16. April 2010
China: Überlebenden macht die Kälte zu schaffen
Partner der Diakonie Katastrophenhilfe verteilt Hilfsgüter
Stuttgart, 16. April 2010. Zur Verstärkung der Helfer vor Ort hat die chinesische Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe weitere Mitarbeiter ins Erdbebengebiet im Nordwesten Chinas entsandt. Außerdem hat die "Amity Foundation" mit der Versorgung der Überlebenden mit Hilfsgütern begonnen. Als erstes werden Decken, Nahrungsmittel und Trinkwasser verteilt. Dringend benötigt werden außerdem Zelte sowie Medikamente. Die Höhenlage und die Kälte im Katastrophengebiet erschweren die Lage, wie die Mitarbeiter der Partnerorganisation des evangelischen Hilfswerks berichten.
In dem 4 000 Meter hoch gelegenen Katastrophengebiet drohe den Rettungsteams aus tiefer gelegenen Regionen die Höhenkrankheit, heißt es in Berichten aus der Region. "Jede Bewegung fällt schwer", berichtet ein Mitarbeiter der "Amity Foundation". Den Überlebenden macht die Kälte schwer zu schaffen. Die Temperaturen können bis zehn Grad unter Null sinken. Deshalb seien Zelte, Decken und warme Kleider dringend nötig. Auch Trinkwasser, Lebensmittel, Verbandsmaterial und Medikamente seien knapp, heißt es.
Mönche und Nomaden aus der Region helfen bei der Suche nach Überlebenden. Mit bloßen Händen suchen sie in den Trümmern, heißt es. Nach Angaben der "Amity Foundation" müssen nach den schweren Zerstörungen Tausende Menschen unter freiem Himmel leben. Viele der Überlebenden hätten bei eisiger Kälte schlaflose Nächte verbracht, berichten die Helfer weiter. Bisher hätten nur 30 Prozent der Überlebenden mit Zelten versorgt werden können.
Die Mitarbeiter der "Amity Foundation" haben gemeinsam mit den Helfern vor Ort sofort damit begonnen, die am schwersten betroffenen Opfer zu identifizieren, wie eine Mutter mit ihrem neugeborenen Baby. Sie werden als erste mit Hilfsgütern versorgt. Die chinesische Organisation ist seit Jahren Partnerorganisation des evangelischen Hilfswerks in Deutschland und hat viel Erfahrung in der Nothilfe bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Fluten oder Dürren.
Um die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützen zu können, bitten die kirchlichen Werke der westfälischen und der rheinischen Landeskirche um Spenden: Kennwort: "Erdbebenhilfe China".
Diakonisches Werk Rheinland:
Konto 1015, KD-Bank eG Dortmund, BLZ 350 601 90
Diakonisches Werk Westfalen:
Konto 21 000 35 033, KD-Bank eG Dortmund, BLZ 350 601 90
Für Rückfragen: Rainer Lang: 0711 2159-147 oder 0174 3135651