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Berufliche Bildung

Berufliche Bildung und Qualifizierung im Sozial- und Gesundheitswesen

Berufliche Bildung und Qualifizierung in der Diakonie RWL ist vielfältig. Sie bezieht sich auf Tätigkeiten im Sozial- und Gesundheitswesen. Insgesamt sind es 30 Ausbildungs- und Studiengänge.

Die Bereiche der Aus-, Fort- und Weiterbildung zählen insgesamt zur Berufsbildung. Daher wird hier vorgeschlagen, Ausbildung als den Bereich kenntlich zu machen, in dem erste Qualifikationen in einem Berufsfeld erworben werden. Der Bereich der Fortbildung soll hier verstanden werden als Berufsbildung, die auf eine spezifische Berufsausbildung aufbaut und Kenntnisse wie Fertigkeiten erweitert. Weiterbildungen sollen dagegen als jene Bildungsangebote verstanden werden, in denen Zusatzqualifikationen vermittelt werden , oder die sich auf Umschulungen spezialisieren. 

Die Aus-, Fort- und Weiterbildung von jungen Menschen, Berufswiedereinsteiger/innen oder sich umorientierenden Berufseinsteiger/innen stehen ebenso im Zentrum wie die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitenden. Sie haben für die Handlungsfelder des Sozial- und Gesundheitswesens der Diakonie an Bedeutung gewonnen. Die aktuellen bildungspolitischen und gesellschaftlichen Veränderungen erfordern stets qualifikatorisch  und perspektivisch ausgerichtete Anpassungsleistungen. Bei der Bewältigung von gesellschaftlichen Veränderungsprozessen ist die Diakonie auf Mitarbeitende angewiesen, die gut ausgebildet und bereit sind, ihre fachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen zu ergänzen und zu erweitern. Auch die einzelnen Einrichtungen der Diakonie sind dabei gefordert. Sie müssen sich in dieser Hinsicht zu einer lernenden Organisation mit lernenden Mitarbeitenden entwickeln. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf den demografischen Wandel und den drohenden Fachkräftemangel.

Hierzu bietet die Diakonie RWL den diakonischen Trägern, Einrichtungen und Diensten ein qualifiziertes und bedarfsgerechtes Angebot. Gegründet auf ein christliches Menschenbild werden hier die erforderlichen fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen auf unterschiedlichen Qualifikationsniveaus vermittelt.

Geschichte und Hintergrund

Bereits seit über 200 Jahren leistet die Diakonie einen wichtigen Beitrag zur Entstehung sozialberuflicher Tätigkeiten. Insbesondere Theodor Fliedner (1800-1864) und Johann Hinrich Wichern (1808-1881) trugen entscheidend zur Entstehung sozialer und pflegerischer Berufe bei und verliehen den Anfängen der Professionalisierung sozialer Tätigkeiten wichtige Impulse.

Bildungsaufgaben spielten seit den Anfängen der modernen Diakonie im 19. Jahrhundert eine zentrale Rolle für diakonisches Handeln, beispielsweise beim pädagogischen Ansatz des Rauhen Hauses oder bei der Entwicklung der Krankenpflege. Viele Bildungsanstrengungen konzentrierten sich im 20. Jahrhundert auf die Professionalisierung diakonischer Fachkräfte. Aber auch Aspekte der gesellschaftlichen Teilhabe, die Gestaltung von Lebenslagen sowie der Zugang auf den Arbeitsmarkt hängen zu einem großen Teil von Bildungschancen und Bildungswegen ab. Dies spiegelt sich auch in dem gestiegenen Bedarf an Fort- und Weiterbildung innerhalb der Diakonie wider und wird für die zukünftige Entwicklung ihrer Handlungsfelder ein wesentlicher Aspekt sein.

Die Begriffe der beruflichen Bildung und Qualifizierung "Ausbildung", "Fortbildung" und "Weiterbildung" werden im Sprachgebrauch nicht immer eindeutig zugeordnet. Besonders der Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung ist nicht immer erkennbar.

 

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