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Projekte

Mutter-Kind-Freizeit - Heiligenhaus

Spielende Kinder am Strand

Norderney, 2006

 

Was wird gemacht?

Die Mutter-Kind-Freizeit findet jedes Jahr in den Sommerferien über 14 Tage auf einer Ferienanlage am Meer statt. Die Hin- und Rückfahrt wird gemeinsam organisiert und vor Ort werden u. a. Ausflüge mit dem Schiff gemacht, miteinander gesungen und bei der abendlichen Traumstunde Geschichten erzählt, als Piraten auf Schatzsuche gegangen, gespielt, geschwommen, gebastelt und Gelegenheiten für Gespräche genutzt. Unter pädagogischer Begleitung wird vor allem Wert darauf gelegt, dass die Mutter-Kind-Beziehung gestärkt wird und die Mütter während dieser Zeit entlastet und betreut werden.

Grundidee / Ziele

Allein erziehende Mütter mit geringem Einkommen haben häufig nicht die Möglichkeit und die Mittel für längere Zeit ans Meer zu fahren oder überhaupt einmal in den Ferien mit ihren Kindern in den Urlaub zu fahren. Dabei ist vor allem bei Kindern mit Allergien oder Atemwegproblemen eine Erholung am Meer für die Gesundheit enorm wichtig. Auch die Abwechslung vom Alltag und der Abstand von der gewohnten Umgebung können bei belastenden Familiensituationen sehr entspannend und befreiend auf die zwischenmenschlichen Beziehungen der Familienmitglieder wirken. Die Freizeit mit der pädagogischen Begleitung gibt diesen Familien die besondere Möglichkeit eine solche Gelegenheit zu ergreifen.

Wer soll profitieren?

Das Projekt richtet sich an allein erziehende Elternteile, meist Mütter, die für ihre Kinder alleine sorgen müssen und hinzu auch nur über geringes Einkommen verfügen (ALG II oder Sozialgeld). Auch gilt dieses Angebot vor allem Kindern, die z.B. unter Asthma oder Allergien leiden oder auch anderen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sind. Viele von den Familien und Elternteilen befinden sich oft zusätzlich in schwierigen Lebensumständen und bedürfen besonders Unterstützung in der Erziehung ihrer Kinder. 

Trägerschaft und Kooperation

Träger des Projektes ist die evangelische Kirchengemeinde Heiligenhaus. Doch ist die Mutter-Kind-Freizeit eingereiht im breiten Angebot „Treffpunkt Familie“, das ein Gesamtangebot von dem Kirchenkreis Niederberg zur Erwachsenenbildung ist. Diese sind Mitglied im Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Nordrhein. Kooperationen finden oft mit dem Jugendamt statt, da bei Bedarf an sie weiter vermittelt wird. Der Kontakt mit katholischen Kirchengemeinden entsteht durch katholische Besucher.  

Wer macht es?

Eine Religionspädagogin als Leiterin bereitet die Freizeit in Vortreffen mit den Müttern vor, koordiniert die Reise vor Ort und bietet auch Beratung für die Mütter nach der Freizeit zurück in der Alltagsumgebung an. Während den 14 Tagen betreuen eine Jugendmitarbeiterin und eine ehrenamtliche Mitarbeiterin (Erzieherin) die Gruppe mit. Auch die Mütter bringen sich mit ihren individuellen Ressourcen mit ein und bieten der Gruppe einige Programmpunkte auf der Freizeit an. 

Was wird benötigt? Räume, andere Infrastruktur, Geld

Für die Mutter-Kind-Freizeit ist eine Örtlichkeit zu suchen, die nah am Meer gelegen ist. Für die vielen Familien, denen es an finanziellen Mitteln mangelt, müssen Wege gefunden werden, an Spendenmitteln oder Bezuschussungen zu gelangen. 

Woher kommt das Geld?

Die Stadt bezuschusst Familien mit geringem Einkommen alle drei Jahre für eine Freizeit. Die evangelische Kirchengemeinde Heiligenhaus finanziert die Stelle der Religionspädagogin und die der Jugendmitarbeiterin. Ansonsten stehen für die einzelnen Bedürfnisse der Familien, kleine Summen an Diakoniemittel und Gemeindekollekten zur Verfügung, die teilweise durch schlichte Spendenaufrufe eingeholt werden. 

Wie machen Sie Ihr Angebot bekannt?

Für das Projekt wird anhand der Prospekte von „Treffpunkt Familie“ der evangelischen Erwachsenenbildung geworben. Auch über Mund-zu-Mund-Propaganda wurde das Angebot unter den Familien bekannt.

Was bringt es?

Die Mütter werden in ihrem Erziehungsverhalten gestärkt und die Beziehung zwischen Elternteil und Kind wird gefördert. Die Kinder, die unter gesundheitlichen Beschwerden leiden, haben die Möglichkeit sich an der Strandluft zu erholen. Auch die stressige Krisensituation im Alltag der Familien hat die Möglichkeit, sich durch die intensive Begleitung, die erfrischende andere Umgebung und dem strukturierten Freizeitprogramm zu lösen und zu entspannen.


Ansprechpartner

Elke Weitzig
Telefon 02056 25216
Rhönstraße 3
42579 Heiligenhaus

Sprechstunden Do. 8.30-10.00 Uhr
www.evangelische-kirche-heiligenhaus.de

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