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Publikation zu Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung von Diakonie und Landeskirchen

Zwei Männer in Beratungssituation

Wer kann sich an Evangelische Beratungsstellen wenden? Wie arbeiten Ehe-, Familien und Lebensberatungsstellen? Wie wirken sich neue Gesetze auf die Beratungsarbeit aus? Kann man sich auch online beraten lassen? Wie sieht das evangelisch-seelsorgliche Profil von Beratung aus? Zu diesen und ähnlichen Fragen informiert jetzt präzise und anschaulich eine neue Broschüre der Diakonie RWL, entstanden in Zusammenarbeit mit der rheinischen Hauptstelle für Familien- und Lebensberatung und der westfälischen Hauptstelle.

Verantwortung übernehmen

"Evangelische Beratungsstellen übernehmen die fachliche Verantwortung dafür, dass Ratsuchenden wirksam geholfen wird, wohl wissend, dass die Klientinnen und Klienten selbst verantwortlich für die Gestaltung ihres Lebens sind", heißt es im Vorwort der Präsides Buß, Dutzmann und Schneider. Verantwortung übernehmen aber auch Kirche und Diakonie: "Im Verbund mit der Politik stellen sich Kirche und Diakonie ihrer Verantwortung, Beratungsarbeit weiter zu ermöglichen und zu unterstützen, auch um den sozialen Zusammenhalt zu stärken."

Die Beratungsstellen verzeichnen seit Jahren steigende Anmeldezahlen. Immer mehr Familien kommen mit lang andauernden, gravierenden Schwierigkeiten in unterschiedlichsten Lebensbereichen. Die emotionalen Erwartungen an Partnerschaft und Familie sind hoch, zugleich aber ist der gesellschaftliche Druck gestiegen, empfinden viele Menschen die hohen Anforderungen an Mobilität und Flexibilität als belastend. Zum Leistungsspektrum evangelischer Erziehungs-, Ehe- Familien- und Lebensberatungsstellen gehören Erziehungs- und Familienberatung, Jugendberatung, Ehe- und Paarberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung, aber auch Mediation oder Fachberatung und Supervision. Stark zugenommen haben die Beratung älterer Menschen und die Beratung von Ratsuchenden mit Zuwanderungsgeschichte. Junge Menschen wiederum nutzen immer häufiger die Möglichkeiten der Beratungskommunikation über das Internet. Hierbei - wie bei jeder Beratung - gilt selbstverständlich die Schweigepflicht.

 

Klares Profil und hohes fachliches Niveau

Beratungsarbeit ist auch vorbeugende Arbeit. Neben der klassischen Einzelfallarbeit arbeiten die evangelischen Beratungsstellen heute auch vernetzt und kooperieren mit Schulen, Familienzentren und anderen sozialen Einrichtungen. Was dem Einzelnen hilft, nützt zugleich der Gesellschaft: "Frühzeitige Beratung hilft, auf Dauer Kosten zu sparen, wie zum Beispiel Kosten einer Unterbringung in einem Heim oder in einer Pflegefamilie, Kosten einer langfristigen Arbeitsunfähigkeit durch psychische Krankheit oder Kosten infolge eines schulischen Scheiterns", so heißt es in der Broschüre.

Das evangelische Beratungs- und Hilfeangebot steht allen Menschen offen, die Beratungsfachkräfte haben in aller Regel Zusatzqualifikationen, etwa für Verhaltenstherapie, Kindertherapie oder tiefenpsychologische Verfahren. Basis evangelischer Beratung, so die Publikation, ist, dass die Mitarbeitenden allen Ratsuchenden mit dem besonderen Respekt begegnen, der sich aus der Würde ableitet, die jedem Menschen von Gott verliehen ist. Erfahrungen des Scheiterns könnten in diesem Licht der Liebe Gottes verarbeitet werden und so neue Anfänge möglich machen.

Bestellmöglichkeit: Die Broschüre "Verantwortung übernehmen" kann kostenlos bezogen werden bei der Diakonie RWL, Ute Raedel, u.raedel@diakonie-rwl.de

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