BereichsmenüChancenreich gegen Kinderarmut:


Sie sind hier: Start >

Chancenreich gegen Kinderarmut

Quote der unter 15-Jährigen am Höchsten

Armutsbericht 2010 für den Ennepe-Ruhr-Kreis

Mit dem Armutsbericht 2010 legte der Ennepe-Ruhr-Kreis den ersten kommunalen Bericht rund um das Thema Armut und soziale Teilhabe vor. Ziel der Studie ist es herauszufinden, welche Personengruppen in welcher Weise von Armut betroffen sind. Die Armuts- bzw. Mindestsicherungsquote im Kreis beträgt allgemein knapp 9 Prozent. Mit über 15 Prozent ist allerdings fast jedes sechste Kind unter 15 Jahren von Armut betroffen.

Zur Erfassung der Armut auf kommunaler Ebene orientieren sich die Verfasser an den so genannten „harten“ Indikatoren. Demzufolge werden die Lebenslagen von Menschen untersucht, die Leistungen nach den staatlichen/sozialen Mindestsicherungssystemen erhalten. Ergänzend werden Personenkreise untersucht, die ein „Leben an der Armutsgrenze“ bestreiten. Anhand vieler statistischer Zahlen, Grafiken sowie einzelner Beispiele wird das qualitative und das quantitative Ausmaß der Armut in der Region dargestellt.

Der Bericht beleuchtet zunächst den Armutsaspekt anhand der Einkommensverhältnisse im Kreis. Auf dieser Grundlage wird unter Einbeziehung aller gemeldeten Transferleistungsempfänger ein Kreis-Armutsquotenkonzept entworfen. Die Gruppe der Menschen, die auf soziale Mindestsicherung angewiesen ist, wird in einem nächsten Kapitel genauer betrachtet. Hier werden geschlechtsspezifische, Herkunfts- und Altersunterschiede deutlich gemacht. Der darauf folgende Teil beleuchtet jene Personengruppe, die an der Armutsgrenze lebt. Diese Personen verfügen in der Regel über ein Einkommen knapp über der staatlichen Mindestgrenze, werden daher von den Zahlen über Transferleistungen nicht erfasst und sind aus diesem Grund schwer zu ermitteln. Behandelt werden hier die Aspekte Einkommen, Arbeit, Bildung, Wohnen und Gesundheit. Der letzte und umfassendste Abschnitt befasst sich mit den lebenslagenorientierten Hilfen und Angeboten auf dem Gebiet im Ennepe-Ruhr-Kreis.

„Das Thema Armut im Ennepe-Ruhr-Kreis ist zu umfangreich und komplex, um alle seine Dimensionen in einem ersten Versuch zu erfassen“, heißt es im Fazit. Der Bericht gibt aber eine gute erste Übersicht zum Thema und ist Interessierten aus Theorie und Praxis zu empfehlen.

Material zum Download

Armutsbericht_Ennepe_Ruhr.pdf

zurück zur Liste