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Chancenreich gegen Kinderarmut

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Projekte

"Geld und Liebe" - Interaktives Theaterstück - Bonn

Schauspielerin mit leerer Butterbrotdose

Szene aus "Geld und Liebe"

Fotos: Manfred Zaude

Was wird gemacht?

Das Forumtheater inszene bringt konfliktreiche Situationen aus dem Alltag von Kindern und ihren Familien auf die Bühne. Gezeigt werden Szenen aus dem wirklichen Leben. Regisseurin Wilckens- von Hein befragte im Vorfeld Erzieherinnen, sprach mit Eltern und Kindern und informierte sich in Schulen. Sie legt Wert darauf, dass die Situationen auf der Bühne nicht übertrieben sind und jeweils reale Vorlagen haben. Auch die Rolle der Zuschauer ist beim Forumtheater anders als sonst: „Was fehlt den Kindern und was würden Sie tun?“ fragt Friderike Wilckens- von Hein am Ende des Stückes. Sie fordert die Zuschauer auf, eigene Lösungsvorschläge für die gezeigten Probleme zu entwickeln und diese zusammen mit den Schauspielerinnen direkt auf der Bühne auszuprobieren.

Grundidee / Ziele

Mit dem Theaterstück möchte die Diakonie unterschiedliche Arten von Armut für die Zuschauer spürbar werden lassen und zum Ausprobieren von Veränderungen anregen. Eltern und Fachkräfte sollen sensibilisiert werden für die Bedürfnisse von Kindern und insbesondere für die Lage von Kindern aus einkommensschwachen Familien.

Szene aus "Geld und Liebe"

Wer soll profitieren?

Das Theaterstück wird in Familienzentren, Kindergärten, Grundschulen, beim Kinderschutzbund und ähnlichen Einrichtungen aufgeführt. Es nehmen die Eltern der Kinder, die die Einrichtungen besuchen, teil. Außerdem werden die Fachkräfte (ErzieherInnen, SozialpädagInnen, LehrerInnen) und Entscheidungsträger/Vertreter aus Politik und Verwaltung gezielt eingeladen.

Trägerschaft und Kooperation

Träger des Projektes ist das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises an Sieg und Rhein in Kooperation mit Forumtheater inszene und der HIT-Stiftung.

Wer macht es?

Die Theatergruppe besteht aus drei Berufsschauspielerinnen, einer künstlerischen Leitung und Regisseurin Friderike Wilckens- von Hein. Projektverantwortliche in der Diakonie ist Kirsten Steinhoff. Veranstalter ist diejenige Institution, die sich das Theaterstück in Ihre Einrichtung holt.

Was wird benötigt?

Wir benötigen interessierte Einrichtungen/Institutionen, die das Theaterstückstück bei sich zur Aufführung bringen lassen wollen. Dafür wird ein Raum gebraucht, der Platz für die Aufführung und für ca. 40 – 70 Zuschauer bietet (Bühne wird nicht benötigt). Es kommen Gemeindesäle, Turnhallen, Kirchen u.ä. in Frage. Darüber hinaus wird nichts gebraucht, da Forumtheater inszene alles mitbringt.

Woher kommt das Geld?

Aktuell haben wir eine Förderung der HIT-Stiftung, die uns die Stückentwicklung und sechs Auftritte ermöglicht hat. Außerdem haben sich die Diakonie An Sieg und Rhein sowie Forumtheater mit Eigenmitteln eingebracht.

Wie machen Sie Ihr Angebot bekannt?

Wir haben einen Flyer entwickelt, den jeder Veranstalter nutzen kann. Vor jeder Veranstaltung verschicken wir und/oder der Veranstalter gezielte Einladungen und laden die regionale Presse ein. Die Eltern der jeweiligen Einrichtung werden von der Einrichtungsleitung persönlich angesprochen und eingeladen. Außerdem gibt es Informationen über die Internetseiten des Kirchenkreises und des Forumtheaters (siehe Kontakt) . Jeder Veranstalter kann für sich selber entscheiden, welche weiteren Werbewege er nutzen möchte.

Drei Erwachsene Personen stehen auf der Bühne

Szenische Diskussion im Anschluss des Stücks

Was bringt es?

Im Anschluss an die Präsentation des Stückes wird das Publikum aufgefordert, Lösungs- und Handlungsvorschläge für den jeweils dargestellten Konflikt auf der Bühne auszuprobieren. Dabei agieren die Schauspieler weiterhin als Gegenspieler. Sie fordern die Zuschauer heraus, sich dem Konflikt zu stellen, nicht aufzugeben, sondern nach immer neuen Handlungsalternativen zu suchen. Neue Ideen werden geboren; neue Sichtweisen tun sich auf. Am Ende haben die Zuschauer ein ganzes Spektrum an Handlungsmöglichkeiten gesehen und ausprobiert.
Damit das Theater nicht nur Theater bleibt, werden in einer abschließenden Phase konkrete Vorschläge gesammelt, die sich an Institutionen und öffentliche Einrichtungen richten. Diese Vorschläge werden an die zuständigen Stellen (z.B. Familienzentrum, Schule, Kommunalpolitiker, etc.) weitergeleitet. Angeregt durch die szenische Diskussion der Theater-Foren können positive Impulse aufgegriffen und zur Umsetzung gebracht werden.

Weitere Informationen

Forumtheater ist eine emanzipatorische Theaterform, die von dem brasilianischen Theaterpädagogen Augusto Boal in den 70er Jahren entwickelt wurden. Forumtheater wird weltweit als Methode der Bewusstseinsbildung und der Friedensförderung eingesetzt. In Deutschland findet das Forumtheater seit 2001 im Rahmen von Anti-Rassismusarbeit und Förderung von Zivilcourage Beachtung. Die Methode ermöglicht es der Zielgruppe, ihre Probleme und Schwierigkeiten in einem konstruktiven und unterstützenden Umfeld zu thematisieren. Die Scham, sich mit seinen Problemen zu zeigen, wird überwunden, da sich die Betroffenen der Bühnenfiguren bedienen können, um persönliche Schwierigkeiten auszudrücken.

Ansprechpartner

Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein
Kirsten Steinhoff
Siegfried-Leopold-Straße 74
53225 Bonn
Tel.: 02 28  47 18 24
Fax: 02 28  68 82 998
steinhoff@diakonie-sieg-rhein.de
www.diakonie-sieg-rhein.de

forumtheater inszene e.V.
Friderike Wilckens-von Hein
Am Hofgarten 3
53809 Ruppichteroth
Tel.: 0 22 47  90 04 00
Fax: 0 22 47  90 04 01
info@forumtheater-inszene.de
www.forumtheater-inszene.de

Dokument zum Download

Infoblatt des "Geld und Liebe" Projekts
GeldundLiebe_Flyer.pdf

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