"Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. setzt sich dafür ein, dass eine Pflegereform mit der überfälligen Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs endlich umgesetzt wird. Ein in der Fachwelt weit akzeptiertes Konzept zur inhaltlichen Reform der Pflegeversicherung liegt seit 2009 vor. Es wäre unverantwortlich, wenn die Reform zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen, von Angehörigen und Pflegepersonal noch weiter aufgeschoben wird." Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL
"Warum ist die Pflegereform so wichtig?" Papier der Diakonie RWL erläutert, warum eine umfassende Pflegereform notwendig ist

Schaffen Pflegenoten Transparenz?
Ausführliche Analyse der Diakonie RWL zum System der Pflegenoten. Die Publikation richtet sich an die Fachöffentlichkeit und eine interessierte Öffentlichkeit. Sie soll als Unterstützung dienen, das System der Pflegenoten und seine Probleme genauer zu verstehen.
"Schaffen Pflegenoten Transparenz?"
Alternative zum System der Pflegenoten

"Weil sie lacht"
"Echtes Leid, echter Frust - das glaub mal. Aber wenn sie lachen, dann ist das auch echt, das fühlt sich so richtig an - das ist es einfach." So erklärt Anna den Sinn ihrer Ausbildung zur Altenpflegeschülerin. Die Szene ist aus einem Video, das Altenpflegeschülerinnen und Schüler selbst erstellt haben.
Video zum Beruf der Altenpflege
Berufslotse Altenpflege
1. Februar 2012
Fachtagung "Gewalt in der Pflege"
Günther Barenhoff: Pflegende Angehörige brauchen mehr Entlastung

"Durch Überforderung oder Unkenntnis kommt es in der häuslichen Pflege leicht zu Gewaltproblemen. Pflegende Angehörige brauchen deshalb dringend mehr Entlastung und Unterstützung", so die Forderung von Pastor Günther Barenhoff, Vorsitzender des Landespflegeausschusses NRW, bei der Eröffnung einer großen Fachtagung zu Gewalt in der Pflege in Düsseldorf. Erforderlich seien der weitere Ausbau und die bessere Vernetzung von Unterstützungsangeboten im Wohnquartier. Das Land NRW sei hier auf einem guten Weg.
Mehr zur Eröffnungsrede von Pastor Barenhoff auf der Fachtagung "Gewalt in der Pflege"
21. Dezember 2011
Wenn Pflegeprüfung und Pflegepraxis sich begegnen
Kontroverse Diskussionen bei Diakonie-Fachtagung

Mehr als 70 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte Frauke Bußkamp, Referentin für ambulante Pflege der Diakonie RWL, noch kurz vor Weihnachten am 14. Dezember zu einer Fachtagung der besonderen Art begrüßen. „Die Pflegedokumentation aus Sicht des MDK“ war das Thema. Janina Bialon vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen Westfalen-Lippe stellte sich den kritischen Anfragen der Diakoniestations-Leitungen.
Mehr zur Fachtagung Ambulante Pflege
16. Dezember 2011
"Richtiges Signal gegen den Politikstau bei der Pflegereform"
Rücktritt von Dr. Jürgen Gohde vom Vorsitz des Pflegebeirats

Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe unterstützt die Haltung von Dr. Jürgen Gohde, der mit seinem Rücktritt ein Signal gegen den Politikstau beim Thema Pflege setzt. "Wir können nur hoffen, dass der Protest von Dr. Gohde bei der Bundesregierung zur Einsicht führt, dass die Pflegereform nicht länger verzögert werden darf" erklärte Ulrich Christofczik, Leiter des Geschäftsbereichs Pflege, Alten- und Behindertenarbeit des größten Landesverbandes der Diakonie.
Mehr zu den Hintergründen des Rücktritts von Dr. Jürgen Gohde vom Pflegebeirat
9. November 2011
"Dieser Pflegekompromiss nutzt niemandem"
Papier der Diakonie RWL erläutert, warum eine umfassende Pflegereform notwendig ist

"Was die Koalitionsspitzen auf ihrem Gipfel am vergangenen Wochenende für die Pflege ausgehandelt haben, ist alles andere als ein Durchbruch", so das Urteil von Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL. Er verweist auf ein Papier der Diakonie RWL, das heute herausgegeben wurde. Darin wird erläutert, warum eine umfassende Pflegereform notwendig ist.
Kritik am Pflegekompromiss und das Hintergrundpapier zur Pflegereform
7. November 2011
Koalitionsbeschlüsse zur Pflegeversicherung
"Beitragserhöhung allein verbessert nicht die Situation von Menschen mit Demenz"
"Eine Beitragserhöhung allein verbessert noch nicht die Situation von Menschen mit Demenz, nicht von ihren Angehören und auch nicht von jenen, die in der Pflege arbeiten", so Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL. Ein in der Fachwelt weit akzeptiertes Konzept zur inhaltlichen Reform der Pflegeversicherung liege seit 2009 vor.
Mehr zum Hintergrund der Debatte um die Pflegereform
17. Oktober 2011
"Modell einer gestuften und modularisierten Altenpflegequalifizierung"
Vorstellung eines Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen
Ein neues „Modell einer gestuften und modularisierten Altenpflegequalifizierung“ wird am 7. und 8. November 2011 in Berlin vorgestellt. Im Zentrum stehen die Ergebnisse eines Modellprojekts der FH Bielefeld mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung. Mit dem neu entwickelten Qualifikationsrahmen sollen sich Personalentwicklungen besser gestalten lassen. Das Modell setzt auf modularisierte Qualifizierungsangebote und einen neuen Qualifikationsmix in Teams im Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung für hilfsbedürftige alte Menschen.
Weitere Informationen zum Projekt und zur Abschlusstagung
14. Oktober 2011
Künstliche Ernährung im Alter
Informationsbroschüre des AOK-Bundesverbandes
Der AOK Bundesverband hat eine übersichtlich strukturierte Broschüre sowie einen Arbeitsbogen zur Entscheidungshilfe zur künstlichen Ernährung im Alter veröffentlicht. Beteiligt waren neben den AOK-Vertretern auch Pflegewissenschaftler der Universität Witten/Herdecke. Gedacht ist die Broschüre und der Arbeitsbogen für Angehörige und alle, die privat oder beruflich als Pflegende, Ärzte, rechtliche Betreuer oder Therapeuten an stellvertretenden Entscheidungen für alte Menschen beteiligt sind, sie ist aber auch für Laien verständlich. Themen sind Ursachen von Ernährungsproblemen, Alternativen zum Einsatz von Magensonden (PEG) usw.
Die Broschüre und der Arbeitsbogen als PDF-Datei
12. Oktober 2011
"Palliative Praxis - Projekte für alte Menschen"
Robert Bosch Stiftung fördert Projete zur palliativen Praxis
Die Robert-Bosch-Stiftung fördert Projekte zur palliativen Praxis z.B. in Altenpflegeeinrichtungen, in der häuslichen Pflege oder in Akutkrankenhäusern. Das Programm richtet sich an Träger von ambulanten Diensten, Altenhilfeeinrichtungen und einzelnen Einrichtungen, aber auch an Arztpraxen, Krankenhäuser, Hospize, Kommunen und Landkreise im deutschsprachigen Raum. Die geförderten Projekte sind vielfältig. Neben Vernetzung und Kooperation mit anderen Institutionen, Trägern und Professionen können auch Sensibilisierung und Qualifizierung der Mitarbeiter und Entwicklung einer palliativ-hospizlichen Kultur Thema einer Projektanfrage sein. Für 2011 bis 2014 stehen insgesamt 2011 bis 2014 720 000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Programm „Palliative Praxis"
11. Oktober 2011
"Unternehmen aktiv in der Pflege"
Projekt für mehr Kooperation zwischen Wirtschaft und Pflegeeinrichtungen
Das Bundesministerium für Gesundheit hat im Frühjahr 2011 in Zusammenarbeit mit Diakonie und Caritas das Projekt "Unternehmen aktiv in der Pflege" gestartet. Dabei sollen nicht nur Hinweise für gelingende und profitable Partnerschaften gefunden werden, sondern der Austausch von Pflegewirtschaft und Unternehmen intensiviert werden.
Informationen zum Projekt und Aufruf zur Mitwirkung
26. September 2011
"Verschleppung der Pflegereform in hohem Maß unverantwortlich"
Diakonie RWL: Sachlich ungerechtfertigte Verzögerung der Reform
Ende letzter Woche sollte das Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr (FDP) zur geplanten Pflegereform vorliegen. Stattdessen wird über die Finanzierung neu gestritten. Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL hält es "für unverantwortlich, dass dringende und in der Fachwelt von allen akzeptierte Reformen zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen weiter aufgeschoben werden." Eine zügige Umsetzung lasse sich pragmatisch mit einer Mischstrategie aus Beitragssatz und dem Aufbau eines kapitalgedeckten Finanzfonds finanzieren. Ein solcher Vorschlag war bereits letztes Jahr vom Evangelischen Verband für Altenarbeit RWL vorgelegt worden.
Mehr zur Bedeutung der Pflegereform
29. Juli 2011
Funktionierender Pflege-Mix statt prekärer Arbeitsverhältnisse
Diakonie RWL will legale Beschäftigung von Betreuungskräften und vernünftige Qualität in der häuslichen Pflege
„Wir benötigen in Deutschland dringend eine Verständigung über tragfähige Versorgungsstrukturen im Bereich ambulanter häuslicher Pflege. Wir müssen die Probleme der Schattenwirtschaft mit ihren prekären Arbeitsverhältnissen im Pflegebereich angehen. Unser Ziel ist eine vernünftige Qualität der Pflege im Interesse der zu Pflegenden und deren Angehörigen.“
So positioniert sich Ulrich Christofczik, Leiter des Geschäftsbereichs Pflege, für die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe gegenüber Vorschlägen, die im Zusammenhang von Schwarzarbeit im Bereich der häuslichen Pflege in jüngster Zeit von privaten Vermittlungsagenturen für Hausbetreuungskräfte in die Diskussion gebracht und teilweise von Parlamentariern aufgegriffen worden waren. Diese Vorschläge orientieren sich am Österreichischen Modell eines Hausbetreuungsgesetzes.
Weitere Informationen zum Pflege-Mix
7. Juli 2011
Ambulante Pflege muss ausreichend finanziert werden
Pflegedienste sehen sich in ihrer Existenz bedroht

Seit Jahren sind die Entgelte in der ambulanten Pflege nicht leistungsgerecht gestiegen. Die tarifgebundenen Personalkosten können nicht mehr aufgebracht werden. Viele ambulante Pflegedienste, die das Leben von Pflegebedürftigen zu Hause unterstützen, fürchten perspektivisch um ihre Existenz. „Die dauerhafte Unterfinanzierung der ambulanten Pflege führt dazu, dass viele Pflegedienste mit dem Rücken zur Wand stehen. Die Rahmenbedingungen blockieren eine angemessene Versorgung der Pflegebedürftigen“, so Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auf einer Fachtagung der Diakonie RWL. Der Rationalisierungsdruck müsse aufgehalten werden, damit ambulante Einrichtungen auf dem Markt bestehen könnten und sich nicht aus dem Arbeitsfeld zurückzögen.
Mehr zur Fachtagung Ambulante Pflege
12. Mai 2011
Kritik am System der Pflegenoten
BAGFW fordert: Darstellung der Qualität von Pflegeeinrichtungen auf neue tragfähige Füße zu stellen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege setzt sich dafür ein, das jetzige System der Pflegenoten zu ersetzen. Eine zukünftige Qualitätstransparenz müsse auf der Grundlage von Aspekten der Ergebnis- und Lebensqualität hergestellt werden, hieß es in einer Mitteilung der BAGFW vom 12. Mai. Dem bisherigen System der Pflegenoten war vielfach vorgehalten worden, lediglich die Qualität von Konzeption und Dokumentation abzubilden. Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL, begrüßte den Vorstoß.
Mehr zum neuen Positionspapier der BAGFW
12. April 2011
Neue Debatte um Pflegenoten
Diakonie und Caritas fordern Zeitplan für neuen Pflege-TÜV

Angesichts der neu entflammten Diskussion um eine Aussetzung des bestehenden Systems der Pflegenoten fordern die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und der Diözesancaritasverband Münster einen kurzfristigen Fahrplan für ein neues Bewertungssystem, in dem es wirklich um Qualität der Pflege geht. Günther Barenhoff, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V., fordert einen verbindlichen Zeitplan für die Einführung der neuen Instrumente.
Mehr zu den Vorschlägen von Diakonie und Caritas für eine bessere Transparenz in der Pflege
4. März 2011
Alternative zum System der "Pflegenoten"
Pflegepraktiker begrüßen neues Konzept für Qualität und Transparenz in der Pflege
"Das neue Modell für Qualität und Transparenz in der Pflege eignet sich besser als alles bislang Dagewesene für die Bewertung von Pflegeleistungen. Es kommt der berechtigten Forderung der Verbraucher nach verlässlicher Information entgegen", so Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL zu den Ergebnissen einer neuen Studie zu Qualität in der Pflege.
Die von der Bundesregierung beauftragte Studie wurde am 4. März 2011 auf einer Veranstaltung des Fachverbandes für Altenarbeit der Diakonie RWL in Münster vorgestellt. Sie zeigt Alternativen zum vielfach kritisierten System der Pflegenoten.
Mehr über die Alternative zum System der "Pflegenoten"
1. März 2010
„Leben bis zuletzt“
Bei der Diakonie Vlotho hat die Sterbebegleitung einen hohen Stellenwert

Tod und Sterben werden im Alltag oft verdrängt. Meist aus Angst, wie professionelle Sterbebegleiter wissen. Im Stift Eidingsen, im ostwestfälischen Bad Oeynhausen, arbeiten Seelsorger, Ärzte, Angehörige, Pflegepersonal und Mitarbeiter des ökumenischen Hospizkreises Hand in Hand, um sterbende Menschen möglichst individuell und wunschgerecht zu betreuen. Mit Vorlesebüchern, Gebetssammlungen, Kerzen, Duftölen und einem Qualitätszirkel von speziell ausgebildeten Sterbebegleitern, die sich gegenseitig ergänzen.
Mehr über die Sterbebegleitung der Diakonie
15. Februar 2011
"Freie Heimwahl verteidigen"
Die Stadt Duisburg beschneidet die Wahlfreiheit von Pflegebedürftigen
Die Stadt Duisburg will ihrer Zahlungspflicht als Sozialhilfeträger für anderweitig nicht gedeckte Pflegekosten nur noch bis zu einer willkürlich gesetzten Grenze nachkommen. "Das Recht eines jeden Pflegebedürftigen auf freie Heimwahl wird dadurch beschnitten" sagt Ulrich Christofczik, Leiter des Geschäftsbereichs Pflege, Alten- und Behindertenarbeit der Diakonie RWL, in einem Kommentar für chrismon plus rheinland.
Mehr zur Kritik der Diakonie RWL an den Duisburger Sparmaßnahmen