Netzwerk Familienbildung – Puderbach
Was wird gemacht?
Das Netzwerk Familienbildung ist ein Förderprogramm des Landes Rheinland – Pfalz mit dem Ziel, Familienbildung auch bildungsfernen Familien zugänglich zu machen. Zum Netzwerk gehört ein Runder Tisch mit Kooperationspartnern aus der Region Puderbach (Kreis Neuwied) und die Planung und Umsetzung von Angeboten der Familienbildung. Durch die Kooperation der Netzwerkpartner (Kindergärten, Grundschulen, Verbandsgemeindeverwaltung, alle in der Verbandsgemeinde aktiven sozialen Dienste) werden gemeinsame Strategien entwickelt, wie auch benachteiligte Familien für Angebote erreicht werden können. Aufsuchende Arbeit bei Familien ist in Einzelfällen erfolgt. Es wurde eine Fortbildung für Mitarbeitende der Einrichtungen des Netzwerkes initiiert, in deren Mittelpunkt die Entwicklung neuer Konzepte steht, die möglichst breit Familien ansprechen. Zu den niederschwelligen Angeboten gehören das Müttercafe, die Hebammensprechstunde, und ein Kurs „Erste Hilfe am Kind“. Die Kurse sind - anders als bei sonstigern Angeboten der Familienbildung - kostenfrei.
Grundidee / Ziele
Die Grundidee des Netzwerkes ist die Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum für von Armut und Ausgrenzung betroffene Familien, da die Angebote bisher eher nur in der 25 km entfernten Kreisstadt zu finden waren. Die Kooperation aller Akteure im Raum, die mit den Problemen von Familien konfrontiert sind und die das Wachsen der Probleme beschreiben (Armut, Ausgrenzung, Kinder in Familien ohne Zukunftsperspektiven), ermöglicht zunächst ein gegenseitiges Kennen lernen und eine verstärkte Zusammenarbeit im Interesse betroffener Familien. Die Integration der Familienbildung ins Diakonische Werk eröffnet den niederschwelligen Zugang zur Beratung.
Wer soll profitieren?
Besonders sollen benachteiligte Familien profitieren, aber durch die Familienbildung wird eine Mischung der Gruppen sichergestellt. So entstehen Beziehungen insbesondere von jungen Müttern, die sich gegenseitig unterstützen. Die verbessere Qualität der Angebote durch fachliche Begleitung des Netzwerkes führt zusätzlich zu einer größeren Zufriedenheit der Mitarbeitenden in sozialen Einrichtungen.
Trägerschaft und Kooperation
Träger des Netzwerkes Familienbildung ist die evangelische Mobile Familienbildung des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Wied. Kooperiert wird mit allen Einrichtungen, die ihren Sitz in der Region haben oder in der Region tätig sind und am Thema interessiert sind.
Wer macht es?
Für das Netzwerk ist eine Dipl. Sozialarbeiterin im Rahmen von 8 Stunden wöchentlich beschäftigt.
Was wird benötigt?
Benötigt werden Räume für Gruppen und den Runden Tisch (ggf. Abholdienst), die in Puderbach von der Ev. Kirchengemeinde gestellt werden.
Woher kommt das Geld?
Das Netzwerk finanziert sich durch Projektmittel des Landes Rheinland Pfalz (12.000 €) sowie Eigenmittel des Trägers in Höhe von ca. 10-15% (Honorare für Kurse und Veranstaltungen, geringfügig Sachkosten)
Wie machen Sie Ihr Angebot bekannt?
Das Angebot wird durch Flyer, Plakate, Gemeindebrief, Presse, Internet und gezielte Ansprache von Einzelpersonen beworben.
Über die normale Öffentlichkeitsarbeit erreicht man nur Personen, die von sich aus Kontakte suchen (z.B. Frauen, die neu in der Umgebung sind und Kontakte suchen, die dann aber auch bei der Stange bleiben!). Neue Familien, gerade unsichere, erreicht man nur durch gezielte, persönliche Ansprache, die das Angebot vorstellbar schildert, Ängste ausräumt und z.B. verbindlichen Abholdienst anbietet. Diese müssen auch weiter mit begleitender, aufsuchender Arbeit gefördert werden.
Was bringt es?
Wo es gelingt, Familien zu unterstützen, können sich bessere Perspektiven für die Zukunft entwickeln, insbesondere werden Schwierigkeiten ausgeräumt bevor sich Lern- oder Verhaltensdefizite der Kinder entwickelt haben.
Weitere Informationen
Das Angebot Müttercafe ist nur als Türöffner für weitere Netzwerkarbeit in der Region zu verstehen. In Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch der Region muss mit Kindergärten, Schulen, Jugendamt etc. weiter überlegt werden, wie Problemfamilien erreicht und angesprochen werden können. Das wird aufsuchende Arbeit erfordern, für die gemeinsame Konzepte und Strategien entwickelt werden müssen.
In Puderbach bietet das Diakonische Werk regelmäßig Außensprechstunden der Schuldner- und Insolvenzberatung, der Schwangerschaftsberatung und der Erziehungs-, Ehe- und Lebensberatung an. Die Tafel in Puderbach wird durch ein Beratungsangebot des Diakonischen Werkes unterstützt.
Ansprechpartner
Ev. Mobile Familienbildung des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis Wied
Frau Stephanie Arbeiter
Rheinstr. 69
56564 Neuwied
Tel.: 02631/3922-62
arbeiter@diakonie-neuwied.de