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Berufliche Bildung

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Welche Berufe kann ich erlernen?

Mehr Informationen über den Beruf der Heilerziehungspflegerin/des Heilerziehungspflegers

Das Berufsfeld der Eingliederungshilfe ist im Wandel. Menschen mit Behinderungen wollen nicht mehr versorgt werden, sondern sind selbstbewusste Partner, die auf ihre persönliche Art mitteilen, was sie an Unterstützung benötigen. Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sind mit ihrer Qualifikation, die Pflege und Pädagogik verbindet, die Fachkräfte, die diesen Wandel des Berufsfeldes aktiv mit gestalten.
Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegehelfer arbeiten in Einrichtungen der Behindertenhilfe, in Einrichtungen der Jugendhilfe, Außenwohngruppen, Förderstätten, Therapie- und Rehabilitationseinrichtungen, Tagesstätten, Werkstätten, in der Psychiatrie sowie in Tageseinrichtungen für Kinder, die Kinder mit und ohne Behinderungen integrieren. Ihre Aufgabe liegt also in der Lebensbegleitung, Pflege, Förderung und Betreuung von Menschen mit Behinderungen aller Altersstufen in Einrichtungen und ambulanten Diensten der Behindertenhilfe und der Sozialpsychiatrie.
Die Berufsbezeichnung nach Abschluss der Ausbildung lautet "staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger bzw. staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin". Als Heilerziehungspfleger/in erwerben Sie (im Gegensatz zum/zur Helfer/in) zusätzlich auch Kompetenzen in der Führung von Mitarbeiter/innen, Arbeiten im Team, Orientierung an Kundenbedürfnissen sowie effektive und kostenbewusste Gestaltung von betrieblichen Prozessen.

Zugangsvoraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Zugang zum Ausbildungsgang "staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in" sind:

  • eine einschlägige zweijährige Berufsausbildung oder als gleichwertig anerkannte Bildungsgänge oder
  • ein Abschluss an einer Fachoberschule, Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen (FOS 11/12) oder
  • eine Hochschulzugangsberechtigung (AHR) und ein bis zu einem Jahr absolviertes Praktikum im sozial-/heilpädagogischen Bereich oder
  • die Fachoberschulreife und eine zweijähriges Berufsausbildung z. B. als Sozialhelfer/in, Kinderpfleger/in oder
  • ein schulischer Teil der FHR z. B. nach Klasse 12 (gymnasiale Oberstufe) und ein Jahr gelenktes Praktikum im sozial- oder heilpädagogischen Bereich.

 

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre (zwei Jahre schulische Ausbildung und ein einjähriges Berufspraktikum). In den ersten beiden Jahren findet vorwiegend theoretischer Unterricht statt (ca. 16 Wochen fachpraktische Ausbildung). Inhalte der Ausbildung sind Elemente aus der Erziehung, Pädagogik, Psychologie, Krankenpflege, Logopädie, Medizin, Gesundheits-, Musik-, Gestaltungserziehung und Psychomotorik. Es ist keine therapeutische Ausbildung. An vielen Schulen kann gleichzeitig die Fachhochschulreife erlangt werden. Die Ausbildungsdauer und die Zugangsvoraussetzungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Einige Schulen verlangen die Fachhochschulreife im Bereich Sozial- und Gesundheitswesen, oder eine vorangegangene Berufsausbildung als Zugangsvoraussetzung. Das Berufspraktikum findet bei einem anerkannten Träger statt und wird von der Schule begleitet. Während der Ausbildung zum/r Heilerziehungspfleger/in kann die Fachhochschulreife erworben werden.

Wo findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung findet an folgenden evangelischen Berufskollegs mit dem Fachbereich Sozialwesen statt:

  • Berufskolleg Bethel, Fachschule für Sozialpädagogik in Bielefeld
  • Berufskolleg Evangelisches Johanneswerk e.V. in Bochum
  • Berufskolleg der Stiftung Eben-Ezer, Fachschule für Heilpädagogik in Lemgo
  • ESPA, Sozialpädagogische Ausbildungsstätte Münster gGmbH in Münster
  • Wittekindshof Diakonische Stiftung, Berufskolleg in Bad Oeynhausen
  • Bildungszentrum kreuznacher diakonie, Fachschule für Sozialwesen in Bad Kreuznach
  • "Berufskolleg Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf"
  • "Berufskolleg der Bergischen Diakonie Aprath in Wuppertal"

Die vollständigen Adressen der evangelischen Berufskollegs im Bereich der Diakonie RWL finden Sie am Ende des Textes.

Entwicklungsperspektiven und Qualifizierungsoptionen

Als Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger kann man sich durch verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten in den Stand der Heilerziehungspädagogin oder des Heilerziehungspädagogen qualifizieren.
Durch Qualifizierungsmaßnahmen können weitere Arbeitsfeldthemen intensiviert werden, wie beispielsweise der Bereich der Frühkindlichen Bildung sowie der Bereich der Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderungen. Weiterbildungsmöglichkeiten für Heilerziehungspfleger/innen sind auch in therapeutischen Bereichen möglich, z. B. wie heiltherapeutisches Reiten oder Psychomotoriktherapie. Weiter gibt es verschiedene Fachhochschulstudiengänge, die vertiefende Einblicke in die Bereiche der Heilpädagogik, der Sozialarbeit, der Sozialpädagogik, des Pflegemanagement bieten. Möglich ist nach Absolvierung eines Studiums der Beruf einer Fachlehrerin oder eines Fachlehrers für alle Sonderschulbereiche.

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