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11. Oktober 2011

Internationaler Austausch

Pflege-Führungskräfte aus Vologda (Russland) zu Besuch bei der Diakonie RWL

Porträt von Ulrich Christofczik

Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleitung der Diakonie RWL

Eine hochrangige Delegation aus der Region Vologda in Russland besucht zurzeit die Diakonie RWL und zahlreiche Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe in Münster und im Münsterland. Geschäftsbereichsleiter Ulrich Christofczik begrüßte die Gäste in der Geschäftsstelle Münster und informierte sie über Grundzüge des deutschen Sozialsystems und die Hauptaufgaben der Diakonie.


Strammes Besuchsprogramm

Viel vorgenommen haben sich die fünf Direktorinnen aus Russland, die in ihrer Heimat für verschiedene Organisationen und Häuser der Alten- und Behindertenhilfe verantwortlich sind. Begleitet werden sie von einer Übersetzerin und von Martin Schofer, früher Abteilungsleiter im Diakonischen Werk Westfalen. Das Besuchsprogramm findet statt im Rahmen der Aktivitäten des Vereins Sophia. Bei der Diakonie RWL geben Andrea Spanuth, Michael Dreiucker und Dietrich Buettner Einblicke in die Arbeitsfelder der Behindertenhilfe und der Hospizarbeit. In seiner Begrüßungsansprache wies Ulrich Christofczik auf die Anforderungen hin, die sich durch den demografischen Wandel ergeben. Bis 2020 wird die Zahl der Pflegebedürftigen aller Voraussicht nach von 2,4 Millionen auf 3,4 Millionen steigen. Ihm sei allerdings im deutsch-russischen Ländervergleich bewusst, so Christofczik, „auf welchem Niveau wir meinen, große Probleme zu haben.“

 

Die Informationen über die Diakonie als Wohlfahrtsverband werden in den kommenden Tagen in einem umfangreichen Besichtigungs- und Austauschprogramm anschaulich gemacht. Der Meckmannshof und das Klarastift sind Beispiele für stationäre Altenhilfe, die Westfalenfleiß-Werkstätten und Gut Kinderhaus geben neben dem Eva-von-Thiele-Winkler-Haus in Nordwalde Einblicke in moderne Hilfen für Behinderte. Im Hospiz „Lebenshaus“ in Münster-Handorf können sich die russischen Fachkräfte über ambulante Hospizarbeit und Trauergruppen informieren.

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