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10. November 2011

Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Griechenland

Netzwerk für neue Generation griechischer Zuwanderer

Portraitfoto von Ioanna Zacharaki

"Ich habe erfahren, wie es ist, als Griechin nach Deutschland zu kommen": Ioanna Zacharaki war 18 Jahre alt, als sie am 26. Oktober 1981 nach Deutschland kam, ohne Sprachkenntnisse und ohne soziales Netzwerk. Seit 1994 arbeitet Ioanna Zacharaki als Referentin für Integration und Interkulturalität bei der Diakonie RWL.

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise in Griechenland häufen sich die Anfragen von neuzugewanderten Griechinnen und Griechen bei den Migrationsdiensten. Bereits im Jahr 2010 stieg die Zahl der Neuzuwanderer aus Griechenland nach NRW auf 2754. In Düsseldorf waren es in dem Jahr 320 Personen, in Köln 221, in Dortmund 134, im Märkischen Kreis 123 und in Duisburg 101. Die Tendenz ist weiter steigend. Nun initiiert die Diakonie RWL gemeinsam mit vielen Partnern ein Netzwerk für die neue Generation griechischer Zuwanderer.

"Viele Akademiker aber auch viele besorgte junge Familien machen sich auf den Weg nach Deutschland", berichtet Ioanna Zacharaki, Referentin für Integration und Interkulturalität der Diakonie RWL, "auch mich persönlich erreichen viele Anrufe von Personen aus Griechenland, welche sich über die Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland informieren möchten."

Aus diesem Grund initiiert die Diakonie RWL in Kooperation mit der Griechischen Gemeinde Düsseldorf e.V., vieler Vereine aus der Region, der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung e. V. sowie weiterer engagierter Personen die Bildung eines Netzwerks zur akuten Selbsthilfe. Ehrenamtliche und freiwillige Akteure aus den verschiedenen Vereinen und Einrichtungen werden den Migrationsberatungsstellen, den Jugendmigrationsdiensten und den Integrationsagenturen der Diakonie RWL zur Seite stehen.

Georgios Rougas und Ionna Zacharaki am Podiumstisch

Georgios Rougas, Vorsitzender der Griechischen Gemeinde in Düsseldorf und Ionna Zacharaki

Erste Ergebnisse

Am 8. November 2011 hat ein erstes Netzwerktreffen stattgefunden. Die Beteiligten tauschten sich über die vorhandenen Bedarfe und gemeinsamen Handlungsmöglichkeiten aus. In einem ersten Schritt soll eine aktuelle Datenbank von relevanten Organisationen und Akteuren und ein Wegweiser für Neuzugewanderte erstellt werden.


Ansprechpartnerinnen bei der Diakonie RWL
Ioanna Zacharaki, Referentin für Integration und Interkulturalität, Tel: 0211 6398 253, i.zacharaki@diakonie-rwl.de
Chrissa Stamatopoulou, Integrationsagentur, Tel.: 0211 6398 347, h.stamatopoulou@diakonie-rwl.de

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