophen passieren im Moment im häuslichen Bereich". Erforderlich sei der Ausbau ambulanter Strukturen, die "nicht günstiger sein werden als die stationäre Versorgung", so Christofczik. Auf dem Podium waren neben Ulrich Christofczik Barbara Steffens, Dr. Peter Michell-Auli, Prof. Dr. Thomas Klie, Prof. Dr. Klaus Dörner und Beate Linz.
Weitere Statements und Videodokumentation
31. März 2012
Das Recht auf Leben ist keine Pflicht
Ulrich Christofczik kommentiert aktuelle Entwicklungen beim Thema Sterbehilfe

Für das Monatsmagazin "chrismon plus rheinland" kommentiert Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichleiter für Pflege, Alten- und Behindertenhilfe bei der Diakonie RWL, die Gründung von Sterbekliniken in den Niederlanden. Er spricht sich dafür aus, die Bedürfnisse der betroffenen Menschen ernst zu nehmen und sie nicht moralisch zu verdammen. Deshalb habe die Hospizbewegung noch viel zu tun, in vielen Einrichtungen der Altenhilfe wie auch im häuslichen Bereich bedürfe es weiterer Anstrengungen.
Kommentar zu Sterbhilfe und Hospizbewegung
16. März 2012
Im Gespräch: "Altenarbeit 2030"
Jahrestagung des Evangelischen Verbands für Altenarbeit RWL zur Zukunft der Pflege

Der Evangelische Verband für Altenarbeit in den Diakonischen Werken Rheinland, Westfalen und Lippe (EVA) hat auf seiner Jahrestagung am 15. März in Gelsenkirchen die zügige Umsetzung eines neuen Pflegebegriffs gefordert. Die Reform der Pflegeversicherung müsse dabei so gestaltet sein, dass sie Pflegebedürftigen Wahlfreiheit ermöglicht und unabhängig von der Versorgungsform gleiche Bedingungen bietet. Die Menschen im Quartier bräuchten ein "Netzwerk der Vielfalt" mit ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten.
"Versäulte Strukturen offener, ambulanter, teilstationärer, stationärer Arbeit besser vernetzen"
2. März 2012
Führung, Spiritualität, Gesundheit
Fachtagung zum Thema Gesundheit am 18. Juni 2012 an der FH der Diakonie in Bielefeld-Bethel
Wie kann gesundheitsförderliches Führungsverhalten im Alltag gestaltet werden? Welche Rolle spielen Religiosität und Spiritualität dabei in diakonischen Einrichtungen? Auf Fachtagung werden Forschungsprojekte zum Thema Arbeit & Gesundheit vorgestellt und konkrete Handlungsmöglichkeiten für Führungskräfte und Mitarbeitende aufgezeigt.
Die Tagung wird von der FH der Diakonie gemeinsam mit dem DW der EKD und dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD veranstaltet.
Weitere Informationen und Anmeldung
28. Februar 2012
"Das Diakonische entdecken"
Fachtag zum Profil diakonischer Berufsbildung

Worin besteht das Evangelische in diakonischen Bildungseinrichtungen? Welche Einrichtungen befassen sich mit ihrem "Diakonischen Profil"? Und was wird von zukünftigen Diakoniemitarbeitenden an diakonischer Bildung erwartet? Mit diesen Fragen setzten sich auf einer Fachtagung am 8. Februar Leitungskräfte aus evangelischen Bildungseinrichtungen auseinander. Eingeladen waren Fachseminare für Altenpflege, Fachschulen für Gesundheits-und Krankenpflege, Fachschulen für Sozialpädagogik und Förderschulen.
"Den Praxisalltag diakonisch reflektieren"
6. Februar 2012
Strategiediskussion im Lichthof
Klausurtagung des Geschäftsbereichs PAB in Gelsenkirchen

Mehr als 50 Mitarbeitende des Geschäftsbereichs Pflege, Alte und Behinderte der Diakonie RWL trafen sich zu einer Klausurtagung im Gelsenkirchener Lichthof. Intensiv wurde mit dem Vorstand der Diakonie RWL, Pastor Günther Barenhoff, über die Zukunft des Verbandes und des Geschäftsbereichs diskutiert.
Mehr zur PAB Klausur
6. Februar 2012
Barbara Steffens diskutiert über Erfahrungen und Konzepte der Altenhilfe
Probleme bei Regelprüfungen nach dem Wohn- und Teilhabegesetz

Wie kann man die Zukunft der Altenpflege gestalten? Um über die Erkenntnisse eines großen Trägers zu diskutieren, besuchte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens am Freitag das Ev. Johanneswerk an seinem Hauptsitz in Bielefeld. Für den Besuch entschied sich Ministerin Steffens, nachdem das Johanneswerk ihr eine Untersuchung über die Regelprüfungen in Alteneinrichtungen zur Verfügung gestellt hatte. Bei dem Besuch diskutierten Barbara Steffens, Dr. Bodo de Vries, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Johanneswerks, Günter Garbrecht (Mitglied des Landtags und Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales) und Ulrich Christofczik (Diakonie RWL) auch über die Pflege-Reform 2012.
Mehr zum Gespräch mit Ministerin Steffens
1. Februar 2012
Fachtagung "Gewalt in der Pflege"
Günther Barenhoff: Pflegende Angehörige brauchen mehr Entlastung

"Durch Überforderung oder Unkenntnis kommt es in der häuslichen Pflege leicht zu Gewaltproblemen. Pflegende Angehörige brauchen deshalb dringend mehr Entlastung und Unterstützung", so die Forderung von Pastor Günther Barenhoff, Vorsitzender des Landespflegeausschusses NRW, bei der Eröffnung einer großen Fachtagung zu Gewalt in der Pflege in Düsseldorf. Erforderlich seien der weitere Ausbau und die bessere Vernetzung von Unterstützungsangeboten im Wohnquartier. Das Land NRW sei hier auf einem guten Weg.
Mehr zur Eröffnungsrede von Pastor Barenhoff auf der Fachtagung "Gewalt in der Pflege"
10. Januar 2011
Sterbebegleitung als Auftrag von Kirche
Der Fachverband Hospiz in der Diakonie RWL begrüßt Diskussion auf der rheinischen Landessynode

„Die biblisch begründete Sorge um den Nächsten, ist Auftrag der Kirche sich auch um Sterbende zu kümmern. Darum begrüßen wir es ausdrücklich, dass sich das oberste Gremium der Evangelischen Kirche im Rheinland mit dem Thema Sterben und Sterbebegleitung beschäftigt“, so Hartmut Uebach, Vorsitzender des Fachverbandes "Hospiz- und Palliativdienste" in der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe am Rande der Landessynode in Bad Neuenahr.
Mehr über Sterbebegleitung und Hospiz
21. Dezember 2011
Wenn Pflegeprüfung und Pflegepraxis sich begegnen
Kontroverse Diskussionen bei Diakonie-Fachtagung

Mehr als 70 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte Frauke Bußkamp, Referentin für ambulante Pflege der Diakonie RWL, noch kurz vor Weihnachten am 14. Dezember zu einer Fachtagung der besonderen Art begrüßen. „Die Pflegedokumentation aus Sicht des MDK“ war das Thema. Janina Bialon vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen Westfalen-Lippe stellte sich den kritischen Anfragen der Diakoniestations-Leitungen.
Mehr zur Fachtagung Ambulante Pflege
16. Dezember 2011
"Richtiges Signal gegen den Politikstau bei der Pflegereform"
Rücktritt von Dr. Jürgen Gohde vom Vorsitz des Pflegebeirats

Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe unterstützt die Haltung von Dr. Jürgen Gohde, der mit seinem Rücktritt ein Signal gegen den Politikstau beim Thema Pflege setzt. "Wir können nur hoffen, dass der Protest von Dr. Gohde bei der Bundesregierung zur Einsicht führt, dass die Pflegereform nicht länger verzögert werden darf" erklärte Ulrich Christofczik, Leiter des Geschäftsbereichs Pflege, Alten- und Behindertenarbeit des größten Landesverbandes der Diakonie.
Mehr zu den Hintergründen des Rücktritts von Dr. Jürgen Gohde vom Pflegebeirat
9. November 2011
"Dieser Pflegekompromiss nutzt niemandem"
Papier der Diakonie RWL erläutert, warum eine umfassende Pflegereform notwendig ist

"Was die Koalitionsspitzen auf ihrem Gipfel am vergangenen Wochenende für die Pflege ausgehandelt haben, ist alles andere als ein Durchbruch", so das Urteil von Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL. Er verweist auf ein Papier der Diakonie RWL, das heute herausgegeben wurde. Darin wird erläutert, warum eine umfassende Pflegereform notwendig ist.
Kritik am Pflegekompromiss und das Hintergrundpapier zur Pflegereform
7. November 2011
Koalitionsbeschlüsse zur Pflegeversicherung
"Beitragserhöhung allein verbessert nicht die Situation von Menschen mit Demenz"
"Eine Beitragserhöhung allein verbessert noch nicht die Situation von Menschen mit Demenz, nicht von ihren Angehören und auch nicht von jenen, die in der Pflege arbeiten", so Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL. Ein in der Fachwelt weit akzeptiertes Konzept zur inhaltlichen Reform der Pflegeversicherung liege seit 2009 vor.
Mehr zum Hintergrund der Debatte um die Pflegereform
17. Oktober 2011
"Modell einer gestuften und modularisierten Altenpflegequalifizierung"
Vorstellung eines Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen
Ein neues „Modell einer gestuften und modularisierten Altenpflegequalifizierung“ wird am 7. und 8. November 2011 in Berlin vorgestellt. Im Zentrum stehen die Ergebnisse eines Modellprojekts der FH Bielefeld mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung. Mit dem neu entwickelten Qualifikationsrahmen sollen sich Personalentwicklungen besser gestalten lassen. Das Modell setzt auf modularisierte Qualifizierungsangebote und einen neuen Qualifikationsmix in Teams im Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung für hilfsbedürftige alte Menschen.
Weitere Informationen zum Projekt und zur Abschlusstagung
14. Oktober 2011
Künstliche Ernährung im Alter
Informationsbroschüre des AOK-Bundesverbandes
Der AOK Bundesverband hat eine übersichtlich strukturierte Broschüre sowie einen Arbeitsbogen zur Entscheidungshilfe zur künstlichen Ernährung im Alter veröffentlicht. Beteiligt waren neben den AOK-Vertretern auch Pflegewissenschaftler der Universität Witten/Herdecke. Gedacht ist die Broschüre und der Arbeitsbogen für Angehörige und alle, die privat oder beruflich als Pflegende, Ärzte, rechtliche Betreuer oder Therapeuten an stellvertretenden Entscheidungen für alte Menschen beteiligt sind, sie ist aber auch für Laien verständlich. Themen sind Ursachen von Ernährungsproblemen, Alternativen zum Einsatz von Magensonden (PEG) usw.
Die Broschüre und der Arbeitsbogen als PDF-Datei
12. Oktober 2011
"Palliative Praxis - Projekte für alte Menschen"
Robert Bosch Stiftung fördert Projete zur palliativen Praxis
Die Robert-Bosch-Stiftung fördert Projekte zur palliativen Praxis z.B. in Altenpflegeeinrichtungen, in der häuslichen Pflege oder in Akutkrankenhäusern. Das Programm richtet sich an Träger von ambulanten Diensten, Altenhilfeeinrichtungen und einzelnen Einrichtungen, aber auch an Arztpraxen, Krankenhäuser, Hospize, Kommunen und Landkreise im deutschsprachigen Raum. Die geförderten Projekte sind vielfältig. Neben Vernetzung und Kooperation mit anderen Institutionen, Trägern und Professionen können auch Sensibilisierung und Qualifizierung der Mitarbeiter und Entwicklung einer palliativ-hospizlichen Kultur Thema einer Projektanfrage sein. Für 2011 bis 2014 stehen insgesamt 2011 bis 2014 720 000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Programm „Palliative Praxis"
11. Oktober 2011
"Unternehmen aktiv in der Pflege"
Projekt für mehr Kooperation zwischen Wirtschaft und Pflegeeinrichtungen
Das Bundesministerium für Gesundheit hat im Frühjahr 2011 in Zusammenarbeit mit Diakonie und Caritas das Projekt "Unternehmen aktiv in der Pflege" gestartet. Dabei sollen nicht nur Hinweise für gelingende und profitable Partnerschaften gefunden werden, sondern der Austausch von Pflegewirtschaft und Unternehmen intensiviert werden.
Informationen zum Projekt und Aufruf zur Mitwirkung
7. Oktober 2011
"Hier bin ich zu Haus!"
Konzepte der Quartiersentwicklung für individuelle Lebensformen im Alter

Seniorengerechte Wohnquartiere entstehen nicht von alleine, sie brauchen "Ermöglichungsstrukturen". Dazu gehören hauptamtliche Strukturen und verlässlich gesicherte finanzielle Rahmenbedingungen. Diese Thesen zogen sich als roter Faden durch die Mehrzahl der Beiträge auf der Tagung der Freien Wohlfahrtspflege NRW zum Thema Quartiersentwicklung. "Quartiersentwicklung kann nur durch eine dauerhafte finanzielle Unterstützung auch von Seiten des Landes realisiert werden", betonte der LAG-Vorsitzende Andreas Meiwes.
Mehr zum Thema Quartiersentwicklung
28. September 2011
Altenheimseelsorge wohin?
Kontroverse Diskussionen beim Westfälischen Altenheimseelsorge-Konvent in Münster

Etwa 70 Engagierte aus der Altenheimseelsorge kamen am 19. September zur 22. Jahrestagung des Altenheimseelsorge-Konvents in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Im Anschluss an die Fachtagung zum Thema Kriegstraumata am Vormittag ging es um Personalpolitik. Die landeskirchliche Personal- und Strukturplanung sieht vor, diesen Sonderdienst in die Kirchengemeinden zurückzuverlagern.
Mehr über die kontroverse Diskussion beim Westfälischen Altenheimseelsorgekonvent
28. September 2011
Das Altenheim als Hospiz
Mitgliederversammlung des Fachverbandes Hospiz- und Palliativdienste

Ein Drittel aller Deutschen sterben in einem Pflegeheim. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einer solchen Einrichtung wird immer kürzer. Die klassischen Pflegeheime sind zu Sterbeheimen geworden in denen die Themen Sterbekultur, hospizliche Begleitung und palliative Versorgung immer wichtiger werden. Rund 50 Hospizexperten der Diakonie diskutierten dazu in Münster.
Mehr über Sterbebegleitung im Altenheim
26. September 2011
"Verschleppung der Pflegereform in hohem Maß unverantwortlich"
Diakonie RWL: Sachlich ungerechtfertigte Verzögerung der Reform
Ende letzter Woche sollte das Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr (FDP) zur geplanten Pflegereform vorliegen. Stattdessen wird über die Finanzierung neu gestritten. Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL hält es "für unverantwortlich, dass dringende und in der Fachwelt von allen akzeptierte Reformen zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen weiter aufgeschoben werden." Eine zügige Umsetzung lasse sich pragmatisch mit einer Mischstrategie aus Beitragssatz und dem Aufbau eines kapitalgedeckten Finanzfonds finanzieren. Ein solcher Vorschlag war bereits letztes Jahr vom Evangelischen Verband für Altenarbeit RWL vorgelegt worden.
Mehr zur Bedeutung der Pflegereform
20. September 2011
Die Wucht der späten Erinnerungen
Der Therapeut Wolfgang Neumann über Kriegserfahrungen und ihre Bedeutung für die Altenheimseelsorge

Ein bedeutendes, aber schwer zu fassendes Thema hatte sich der 22. Altenheimseelsorge-Konvent der Evangelischen Kirche von Westfalen bei seiner Jahrestagung in Münster am 19. September vorgenommen: Der Bielefelder Psychotherapeut Dr. Wolfgang Neumann informierte über Kriegstraumata und ihre langfristigen Auswirkungen auf die Generation der heute alten und sehr alten Menschen.
Mehr über die Kriegserfahrungen und ihre Bedeutung für die Altenseelsorge
29. August 2011
"Weil sie lacht"
Altenpflegeschülerinnen und Schüler beim Ev. Johanneswerk drehen Video zum Alltag in der Altenpflege

"Echtes Leid, echter Frust - das glaub mal. Aber wenn sie lachen, dann ist das auch echt, das fühlt sich so richtig an - das ist es einfach." - So erklärt Anna einem Schulfreund den Sinn ihrer Ausbildung zur Altenpflegeschülerin. Die Szene ist aus einem Video, das Altenpflegeschülerinnen und Schüler beim Ev. Johanneswerk in Bielefeld erstellt haben. Sie wollen damit das Image ihres Berufes verbessern.
Youtube-Video des Ev. Johanneswerks zum Beruf der Altenpflege aus der Sicht einer Altenpflegeschülerin
18. August 2011
"Strukturgebung von unten"
Neues Konzept zur Finanzierung gemeinwesenorientierter Altenarbeit
"In der Vergangenheit wurden unzählige Modellvorhaben zur Gestaltung quartiersbezogener Netzwerke für generationengerechte Kommunen erprobt. Trotz ihres nachweisbaren Erfolges wurde vieles wegen fehlender Anschlussfinanzierung beendet", so Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier in der Vorstellung eines neuen Konzepts für Nachhaltigkeit in der gemeinwesenorientierten Altenarbeit. Die Handreichung, an deren Erarbeitung die Diakonie RWL beteiligt war, sieht Lösungsmöglichkeiten in einer konsequenteren Bündelung von Ressourcen und Maßnahmen in Netzwerken und Trägerverbünden. Beispiele aus sieben Kommunen illustrieren, was bereits jetzt schon machbar ist. Die empfohlenen Maßnahmen wirken so wie ein "Altenhilfestrukturgesetz von unten". Forderungen an die Politik gibt es trotzdem.
Mehr zum neuen Konzept für Altenarbeit im Gemeinwesen: Vision, Finanzierung, Strukturen und Praxisbeispiel
29. Juli 2011
Funktionierender Pflege-Mix statt prekärer Arbeitsverhältnisse
Diakonie RWL will legale Beschäftigung von Betreuungskräften und vernünftige Qualität in der häuslichen Pflege
„Wir benötigen in Deutschland dringend eine Verständigung über tragfähige Versorgungsstrukturen im Bereich ambulanter häuslicher Pflege. Wir müssen die Probleme der Schattenwirtschaft mit ihren prekären Arbeitsverhältnissen im Pflegebereich angehen. Unser Ziel ist eine vernünftige Qualität der Pflege im Interesse der zu Pflegenden und deren Angehörigen.“
So positioniert sich Ulrich Christofczik, Leiter des Geschäftsbereichs Pflege, für die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe gegenüber Vorschlägen, die im Zusammenhang von Schwarzarbeit im Bereich der häuslichen Pflege in jüngster Zeit von privaten Vermittlungsagenturen für Hausbetreuungskräfte in die Diskussion gebracht und teilweise von Parlamentariern aufgegriffen worden waren. Diese Vorschläge orientieren sich am Österreichischen Modell eines Hausbetreuungsgesetzes.
Weitere Informationen zum Pflege-Mix
7. Juli 2011
Ambulante Pflege muss ausreichend finanziert werden
Pflegedienste sehen sich in ihrer Existenz bedroht

Seit Jahren sind die Entgelte in der ambulanten Pflege nicht leistungsgerecht gestiegen. Die tarifgebundenen Personalkosten können nicht mehr aufgebracht werden. Viele ambulante Pflegedienste, die das Leben von Pflegebedürftigen zu Hause unterstützen, fürchten perspektivisch um ihre Existenz. „Die dauerhafte Unterfinanzierung der ambulanten Pflege führt dazu, dass viele Pflegedienste mit dem Rücken zur Wand stehen. Die Rahmenbedingungen blockieren eine angemessene Versorgung der Pflegebedürftigen“, so Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auf einer Fachtagung der Diakonie RWL. Der Rationalisierungsdruck müsse aufgehalten werden, damit ambulante Einrichtungen auf dem Markt bestehen könnten und sich nicht aus dem Arbeitsfeld zurückzögen.
Mehr zur Fachtagung Ambulante Pflege
28. Juni 2011
Ältere Menschen mit zeitgemäßen Angeboten in das gesellschaftliche Leben einbeziehen.
Diakonie RWL beteiligt sich an vier Standorten an einer neuen Landesinitiative.

Ältere Menschen mit zeitgemäßeren Angeboten und Konzepten aktiv in das gesellschaftliche Leben in ihrem Quartier und ihrer Kommunen einzubeziehen, so beschreibt Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, das Ziel einer neuen Landesinitiative, an der sich Kommunen und sozialen Institutionen beteiligen. In Gelsenkirchen, Moers, Moers-Meerbeck und Schwerte nehmen auch Teams der Diakonie RWL an der Initiative teil.
Weitere Informationen zur Landesinitiative für Gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit
3. Juni 2011
Soziales Wohnen im Alter
Förderprogramm des BMFSF für Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen

Soziales Wohnen im Alter: Unter diesem Titel fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Projekte, mit denen Menschen mit Hilfebedarf ein Verbleib im vertrauten Wohnumfeld erleichtert werden kann. Für das Teilprojekt "Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen" werden bis 15. August noch Bewerbungen gesucht.
Mit Beteiligung der Diakonie RWL wurden bereits viele Ansätze zur Gestaltung sozialer Quartiere entwickelt, auf die neue Projekte leicht aufbauen können.
Mehr zum Förderprogramm und zu Beratungsmöglichkeiten bei der Diakonie RWL
12. Mai 2011
Kritik am System der Pflegenoten
BAGFW fordert: Darstellung der Qualität von Pflegeeinrichtungen auf neue tragfähige Füße zu stellen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege setzt sich dafür ein, das jetzige System der Pflegenoten zu ersetzen. Eine zukünftige Qualitätstransparenz müsse auf der Grundlage von Aspekten der Ergebnis- und Lebensqualität hergestellt werden, hieß es in einer Mitteilung der BAGFW vom 12. Mai. Dem bisherigen System der Pflegenoten war vielfach vorgehalten worden, lediglich die Qualität von Konzeption und Dokumentation abzubilden. Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL, begrüßte den Vorstoß.
Mehr zum neuen Positionspapier der BAGFW
12. April 2011
Neue Debatte um Pflegenoten
Diakonie und Caritas fordern Zeitplan für neuen Pflege-TÜV

Angesichts der neu entflammten Diskussion um eine Aussetzung des bestehenden Systems der Pflegenoten fordern die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und der Diözesancaritasverband Münster einen kurzfristigen Fahrplan für ein neues Bewertungssystem, in dem es wirklich um Qualität der Pflege geht. Günther Barenhoff, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V., fordert einen verbindlichen Zeitplan für die Einführung der neuen Instrumente.
Mehr zu den Vorschlägen von Diakonie und Caritas für eine bessere Transparenz in der Pflege
8. April 2011
Demenz erfordert Verständnis
Demenzkampagne im Bergischen und Oberbergischen Land

Zunächst sind es nur Aussetzer des Kurzzeitgedächtnisses. Mit der Zeit tauchen Erinnerungslücken in der eigenen Vergangenheit auf. Gelernte Fertigkeiten gehen in einem schleichenden Prozess verloren. Demenz ist eine Krankheit, die den Betroffenen unaufhaltsam ihre emotionalen und sozialen Fähigkeiten nimmt, ihr Erleben, Denken und Verhalten verändert und sie zunehmend hilfloser macht. Das Demenz-Servicezentrum Bergisches Land, die Evangelischen Stiftung Tannenhof und die Diakonie im Rheinland starten heute eine Demenzkampagne mit Unterstützung der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid.
Mehr zur Demenzkampagne
31. März 2011
12 Leben im Rückblick
Ausstellung zeigt zeitgemäßes Bild des Alterns

Unter dem Motto „12 Leben“ erarbeitet das Seniorenzentrum des Diakoniewerks Bethel in Bad Oeynhausen eine Ausstellung der Lebenswerke von zwölf Persönlichkeiten aus der Region. Mit diesem Projekt möchte das Seniorenzentrums, das Leben der Senioren würdigen und das negative Bild des Alters in der Gesellschaft revidieren.
12 Leben - Ausstellung des Diakoniewerks Bethel zu Lebenswerken von Senioren
25. März 2011
WohnQuartier4
Diakonie RWL bringt Erfolgsmodell in die Fläche

Die Diakonie RWL hat ein neues Beratungsangebot für Mitgliedseinrichtungen und Kirchengemeinden, die die Sicherung der sozialen Infrastruktur in neuen Netzwerken aktiv gestalten wollen. Das Angebot knüpft an Strategien aus dem Modellprojekt "WohnQuartier4" an.
Mehr zum neuen Beratungsangebot der Diakonie RWL
11. März 2011
Lebenskrisen und Suizide im Alter
Projekt der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe entwickelt Beratungsangebote

Immer mehr ältere Menschen sind nicht mehr in der Lage, ihre Lebenskrisen zu bewältigen und erkranken an Depressionen. Krankheit, Einsamkeit, Pflegebedürftigkeit, der Eintritt in den Ruhestand oder Kriegserlebnisse können die Betroffenen überfordern. Gerade ältere Menschen ziehen sich in diesen Situationen häufig zurück. Sie suchen nicht die Unterstützung von Beratungsstellen, sondern vereinsamen und wählen nicht selten den Weg des Suizides. Besonders bei älter werdenden Männern steigt die Zahl der Alterssuizide. Beratungsangebote speziell für ältere Menschen in Krisensituationen fehlen.
Mehr über das Projekt Lebenskrisen und Suizide im Alter
4. März 2011
Alternative zum System der "Pflegenoten"
Pflegepraktiker begrüßen neues Konzept für Qualität und Transparenz in der Pflege
"Das neue Modell für Qualität und Transparenz in der Pflege eignet sich besser als alles bislang Dagewesene für die Bewertung von Pflegeleistungen. Es kommt der berechtigten Forderung der Verbraucher nach verlässlicher Information entgegen", so Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL zu den Ergebnissen einer neuen Studie zu Qualität in der Pflege.
Die von der Bundesregierung beauftragte Studie wurde am 4. März 2011 auf einer Veranstaltung des Fachverbandes für Altenarbeit der Diakonie RWL in Münster vorgestellt. Sie zeigt Alternativen zum vielfach kritisierten System der Pflegenoten.
Mehr über die Alternative zum System der "Pflegenoten"
1. März 2010
„Leben bis zuletzt“
Bei der Diakonie Vlotho hat die Sterbebegleitung einen hohen Stellenwert

Tod und Sterben werden im Alltag oft verdrängt. Meist aus Angst, wie professionelle Sterbebegleiter wissen. Im Stift Eidingsen, im ostwestfälischen Bad Oeynhausen, arbeiten Seelsorger, Ärzte, Angehörige, Pflegepersonal und Mitarbeiter des ökumenischen Hospizkreises Hand in Hand, um sterbende Menschen möglichst individuell und wunschgerecht zu betreuen. Mit Vorlesebüchern, Gebetssammlungen, Kerzen, Duftölen und einem Qualitätszirkel von speziell ausgebildeten Sterbebegleitern, die sich gegenseitig ergänzen.
Mehr über die Sterbebegleitung der Diakonie
15. Februar 2011
"Freie Heimwahl verteidigen"
Die Stadt Duisburg beschneidet die Wahlfreiheit von Pflegebedürftigen
Die Stadt Duisburg will ihrer Zahlungspflicht als Sozialhilfeträger für anderweitig nicht gedeckte Pflegekosten nur noch bis zu einer willkürlich gesetzten Grenze nachkommen. "Das Recht eines jeden Pflegebedürftigen auf freie Heimwahl wird dadurch beschnitten" sagt Ulrich Christofczik, Leiter des Geschäftsbereichs Pflege, Alten- und Behindertenarbeit der Diakonie RWL, in einem Kommentar für chrismon plus rheinland.
Mehr zur Kritik der Diakonie RWL an den Duisburger Sparmaßnahmen
1. Februar 2011
Der eigene Wille braucht Beratung
Pflege- und Betreuungsexperten der Diakonie RWL diskutieren über Patientenverfügungen

Wie will ich sterben? Wer soll für mich Entscheidungen fällen, wenn ich es nicht mehr kann? Welche medizinische Behandlung wünsche ich mir? In einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht kann man auf diese Fragen theoretische Antworten festschreiben. In der Praxis bleibt es aber schwierig, den Patientenwillen umzusetzen. Experten der Diakonie RWL sind sich einig: eine ausführliche Beratung und möglichst konkrete Willensbekundungen sind der richtige Weg.
Mehr über den Fachtag Patientenverfügung