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Berufliche Bildung

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Welche Berufe kann ich erlernen?

Mehr Informationen über den Beruf der Erzieherin/des Erziehers

Erzieher/innen werden überwiegend in Tageseinrichtungen für Kinder (Kitas), in Einrichtungen der Erzieherischer Hilfen und weiteren betreuten Wohnformen sowie in Ganztagsschulen tätig. Träger dieser Einrichtungen sind Kommunen, freie Wohlfahrtsverbände, Kirchen und sonstige Träger der freien Jugendhilfe, wie z. B. Elternvereine. Erzieher/innen sind nach den Lehrer/innen zahlenmäßig die größte Berufsgruppe des gesamten Bildungs-, Sozial-, und Erziehungswesens.

Erzieherinnen und Erzieher arbeiten selbständig und eigenverantwortlich in allen sozialpädagogischen Bereichen, wie z. B. in Tageseinrichtungen für Kinder, in Einrichtungen für Schulkinder oder in Einrichtungen der Erziehungshilfe, in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit, im erzieherischen Kinder- und Jugendschutz, in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, in der Behindertenarbeit allgemein, in Kinderkrankenhäusern, Erziehungsheimen und Förderschulen. Sie übernehmen Erziehungs‑, Bildungs- und Betreuungsaufgaben.

 

Zugangsvoraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Zugang zum Ausbildungsgang "staatlich anerkannte/r
Erzieher/in" sind:

  • eine einschlägige zweijährige Berufsausbildung oder als gleichwertig anerkannte Bildungsgänge oder
  • ein Abschluss an einer Fachoberschule, Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen (FOS 11/12) oder
  • eine Hochschulzugangsberechtigung (AHR) und ein bis zu einem Jahr absolviertes Praktikum im sozial-/heilpädagogischen Bereich oder
  • die Fachoberschulreife und eine zweijährige Berufsausbildung, z. B. als Sozialhelfer/in oder Kinderpfleger/in oder
  • ein schulischer Teil der FHR, z. B. nach Klasse 12 (gymnasiale Oberstufe) und ein Jahr gelenktes Praktikum im sozial- oder heilpädagogischen Bereich.

Die abgeschlossene Berufsausbildung wird an einer Fachschule für Sozialpädagogik wird an einigen Fachhochschulen auf Bachelor-Studiengänge im Bereich der Elementar- und Vorschulpädagogik angerechnet und verkürzt so die Studiendauer.

 

Dauer der Ausbildung

Insgesamt währt die Ausbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik drei Jahre. Die Ausbildung gliedert sich in fachtheoretischen und fachpraktischen Unterricht. Die ersten beiden Ausbildungsjahre sind charakterisiert durch den Wechsel von Theorie- und Praxisblöcken. Der theoretische Unterricht bildet die Grundlage zur kritischen Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen, Bedingungen, Inhalten und Methoden pädagogischen Handelns. Während der Ausbildung kann die Fachhochschulreife erworben werden. (Die Ausbildungsprüfungsordnung finden Sie am Ende des Textes.)
In der Fachpraxis werden von den Schulen organisierte Praktika durchgeführt. Ein einjähriges Berufspraktikum, begleitet von der Fachschule durch Praxisbesuche und Blockunterricht, stellt das dritte Ausbildungsjahr dar. Die Ausbildung schließt ab mit einer größeren Arbeit und einer Prüfung, die zur staatlichen Anerkennung führt. In einigen Bundesländern ist das Berufspraktikum (als Praxisblöcke) stärker in die gesamte Ausbildung integriert.

 

Wo findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung findet in NRW an Berufskollegs mit dem Fachbereich Sozialwesen statt.
An folgenden evangelischen Berufskollegs kann der Ausbildungsgang zum/r "staatlich anerkannten Erzieher/in" absolviert werden:

  • Berufskolleg Bethel, Fachschule für Sozialpädagogik in Bielefeld
  • Berufskolleg Malche e. V., Fachschule für Soziapädagogik in Porta Westfalica
  • Comenius Berufskolleg, Fachschule für Sozialwesen in Witten
  • ESPA, Sozialpädagogische Ausbildungsstätte Münster gGmbH in Münster
  • Wittekindshof Diakonische Stiftung, Berufskolleg in Bad Oeynhausen
  • Neuenkirchener Berufskolleg, Fachschule für Sozialpädagogik in Neuenkirchen-Vluyen
  • Berufskolleg Bleibergquelle in Velbert
  • Bildungszentrum kreuznacher diakonie, Fachschule für Sozialwesen in Bad Kreuznach
  • "Berufskolleg Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf"
  • "Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg, Fachschule für Sozialwesen in Herford"
  • "Berufskolleg der Bergischen Diakonie Aprath in Wuppertal"

Die vollständigen Adressen der evangelischen Berufskollegs im Bereich der Diakonie RWL finden Sie am Ende des Textes.

 

Entwicklungsperspektiven und Qualifizierungsoptionen

Innerhalb der EU gibt es unterschiedliche Ausbildungsstandards, was den Beruf innerhalb der Kinderbetreuung und Kindererziehung angeht. Die meisten europäischen Länder bilden Erzieherinnen und Erzieher an Hochschulen aus. Dies geschieht zum Teil jetzt auch in Deutschland und wird vermutlich zukünftig die jetzige Ausbildungsform ergänzen. Die Sprachförderung wird aufgrund des steigenden Anteils an Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund zu einem festen Bestandteil der täglichen Arbeit. Insgesamt werden die Anforderungen für Erzieherinnen und Erzieher höher, was sich allerdings noch nicht in der Vergütungsstruktur bemerkbar macht. Die Arbeitsmarktaussichten sind für diesen Beruf sehr gut. Allein durch den geplanten flächendeckenden Ausbau von Ganztagsangeboten in Kitas und Schulen wird es in den nächsten Jahren vermutlich einen steigenden Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern geben.
Die Entwicklungsperspektiven einer Erzieherin/eines Erziehers sind vielfältig. Innerhalb des Bereichs Tagseinrichtungen für Kinder beispielsweise können Leitungspositionen angestrebt werden, die über einer Gruppenleitung hinaus auch die Leitung einer Einrichtung (Kita) oder die Tätigkeit einer Fachberatung (hier wahrscheinlich mit ergänzendem Studium) betreffen können. Ebenso können nach absolvierten Qualifizierungsoptionen Geschäftsführungspositionen ausgeübt werden. Seit einigen Semestern führen Fachhochschulen den Bachelorstudiengang "Elementarpädagogik", der konkret auf die Inhalte des Arbeitsfeldes einer Erzieherin/eines Erziehers eingeht. Ebenso können weitere Studiengänge - auch berufsbegleitend - absolviert werden, die die Aufstiegschancen im Bereich pädagogischer Einrichtungen verbessern.

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