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Berufliche Bildung

24. Juni 2011

"Mit Neuen Medien Jugendliche für die Diakonie gewinnen"

Treffen der diakonischen Öffentlichkeitsarbeit in RWL

Bernhard Munzel, Maja Schäfer, Volker König

Bernhard Munzel, Maja Schäfer, Volker König beim Treffen der diakonischen Öffentlichkeitsarbeit in der Geschäftsstelle des Diakoniewerks Essen

Wie lassen sich Jugendliche für soziale und pflegerische Berufe in der Diakonie interessieren? Dieses Thema stand im Zentrum des Treffens der diakonischen Öffentlichkeitsarbeit in RWL am 22. Juni in der Geschäftsstelle des Diakoniewerks Essen. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Fachkräftemangels und Veränderungen im Freiwilligendienst befassten sich 35 Mitarbeitende aus der Öffentlichkeitsarbeit in Diakonischen Werken und Einrichtungen mit der Frage, wie Jugendliche mit neuen Medien noch besser angesprochen werden können. Vorgestellt wurde unter anderem ein neues Projekt des Diakonie Bundesverbandes.

 

Kombination von Website und Social Media Kampagnen

"Die klassischen Wege und Kanäle reichen für die Jugendkommunikation nicht aus", so Maja Schäfer, Referentin für Jugendkommunikation Online im Zentrum Kommunikation des Diakonie Bundesverbandes. Über den Europäischen Sozialfonds gefördert, ist deshalb vor kurzem das Projekt "Mit neuen Medien Jugendliche für die Diakonie  gewinnen" an den Start gegangen. Im Rahmen des Projekts entstehen eine zielgruppenorientierte Website - www.soziale-berufe.com - sowie neue Kanäle in sozialen Medien wie Facebook und Twitter. Maja Schäfer stellte die Konzeption des Projekts und erste Erfahrungen vor. Sie plädierte dabei für eine Kombination von klassischen Webseiten und Social Media Kampagnen. Eine gut gepflegte und ansprechend gestaltete Website sei auch im Zeitalter des Web 2.0 Ausgangsbasis und Drehscheibe für jede gelungene Informationskampagne. "Social Media Kampagnen haben, wenn nicht ständig etwas Neues passiert, einen kurzfristigen, flüchtigen Effekt - Websites sind langlebig", argumentierte Schäfer.

 

Maja Schäfer gibt Tipps für gelungene Web 2.0 - Projekte
Größeres Video und weitere Videos der Diakonie RWL

"Im Zweifelsfall ist weniger immer mehr"

Bei der Entwicklung von Social Media - Angeboten warnte Schäfer vor Aktionismus. Es wirke peinlich und überambitioniert, "wenn ein Akteur meint, über alle nur möglichen Kanäle etwas in die Welt hinaus posaunen zu müssen". Sinnvoller sei eine Social Media Strategie, die sich auf einige wenige und dafür umso sorgfältiger konzipierte und umgesetzte Angebote konzentriere. Schäfer: "Fünf Facebook-Seiten mit je 500 Fans sind nicht so Erfolg versprechend und wirken nicht so professionell wie eine Facebook-Seite mit 5000 Fans." Je weniger Angebote es zu betreuen gebe, desto sorgfältiger könnten die zuständigen Mitarbeiter sie bearbeiten, auf User reagieren und Erfolge und Misserfolge der Angebote beobachten. Auch die User wünschten sich im unüber-sichtlich gewordenen Internet eher eine verlässliche Quelle. Schäfer: "Niemand will sich seine Informationen mühsam zusammensuchen oder von einer Organisation einen Twitter-, einen Youtube und einen Facebook-Kanal abonnieren, dazu vielleicht noch einen RSS-Feed, einen Newsletter und sonst noch was. Wer hat die Zeit, diese Informationen alle zu verarbeiten?".

Zusammenführung von Aktivitäten in RWL

Jugendliche werden von der Diakonie auf vielen Wegen angesprochen, dazu gehören neben Webauftritten und ersten Web 2.0 - Aktivitäten Printprodukte, Inserate und Veranstaltungen. Bei dem Treffen wurden viele Aktivitäten von der Diakonie RWL, Diakonischen Werke und Mitgliedseinrichtungen vorgestellt, unter anderem Informationen auf den Webseiten der Diakonie RWL, die sich mittelbar oder unmittelbar an Jugendliche richten: Ein Wegweiser zur Bildung und Qualifizierung für soziale Berufe, ein Berufslotse Altenpflege oder Videos und FAQs zum Freiwilligen-dienst. Und am 24. September wird eine Berufsfindungsmesse zu sozialen Berufen in Gelsenkirchen stattfinden, die von der Diakonie RWL organisiert wird. "Wir wollen den Austausch über unsere Jugendkommunikation fortsetzen und, wo sinnvoll, Aktivitäten zur Ansprache Jugendlicher bündeln", so Volker König, Leiter der Stabsstelle für Diakonisches Profil und Kommunikation in der Diakonie RWL, zu Ergebnissen der Diskussion. Verabredet wurde unter anderem die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die Vorschläge für erweiterte Informationsangebote für Jugendliche entwickeln soll.

Weitere Themen

Beim offenen Austausch zur Öffentlichkeitsarbeit in RWL ging es unter anderem um Erfahrungen mit Krisenkommunikation und um Printprodukte. Rainer Rautenberg, Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit beim Diakonischen Werk Dortmund und Lünen berichtete über gute Erfahrungen mit einer Diakonie-Zeitung, die in Zusammenarbeit mit einer lokalen Beilagenredaktion erstellt und in hoher Auflage - 140 000 Exemplare - verteilt wird. Berichte zur Krisenkommunikation zeigten, dass das Interesse an diesem Thema weiter groß ist. Volker König kündigte an, zu diesem Thema eine gesonderte Veranstaltung vorzubereiten.

 

Text der Andacht

Von den praktischen Schwierigkeiten bei der Suche nach dem "eindeutigen offenen Wort" - Andacht von Pfarrer Karl-Horst Junge beim Treffen der diakonischen Öffentlichkeitsarbeit in RWL
""In keinem anderen ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den sie selig werden." Apg. 4,12"
Andacht von Pfarrer Karl-Horst Junge

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