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27. September 2011

Väterarbeit in Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen stärken

Praxisentwicklungsprojekt will Hilfen verbessern

Dr. Nicole Knuth, Referentin der Diakonie RWL

Wie kann die Arbeit in Mutter-Vater-Kind Einrichtungen verbessert und an veränderte Bedürfnisse von jungen Müttern und Vätern angepasst werden? Mit dieser Frage befasste sich ein Praxisentwicklungsprojekt der Technischen Universität Dortmund, das im Rahmen eines Fachtages der Diakonie RWL in Kooperation mit der TU Dortmund vorgestellt wurde. "Wir müssen die Väter in den Einrichtungen für junge Mütter stärker einbinden. Die sind oft hoch motiviert und wollen am Familienleben teilnehmen", so Prof. Dr. Uwe Uhlendorff von der TU Dortmund bei der Vorstellung der Ergebnisse des Modellprojektes auf der Fachtagung. "Problematisch ist, dass die Väterarbeit oft nicht finanziert wird. Hier gilt es auch politisch aktiv zu werden",  ergänzte Dr. Nicole Knuth, Referentin der Diakonie Rheinland-Westfalen Lippe.

 

Minderjährige Mütter stehen bei einer frühen Schwangerschaft vor großen Herausforderungen und brauchen Hilfestellungen, um den kritischen Lebensmoment zu bewältigen. "Die jungen Frauen in den Einrichtungen brauchen Entlastung, gleichzeitig spielt Partizipation in diesem Moment eine große Rolle, damit später ein selbstständiges Leben als Familie gelingt", meinte Dorle Kliche von der TU Dortmund. Insbesondere der Einzug in die Einrichtung und die Betreuung nach dem Auszug müssten besonders begleitet werden. Dabei stehen bei der Beratung ganz konkrete Fragen an, die viele Eltern zu bewältigen haben, wie zum Beispiel die Partnerschaft gestaltet werden kann, für welches Familienmodell man sich entscheidet oder auch die Suche nach eigenen Hobbys neben dem Muttersein. Die Vernetzung aller Beteiligten vom Jugendamt bis hin zu den eigenen Eltern spiele eine große Rolle für den Erfolg junger Familien. Besonders entscheidend sei der ganz persönliche Draht zum pädagogischen Personal vor Ort.

 

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