Kinder Garten Teller – Remscheid

Was wird gemacht?
Die Aktion „Kindergartenteller“ unterstützt unbürokratisch bedürftige Kinder und Eltern, indem die Hälfte der Kosten für das Mittagessen verlässlich für das Kindergartenjahr bezuschusst wird. Voraussetzung ist der Besitz der „KaRe-Karte“, die vom Diakonischen Werk ausgegeben wird. Die Eltern bezahlen bei Vorlage der weißen Kundenkarte des Kaufhauses Remscheid dann statt 40 nur 20 Euro im Monat an Essensgeld. Durch das Kundenkartenprinzip erhalten die Eltern Kontakt zu anderen Hilfsangeboten der Evangelischen Kirche und müssen ihre Einkommensverhältnisse nicht der ihnen bekannten Erzieherin „offenbaren“.
Grundidee / Ziele
Zum Leben im Kindergarten gehört auch das gemeinsame Mittagessen. Was ist aber, wenn sich Eltern dieses Mittagessen, das in der Regel zwischen ca. 2,50 Euro kostet, nicht leisten können? Sie sind gezwungen, ihr Kind mittags früher aus der Kindertagesstätte zu nehmen. Die Folge ist: Das Kind fühlt sich ausgegrenzt und kann an einem wichtigen gemeinschaftlichen Erlebnis nicht teilnehmen.
Im Kindergarten „Himmelszelt“ sind 14 von 61 Kindern von Armut betroffen. Das sind Kinder aus Familien, die von Hartz IV bzw. vergleichbarem Einkommen leben müssen. Und dies sind nur die Eltern, die sich bei uns gemeldet haben - die Dunkelziffer ist vermutlich noch größer.
Wer soll profitieren?
Das Angebot richtet sich an Kinder aus Familien, die von Hartz IV bzw. vergleichbarem Einkommen leben müssen.
Trägerschaft und Kooperation
„Kinder Garten Teller“ ist eine Aktion der Remscheider Kirchengemeinden und des diakonischen Werkes des Evangelischen Kirchenkreises Lennep.
Die Aktion wurde zunächst gestartet für alle konfessionellen Kindertageseinrichtungen, die sich in Alt-Remscheid zu folgenden Familienzentren zusammengeschlossen haben: Evangelisches Familienzentrum Remscheid-Stadt, Familienzentrum Johannes-Nest und Familienzentrum St. Marien.
Wer macht es?
Die Koordinierung des Projektes geschieht durch eine Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes im „Treffpunkt“, dem diakonischen Zentrum für Arbeitssuchende in Remscheid.
Was wird benötigt?
Um die gegenwärtigen Bedürfnisse in allen konfessionellen Kindergärten Alt-Remscheids zu decken, wird eine jährliche Summe von ca. 15.000 € benötigt.
Woher kommt das Geld?
Der Zuschuss zum Essensgeld wird mit jährlich 3.000 € aus Diakoniemitteln finanziert. Zusätzlich wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Kirchengemeinden, Stiftungen, Firmen und Einzelpersonen unterstützen das Projekt.
Wie machen Sie Ihr Angebot bekannt?
Geworben wird durch Presse, Flyer, Internet und gezielte Werbung bei Anmeldung in den Kindergärten der Familienzentren.
Was bringt es?
Mit dem „KaRe-Karte“-Verfahren besteht die Möglichkeit, die Eltern auch gleichzeitig auf das Angebot des Kaufhauses Remscheid und auf das Beratungszentrum des Diakonischen Werkes aufmerksam machen können.
Wir wissen nicht, wie lange das noch möglich ist. Es wäre schön, wenn viele sich daran beteiligen würden und so mit helfen könnten, dass wir den betroffenen Kindern und Familien auch künftig helfen können. Uns ist es sehr wichtig, dass diese Kinder die gleichen Möglichkeiten und Bildungschancen haben wie alle anderen auch.
Ansprechpartner
„TREFFPUNKT“
des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Lennep
Ambrosius Vaßbenderplatz 1
42853 Remscheid
Tel. 02191/ 5 91 60 50