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Berufliche Bildung

Ausbildungskampagne in Köln

Diakonie und Caritas suchen Pflege-Azubis

Präsentieren die Ausbildungskampagne (von links): Rainer Dempwolf (Diakonie Michaelshoven), Claudia Schwarz, Jörg Schmitz (Diakonie Michaelshoven), Jonas Cuhlmann, Beate Linz (Diakonie gGmbH), Jens Budde (Die Johanniter), Jette Ziemer, Maria Harnisch (Caritasverband Köln) Foto: Marianna Jürgens

„Sag nicht, wir hätten es Dir nicht gesagt" lautet das Motto einer ökumenischen Kampagne in Köln: Sie will junge Leute für eine Ausbildung in der Ambulanten Pflege begeistern. Gemeinsam haben das Diakonische Werk Köln und Region, die Diakonie Michaelshoven, Die Johanniter und der Cartitasverband Köln die Initiative Ende Januar gestartet. Mit 30.000 Postkarten machen sie aufmerksam auf die neu geschaltete Internet- Adresse „www.sagnichtwirhaettenesdirnichtgesagt.de". Hier gibt es Informationen zum Pflegeberuf, Links zu den vier Trägern und die Möglichkeit, sich direkt zu bewerben oder Fragen zu senden. „Wir Träger haben alle das gleiche Problem: Uns fehlt der Nachwuchs", erläutert Beate Linz, Geschäftsführerin der Diakonie gGmbH die gemeinsame Aktion. Die Kampagne sei „jung, frisch und provokativ und macht neugierig." Auch die Internet-Adresse sei absichtlich so besonders lang. Linz: „Wir dachten, kurz kann jeder, da machen wir mal etwas anderes."

„Ich war schon neugierig, was dahinter steckt"

Motiv und Botschaft kommen bei jungen Leuten an. Dies bestätigen auch die Jugendlichen während der Präsentation der Kampagne im neuen Jugendcafé „Starbugs" im Kölner Zentrum. „Ich war schon neugierig, was dahinter steckt", verrät Claudia Schwarz, die gemeinsam mit ihrer Freundin Jette Ziemer die ersten Karten in Schulen, Bibliotheken und Cafés verteilt hat. „Du hast Chancen. Du hast Zukunft. Wir haben Berufe" ist auf den Karten zu lesen.

„Der Pflegeberuf ist zwar anstrengend, bietet aber gerade im ambulanten Bereich auch viele Reize", meint Beate Linz und zählt die Vorteile auf: selbstständiges Arbeiten beim Kunden vor Ort, mobil mit dem Auto unterwegs, sichererer Arbeitsplatz mit Zukunft und Aufstiegsmöglichkeiten. „Wir brauchen immer gute Leitungskräfte."

Als einer der ersten Auszubildenden speziell in der ambulanten Altenpflege ist Jonas Cuhlmann im Oktober 2008 gestartet. Der gelernte Schreiner schätzt besonders den direkten Umgang mit Menschen, aber auch die Fahrpraxis mit dem Auto. „Hier lerne ich wirklich für´s Leben: von der Pflege bis zum Einparken." Und am Feierabend habe er „das gute Gefühl, Menschen geholfen zu haben."

Text: Martina Schönhals

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