Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung (Masters of Arts) (EFH)
Die Studierenden werden befähigt, Bildungs- und Gesundheitsarbeit in unterschiedlichen Feldern, für verschiedene Milieus und Lebenslagen konzeptionell zu entwickeln und praktisch zu gestalten. Sie werden in die Lage versetzt, fachliche und organisatorische Leitungsaufgaben in Bildungs-, Förder- oder Gesundheitseinrichtungen zu übernehmen. In diesem Kontext erwerben die Studierenden strategische, betriebswirtschaftliche, organisatorische und forschungsbezogene Kenntnisse und Fähigkeiten, um Bildungs-, Gesundheits- und Fördereinrichtungen erfolgreich am Markt zu positionieren. Der Studiengang ist als konsekutiver Master auf der Grundlage der BA-Studiengänge aus den Fachgebieten "Soziale Arbeit", "Heilpädagogik", "Elementarpädagogik" und "Gemeindepädagogik/Diakonie" angelegt.
Folgende Kernkompetenzen werden im Rahmen des Studiums erworben:
- Rezeptions-, Reflexions- und Änderungskompetenz, um bisherige Ressourcen und Schnittstellen in den entsprechenden Berufsfeldern zu öffnen und zu vernetzen,
- Interdisziplinäre Forschungskompetenz in Verbindung mit Organisations- und Leitungskompetenz,
- Fähigkeit zur Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Maßnahmen zur Reduktion gesundheitlicher Ungleichheit und zur Förderung einer umfassenden Bildungsintegration und
- Multiplikatorenkompetenzen mit der Fähigkeit zu Theorie-, Praxis- und Selbstreflexion.
In Übereinstimmung mit Beschlüssen des Europäischen Rates zielt der Master-Studiengang "Soziale Inklusion, Gesundheit und Bildung" auf die Stärkung des sozialen Zusammenhangs in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
Studiendauer
Die Vollzeit-Regelstudienzeit umfasst zwei Jahre (120 ECTS Leistungspunkte).
Zielgruppe
Der Master-Studiengang "Soziale Inklusion, Gesundheit und Bildung" richtet sich an Absolventinnen und Absolventen von Studiengängen des Sozialwesens einschließlich der Studiengänge Pflege, Heilpädagogik und Elementarpädagogik sowie gleichwertiger Studienabschlüsse anderer Fachrichtungen. Das Studium bereitet vor auf eine Übernahme von Leitungsverantwortung und/oder Konzeptentwicklung in Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung sowie bei Gesundheits- und Fördereinrichtungen. Der Masterstudiengang qualifiziert seine Absolventinnen und Absolventen für Tätigkeiten im Bereich soziale Eingrenzung, Bildung bzw. Gesundheit auf den verschiedenen Ebenen des Sozialstaates bis hin zu internationalen Organisationen.
Gliederung des Studiums
Der viersemestrige Studiengang ist in drei theoretische Semester und ein praktisches Arbeitsfeld gegliedert. In jedem Semester sollen Rezeptions-, Reflexionswissen erarbeitet werden. Das erste Semester befasst sich mit allgemeinen Grundlagen der Inklusion und Exklusion, Gesundheit, Bildung und Erziehung; jeweils unter dem Fokus Soziale Ungleichheit unter Berücksichtigung von Gender und Ethnizität. Die zweite Lernphase zielt darauf ab, den Studierenden die grundlegenden theoretischen und empirischen Konzepte zu vermitteln, die darüber Aufschluss geben, welche Faktoren aus den jeweiligen Wissensgebieten der Erziehungswissenschaft, der Psychologie, der Motopädagogik, der Soziologie, der Politikwissenschaft, der Rechtswissenschaft, der Naturwissenschaften (Biologie, Medizin) und der Entwicklungs- und Sozialpsychologie, der Anthropologie, Ethik und Theologie in kausalem und/ oder korrelativem Zusammenhang zu bildungsmäßigen und gesundheitlichen Unterschieden in verschiedenen Bevölkerungsgruppen stehen. Im dritten Feld schließlich werden interdisziplinär ausgerichtete Veränderungskompetenzen vermittelt. Die Studierenden werden befähigt, systemische Entwicklungskonzepte zur Reduktion bildungsmäßiger Nachteile bzw. gesundheitlicher Ungleichheit zu erarbeiten. Zugleich werden in diesem Bereich Kompetenzen zur Entfaltung eigener Medien- und Ausdruckspotentiale erworben. Zur effektiven Vorbereitung des Lehrforschungsprojektes im vierten Semester wird ein internationales Modell of Good Practice systematisch auf die bundesdeutschen Bedingungen vor Ort transferiert und bildet damit die Grundlage für die konkrete Umsetzung in der Praxis. Der vierte Arbeitsbereich ist als Praxissemester mit parallel angeleiteter Reflexion angelegt. Die systematische Übertragung eines Modells of Good Practice im vorangegangen Semester ermöglicht es den Studierenden in der Praxisphase, das Modell unter den Bedingungen vor Ort auf Umsetzbarkeit, Praxistauglichkeit und Nützlichkeit zu überprüfen und gemäß der realen Bedingungen zu modifizieren.
Berufsfelder
Absolventinnen und Absolventen dieses Master-Studienganges qualifizieren sich u.a. für die Leitung und/oder Konzeptentwicklung von Bildungseinrichtungen der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung (z. B. Familienzentren, Kindertagesstätten, Horte, Jugendakademien, Volkshochschulen, Bildungswerke etc.), die Übernahme von Leitungsverantwortung bei privaten, kommunalen und regionalen Gesundheitseinrichtung (Medizinische Versorgungszentren, Polikliniken, ambulante Formen der Patientenversorgung, Kliniken) und Fördereinrichtungen (z. B. Frühfördereinrichtungen, Sozialpädiatrische Zentren, Eltern-Kind-Einrichtungen) und die verschiedenen Ebenen des Sozialstaates bis hin zu internationalen Organisationen mit Aufgaben im Bereich soziale Eingrenzung, Bildung bzw. Gesundheit.
Zulassung und Studienvoraussetzungen
Voraussetzung für die Zulassung zum Master-Studiengang "Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung" ist ein erster Hochschulabschluss, z. B. ein Diplom oder Bachelor-Examen (Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Elementarpädagogik, Gemeindepädagogik und Diakonie, Pflege) oder ein anderes einschlägiges Hochschulstudium. In der Regel müssen im Bachelor-Studiengang verwandte Fächer studiert worden sein. Näheres regelt die Zulassungsordnung.
Abschluss
Mit dem Abschluss dieses Studienganges erhalten Sie den Master of Arts (M.A.) in Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung. Dieser Master berechtigt zum Zugang zum höheren Dienst.
Wo findet das Studium statt?
Das Studium findet an der Ev. Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EFH RWL) (www.efh-bochum.de) in Bochum statt.