9. September 2011
Erst freiwillig, dann beruflich engagiert
Berufsbildungsmesse am 24. September in Gelsenkirchen

"Ich mache ein FSJ bei der Diakonie RWL, weil ich die Zeit zwischen Schule und Ausbildung sinnvoll überbrücken will." (Lisa)
Informationen zum Freiwilligendienst
Die Wehrpflicht ist abgeschafft und damit auch der Zivildienst. Neu aufgebaut wird der Bundesfreiwilligendienst. Das Freiwillige Soziale Jahr wird ausgebaut. Jugendliche in den Freiwilligendiensten lernen die Praxis der sozialen Arbeit und der Pflege kennen. Ein großer Teil von ihnen will nach dem Dienst einen sozialen Beruf ergreifen, weil die Arbeit mit Menschen viel Freude gemacht hat. Der Personalbedarf in den Gesundheitsberufen ist hoch. Und er steigt in der alternden Gesellschaft noch an. Die Diakonie RWL veranstaltet für junge Menschen im Freiwilligendienst jetzt eine Berufsbildungsmesse in Gelsenkirchen.
Am 24. September werden in der Evangelischen Gesamtschule 500 Freiwillige erwartet. "Ziel ist es", so heißt es in der Einladung, "den jungen Menschen kirchlich-diakonische Arbeitsfelder, soziale Berufe und Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vorzustellen und möglichst viele Freiwillige mittelfristig für eine weitere Beschäftigung bei der Diakonie zu gewinnen."

Jürgen Thor, Initiator der Berufsbildungsmesse
"Gib der Diakonie ein Gesicht"
Jürgen Thor ist Referent für Freiwilligendienste bei der Diakonie RWL. Mit seinem Team bereitet er die Informationsveranstaltung in Gelsenkirchen vor. Das Motto "Gib der Diakonie ein Gesicht" folgt der Kampagne "Gib dem Freiwilligendienst ein Gesicht". Es sind konkrete Personen, die der Diakonie ihr Gesicht, ihre vielen Gesichter geben. Mehr als 30 Aussteller präsentieren sich in Gelsenkirchen. Das Spektrum reicht von der Jugendhilfe Münsterland über die Evangelischen Berufskollegs bis zu den Diakoniestationen aus Essen oder der Fachhochschule der Diakonie aus Bielefeld. Einen internationalen Akzent setzt die niederländische Hochschule für Soziale Arbeit aus Nijmegen. Die Fachhochschule Münster stellt ihr Schnupperstudium der Sozialen Arbeit vor, das man an Wochenenden schon während des Freiwilligendienstes absolvieren kann. Die gesamte Bandbreite der Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten für alle Arbeitsfelder wird vorgestellt:, Kindertagesstätte, Jugendhilfe, Ganztagsschule, Altenhilfe, Behindertenhilfe, Krankenhaus, Tagungsstätten und Beratungsstellen.
Neben papierförmigen und elektronischen Infomaterialien gibt es auch "Aktivstationen". "Die jungen Menschen kann man ja nicht mit zu viel Theorie quälen", erläutert Jürgen Thor schmunzelnd. Beim Rollstuhlparcours oder im Blindencafe kann man sich spielerisch einfühlen in die Arbeit mit Menschen mit Handicaps. Viele Menschen, so kann Experte Thor berichten, nutzen die Freiwilligendienste, um in mögliche zukünftige Berufsrollen hineinzuschnuppern und festzustellen, ob sie für die menschlich anspruchsvollen pflegerischen, pädagogischen und sozialen Berufstätigkeiten geeignet sind. "90 Prozent sagen nach dem freiwilligen Dienst, das ist es, aber 10 Prozent - und das ist uns genauso wichtig - erleben, dass sie sich für ihre berufliche Zukunft lieber anders orientieren sollten."
Materialien
- Programm der Berufsbildungsmesse
- Programm der Diakonie-Berufsbildungsmesse am 24. September in Gelsenkirchen
Weitere Informationen
- Freiwilligendienste
- http://www.diakonie-rwl.de/freiwilligendienste
- Diakonie-Berufslotse
- www.diakonie-rwl.de/berufliche-bildung