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Berufliche Bildung

5. Oktober 2011

Auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungsverständnis

Stellungnahme der Evangelischen Kirche im Rheinland

Portraitfoto

Barbara Montag

In öffentlichen Debatten hat sich ein neuer Begriff etabliert: Inklusion. Deutschland ist 2009 der UN-Behindertenrechtskonvention beigetreten, in der Inklusion ein zentraler Begriff ist. Dies hat Konsequenzen für das gesamte Bildungs- und Sozialsystem. Unter dem Titel: "Auf dem Weg zu einem neuen Bildungsverständnis" ist nun eine Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland zu dem Thema erschienen.

"Die Arbeitshilfe will allen mitbeteiligten Akteuren Anregungen geben. Sie versteht sich als Impulspapier, nicht als fertiges, abgeschlossenes Projekt und Konzept", so Barbara Montag von der Diakonie RWL, die an der Erstellung der Arbeitshilfe beteiligt war.

Die Arbeitshilfe erläutert  den geschichtlichen Verlauf von der Integration zur Inklusion und bilanziert Inklusion im Spiegel von bereits bestehenden evangelischen Verlautbarungen. Die Arbeitshilfe bewertet dafür die Konsequenzen für ein inklusives Bildungsverständnis aus evangelischer Sicht. Erste Schritte/Ideen der konkreten Umsetzungen vor Ort werden aufgezeigt.

Die Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen sollen deutlich gestärkt werden - Selbstbestimmung, Normalisierungsprinzip und Vielfalt heißen nun die Schlüsselbegriffe. Diese Begriffe sollen zum Motor der Entwicklungen werden. Das Thema soll nun alle bildungspolitischen Anstrengungen mitbestimmen. Es zeige fortan die Richtungen an, in die sich Schulen, Kindertagesstätten und Bildungseinrichtungen zu orientieren haben.

"Inklusion ist aus evangelischer Perspektive richtig, wichtig und tut not", so Barbara Montag - "wohl wissend, aus der Perspektive des Glaubens ist es normal, verschieden zu sein - weil jeder/jede im Sinne der Gottesebenbildlichkeit wichtig ist - weil jeder/jede etwas kann, von dem alle profitieren können." Inklusive Bildung sei ein anspruchsvolles Unternehmen: "Inklusion ist sicherlich ein Weg der kleinen Schritte. Wir stehen da am Anfang".

Kontakt bei der Diakonie RWL: Barbara Montag, Telefon: 0211 6398-268,


Materialien

Bestellmöglichkeit und die Broschüre zum Herunterladen
Auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungsverständnis. Stellungnahme der Evangelischen Kirche im Rheinland, 2011
Die gedruckte Broschüre ist über das Landeskirchenamt, Abteilung IV Bildung, oder über die Stabsstelle Diakonisches Profil und Kommunikation bei der Diakonie RWL zu erhalten.

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