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Chancenreich gegen Kinderarmut

Gemeinde & Diakonie

Handbuch weist Wege zu mehr Zusammenarbeit

Hans W. Höroldt, Volker König (Hrsg.): Gemeinde & Diakonie. Neukirchen-Vlyun: eteos 2011, 16,80 Euro.

Kirchengemeinde und Diakonie gehören zusammen. Sie arbeiten aber nicht immer zusammen. Und manchmal kennt man sich kaum noch. Dieses Buch analysiert Entwicklungen, informiert über Projekte, erläutert Grundlagen und zeigt an Praxisbeispielen was zu tun ist. Zum Buch entsteht eine Internetseite, die vertiefendes Material anbietet.

Diakonie erleben - verstehen - gestalten. Dieser Dreischritt hat sich bereits bewährt als Grundlage für einen Basis-Kurs Diakonie auf Kirchenkreisebene für Haupt- und Ehrenamtliche in Kirchengemeinden. Aus dem Basiskurs, den Diakoniepfarrer Hans W. Höroldt aus Leverkusen entwickelt hat, wurde in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Diakonisches Profil und Kommunikation der Diakonie RWL die Konzeption des Buches entwickelt, das jetzt bei eteos erschienen ist.

Was das Buch bietet

Diakonie in der Gemeinde steht vor besonderen Herausforderungen. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten großen diakonischen Trägern bietet im Zusammenhang mit aktuellen Entwicklungen in der Gemeinwesen- und Quartiersarbeit besondere Chancen. Dies wird im Buch sowohl geschichtlich als auch systematisch reflektiert (Beiträge von Prof. Dieter Beese, Prof. Eberhard Hauschildt, Prof. Gerhard K. Schäfer, Prof. Franz Segbers, Reinhard van Spankeren). Erwartungen (Superintendent Christoph Pistorius) und Erfahrungen (Geschäftsführer Rainer Tyrakowski-Freese) aus zwei Kirchenkreisen runden das Bild ab. Besonders reizvoll ist der Blick von außen, den Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent aus Wuppertal, auf die gemeindlich-diakonische Binnenwelt wirft.

Im dritten Teil fließen Erfahrungen aus der Praxis ein: wie kann Diakonie in der Gemeinde belebt, gefördert, neu gestaltet werden. Klassische gemeindliche Arbeitsfelder rücken dabei in den Focus: Die Seelsorge etwa (Pfarrer Jürgen R. Nass), insbesondere aber der Gottesdienst. Er ist Vitalitätszentrum von Diakonie überhaupt (Paul-Herrmann Zellfelder), ist voller diakonischer Anknüpfungspunkte sowohl in seiner "normalen" sonntäglichen Gestalt (Pfarrerin Renate Niehaus) als auch in der besonderen Form von Diakonie-Gottesdiensten (Pfarrer Heinz-Werner Frantzmann). Auch weitreichendere Erfahrungen wie etwa die Durchführung eines "Jahres der Diakonie" (Reinhard van Spankeren) oder die Einrichtung einer Kontaktstelle Gemeindediakonie (Victor Birck) werden beschrieben. Die Chancen der Zusammenarbeit mit einem großen selbstständigen Träger zeigt am Beispiel der Behindertenhilfe Pfarrer Christian Dopheide auf. Die Möglichkeiten aus dem Bereich der Gemeinwesen- und Quartiersarbeit beschreibt Christiane Grabe.

Erfahrungs- und Entwicklungsplattform

Materialien, die über das hinaus gehen, was in einem Buch dargestellt werden kann, werden im Internet auf der Seite www.diakonie-rwl.de/gemeinde-diakonie eingestellt und fortlaufend ergänzt.

Für alle, die Interesse haben an dem Projekt Gemeinde-Diakonie, die gerne weiterdenken und weiterkommen wollen, bietet die Diakonie RWL in der Zeit Mai bis Juni 2011 eine Werkstatt "Gemeinde & Diakonie" an. Dazu gehören Veranstaltungen und eine Erfahrungs-, Lern- und Entwicklungsplattform im Internet.

Kontakt: Volker König, Leiter der Stabsstelle Diakonisches Profil und Kommunikation, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V., Telefon: 0211 6398-217, E-Mail:

 

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