15. Mai 2013
Arbeitslosenfonds der Evangelischen Kirche im Rheinland
Landeskirche unterstützt Arbeitsloseninitiativen in Kirche und Diakonie

Auch in diesem Jahr schüttet die Evangelische Kirche im Rheinland knapp 2,5 Millionen Euro aus ihrem Fonds zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an kirchliche und diakonische Träger aus. "Der Fonds kann die massiven Kürzungen in der Arbeitsmarktpolitik nicht auffangen", erklärt dazu Nikolaus Immer, Geschäftsbereichsleiter für Soziales und Integration in der Diakonie RWL. "Für die langzeitarbeitslosen Menschen und unsere Träger ist es aber von besonderem Wert, wenn gerade in dieser Situation die Evangelische Kirche mit ihrem Engagement den Arbeitsloseninitiativen und Beschäftigungsgesellschaften beisteht".
"Trotz der aktuell günstigen Arbeitsmarktlage haben sich die Chancen vieler arbeitsloser Menschen nicht verbessert"26. Oktober 2012
"Wichtiges Laboratorium der Arbeitsmarktpolitik"
"rückenwind-Projekte" in Brüssel präsentiert

"rückenwind" ist ein bundesweites ESF-Programm zur Förderung der Personalentwicklung in der gemeinnützigen Sozialwirtschaft. Drei "rückenwind-Projekte" aus unterschiedlichen Bereichen wurden am 16. Oktober bei einem Fachgespräch in Brüssel vorgestellt - darunter zwei Projekte der Diakonie in Rheinland, Westfalen und Lippe. Nikolaus Immer, Geschäftsbereichsleiter für Soziales und Integration der Diakonie RWL, lobte das Programm als wichtiges "Laboratorium der Arbeitsmarktpolitik".
Mehr zu den präsentierten rückenwind-Projekten12. Mai 2011
Gegen Kahlschlag in der aktiven Arbeitslosenförderung
Für gerechte Teilhabe aller an Erwerbsarbeit
"Drastische Verringerung beschäftigungsschaffender Angebote - Einschnitte bei sozialen Angeboten für Arbeitslose": Der Fachverband für berufliche und soziale Integration (FABI) der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe analysiert den Kahlschlag in der Arbeitslosenförderung und fordert verlässliche Strukturen für Qualifizierung und Beschäftigung.
Positionspapier gegen Kahlschlag in der Arbeitslosenförderung im Volltext
Das Projekt RÜCKENWIND unterstützt Einrichtungen in den Bereichen Beschäftigung, Qualifizierung und Weiterbildung bei der Personalentwicklung und -sicherung von Fachkräften.
Rückenwind: Bildung für Beschäftigte der beruflichen Weiterbildung
Was geht mich Deine Armut an?
Plädoyer für eine Kultur der Solidarität
"Solidarität - ein Teflonbegriff feiert Inflation - Solidarität aus biblischer Perspektive - Verteilungsgerechtigkeit statt pure Behauptung von Leistungs-, Befähigungs- oder Teilhabegerechtigkeit als pure Behauptung": Thesen von Dr. Uwe Becker zum Mißbrauch von Solidaritäts- und Gerechtigkeitsbegriffen in der Politik
"Was geht mich Deine Armut an? Plädoyer für eine Kultur der Solidarität"
"Klischee und Wirklichkeit am Arbeitsmarkt"
Der "Aufschwung" kommt bei Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit nicht an
Die Krise ist vorbei - der Arbeitsmarkt brummt, Fachkräfte fehlen und Arbeitslose können bald mit der Lupe gesucht werden - so lautet es immer wieder aus der regierenden Politik mit Zustimmung vieler Medien. Tatsächlich werden in verschiedenen Regionen qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte dringend gesucht. Daraus dürfe aber nicht der Schluss gezogen werden, Massenarbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehörten der Vergangenheit an. "Fatal ist, dass die beschönigende Darstellung der Situation am Arbeitsmarkt das Vorurteil befördert, wer keine Arbeit findet, müsse irgendwie auch selbst schuld sein", meint Helmuth W. Schwarz, Referent für Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigungsförderung in der Diakonie RWL. Tatsache sei, dass ein nachhaltiger Abbau von verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit nicht erfolgt und nicht in Sicht ist.
"Langzeitarbeitslose profitieren kaum vom Aufschwung"
433 statt 364
Diakonie-Studie zur korrekten Berechnung der Regelsätze
Die Diakonie RWL hat gemeinsam mit anderen diakonischen Landesverbänden eine Studie zur Berechnung der Regelsätze in Auftrag gegeben, in der auf jede Beimengung sachfremder politischer Erwägungen verzichtet werden sollte. Damit folgt die Studie Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts.
In der von den Landesverbänden der Diakonie unterstützten Berechnung ergibt sich ein Regelsatz von mindestens 433 Euro statt 364 Euro für einen Alleinstehenden Erwachsenen.
Wichtigste Ergebnisse in Kurzform und der Volltext der Studie zum Download
„Klima der gesellschaftlichen Ächtung zermürbt“
Diakonie-Vorstand kritisiert Erniedrigung und Ausgrenzung von Menschen in schwierigen Lebenslagen

Bei einem Festakt zum 10-jährigen Jubiläum von „Gulliver“, der Kölner „Überlebensstation für Obdachlose“, hat Dr. Uwe Becker, Vorstand der Diakonie RWL, das Klima der Erniedrigung und Ausgrenzung von Menschen in schwierigen Lebenslagen kritisiert. Menschen in materieller Armut würden durch eine armselige Kultur der Schuldzuweisungen weiter zermürbt.
Mehr zur Kritik von Dr. Uwe Becker
"Ein-Euro-Jobs reichen in der Krise nicht aus"
Studien zu Ein-Euro-Jobs aus der Perspektive der Betroffenen
Studien des Arbeitsmarktforschers Michael Wiedemeyer zu Erfahrungen mit Ein-Euro-Jobs, die von der Diakonie RWL in Auftrag gegeben wurde.
Befragt wurden mehrere hundert Personen, die als Ein-Euro-Jobber bei diakonischen Trägern gearbeitet haben. Die Studie zeigt, dass lediglich ein knappes Viertel der Befragten anschließend eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden haben, und die meisten davon nur eine Teilzeitbeschäftigung oder ein Leiharbeitsverhältnis.
Studien zu Ein-Euro-Jobs von 2007 und 2009
"Bei uns läuft niemand ins Leere"
Unterstützung von Ein-Euro-Kräften durch das Jobcenter der Duisburger Diakonie

Das Jobcenter des Diakoniewerks Duisburg bietet eine Reihe von Beratungs-, Integrations- und Vermittlungsangeboten. Ein Schwerpunkt ist die Beratung und Vermittlung von „Ein-Euro-Jobbern“, die in Duisburg inzwischen eine Mehraufwandsentschädigung von zwei Euro pro Stunde bekommen. Wir haben das Jobcenter besucht, um mehr über die Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen in Arbeitsgelegenheiten und ihre Grenzen zu erfahren.
Mehr zur Praxis bei der Vermittlung von "Ein-Euro-Kräften"
"Das Beste aus sich rausholen und sich dann noch selber übertreffen"
Erfahrungen mit Ein-Euro-Jobs

André Goede und Peter Priebe suchen mit Unterstützung des Jobcenters des Diakoniewerks Duisburg nach beruflichen Perspektiven. Als "Ein-Euro-Kräfte" verzichteten sie auf Urlaub, weil sie froh waren, "endlich wieder etwas zu tun zu haben". Sie bilden sich weiter, sie entwickeln im Rahmen ihrer Tätigkeit eigene kleine Projekte. Chancen auf dem "Ersten Arbeitsmarkt" sehen Sie aber kaum.
Portraits und O-Töne von (ehemaligen) Ein-Euro-Kräften
17. Mai 2010
Hartz IV-Wohnpauschale treibt Ghettobildung voran
Diakonie RWL lehnt pauschale Wohnkostenübernahme für Arbeitsuchende ab

Die Leistungen für Unterkunft und Heizung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV) sollen pauschal ausgezahlt werden, um ARGEn und Sozialgerichte zu entlasten. Die Diakonie RWL und der Westfälische Herbergsverband kritisieren diese Pläne, weil dabei individuelle Bedürfnisse zu kurz kommen.
Mehr über die Kritik der Diakonie RWL an Wohnpauschalen für Hartz IV-Empfänger
8. März 2010
Ehrliche Bilanz und nachhaltige Beschäftigungsförderung
Diakonie-Vorstand unterstützt SPD-Vorsitzende in der Sache

„Hannelore Kraft hat Mut bewiesen, auszusprechen, was Sache ist. Wir schaffen es seit Jahren nicht, eine große Gruppe von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so Pfarrer Dr. Uwe Becker, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.
Mehr über gemeinnützige Tätigkeiten für Arbeitslose
31. Oktober 2009
Zukunftskonvent der SPD
Diakonie-Vorstand Uwe Becker drängt auf eine Wende in der Arbeitsmarktpolitik

Das gängige Aktivierungs-Paradigma, das im Rahmen der Hartz-Gesetzgebungen Einzug in die Sozialgesetzbücher gefunden habe, ist gescheitert, sagte Dr. Uwe Becker, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, am Samstag auf dem Zukunftskonvent der nordrhein-westfälischen SPD.
Mehr zu den Inhalten und die Rede als Audiodatei zum Nachhören und zum Herunterladen
26. März 2009
Kirche und Diakonie dürfen sich mit dem gesellschaftlichen Ausschluss arbeitsloser Menschen nicht abfinden
Diakonie-Vorstand Dr. Uwe Becker predigt beim 20-jährigen Jubiläum der Arbeitsloseninitiative im Lahn-Dill-Kreis (WALI)

Wetzlar. Im Rahmen eines Festgottesdienstes mit anschließender Matinée feierte die WALI am 22. März 2009 ihr 20-jähriges Bestehen. Pfarrer Dr. Uwe Becker, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, würdigte das Engagement in der Beratungs- und politischen Lobbyarbeit mit und für arbeitslose Menschen. Er kritisierte zugleich, dass in unserer Gesellschaft das Menschsein auf das Arbeiten reduziert und Arbeitslosigkeit als gesellschaftlicher Makel definiert werde.
Arbeitslosigkeit
Mehr aus der Predigt von Pfarrer Dr. Uwe Becker