Mehr Informationen zum Beruf der Altepflegehelferin/des Altenpflegehelfers
Zu den Aufgaben einer Altenpflegehelferin/eines Altenpflegehelfers gehört die fachkundige Pflege und Betreuung älterer Menschen in stabilen Pflegesituationen unter Berücksichtigung ihrer Selbstständigkeit auf der Grundlage der von einer Pflegefachkraft erstellten Pflegeprozessplanung.
Altenpflegehelfer/innen wirken bei der Gesundheitsvorsorge und Rehabilitationen sowie bei der Erhebung von Pflegedaten und deren Dokumentation unter Anleitung einer Pflegekraft mit. Sie helfen bei der Erhaltung und Aktivierung einer eigenständigen Lebensführung sowie der Erhaltung und Förderung sozialer Kontakte mit. Außerdem geben sie Anregung und Begleitung von Familien- und Nachbarschaftshilfe.
Die Ausbildung zur Altenpflegehelferin/zum Altenpflegehelfer unterliegt den Regelungen der Bundesländer. In NRW wird sie durch die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Altenpflegehilfeausbildung (APRO-APH) vom 23. August 2006, geändert am 24. März 2010 geregelt.
Zugangsvoraussetzungen
Voraussetzung für den Zugang zur staatlich anerkannten Ausbildung in Nordhein-Westfalen (NRW), Hessen und in Rheinland-Pfalz
- ist die Vollendung des 16. Lebensjahres,
- die persönliche und gesundheitliche Eignung zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit in der Altenpflegehilfe,
- der Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand oder in NRW die durch das durchführende Fachseminar bescheinigte Eignung auf der Grundlage einer besonders erfolgreichen Teilnahme an mindestens zwei Bausteinen von je zwei bis drei Monaten des nordrhein-westfälischen Werkstattjahres im Bereich Altenhilfe.“
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung zum Altenpflegehelfer dauert in der Vollzeitausbildung zwölf Monate, in einer Teilzeitausbildung höchstens 24 Monate.
Sie umfasst insgesamt 1 650 Stunden, davon 750 Stunden theoretischen und fachpraktischen Unterricht und 900 Stunden praktische Ausbildung.
Die Ausbildung wird nach den Prinzipien der Erwachsenenbildung durchgeführt; u. a. durch Gruppenarbeiten, Referate und Vorträge, Lerngruppen, Rollenspiele, Supervision und Selbsterfahrung. Die berufspraktische Ausbildung erfolgt durch Praxisanleiter in Einrichtungen der stationären und ambulanten Altenhilfe.
Wo findet die Ausbildung statt?
Die theoretische Ausbildung wird in einem Fachseminar für Altenpflege (als Träger der Ausbildung), die praktische Ausbildung in einer stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtung vermittelt. Träger der Ausbildung zur Altenpflegehelferin/ zum Altenpflegehelfer sind Fachseminare für Altenpflege.
Im Bereich der Diakonie RWL bieten Fachseminare für Altenpflege in NRW, in Hessen und Rheinland-Pfalz Fachschulen für Altenpflege die Ausbildung zur Altenpflegehelferin oder zum Altenpflegehelfer an:
- Fachschule kreuznacher diakonie in Bad Kreuznach,
- Fachseminar für Altenpflege der Ev. Stiftung Augusta in Bochum,
- Fachseminar für Altenpflege der Diakonis-Stiftung Diakonissenhaus in Detmold,
- Fachseminar für Altenpflege Edu.care, Gesellschaft für Aus- und Fortbildung in der Pflege mbH in Duisburg,
- Fachseminar für Altenpflege der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf,
- Evangelisches Fachseminar für Altenpflege low-tec in Düren,
- Fachseminar für Altenpflege der Ev. Frauenhilfe in Westfalen e.V. in Hamm,
- Fachseminar für Altenpflege des Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. in Holzwickede ,
- Fachseminar für Altenpflege Clarenbachwerk Köln in Köln,
- Fachseminar für Altenpflege der Kaiserswerther Diakonie in Krefeld,
- Fachseminar für Altenpflege „Hasensprungmühle“ in Leichlingen,
- Fachseminar für Altenpflege Ev. Pertheswerk e.V. in Lüdenscheid,
- Fachseminar für Altenpflege des Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. in Lünen,
- Fachseminar für Altenpflege der Diakonissenanstalt Salem-Köslin in Minden,
- Fachseminar für Altenpflege Seminarhaus Mülheim gGmbH in Mülheim an der Ruhr,
- Fachseminar für Altenpflege Johanniter-Akademie Münster in Münster,
- Fachseminar für Altenpflege im St. Johannisstift in Paderborn,
- Fachseminar für Altenpflege „Hasensprungmühle“ in Remscheid,
- Fachseminar für Altenpflege Johanniter Akademie in Sankt Augustin,
- Fachseminar für Altenpflege Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. Soest,
- Fachseminar für Altenpflege Velbert in Velbert,
- Fachseminar für Altenpflege CJD BerufsFörderungsZentrum in Wesel,
- Altenpflegeschule der Königsberger Diakonie in Wetzlar,
- Fachseminar für Altenpflege Diakonisches Bildungszentrum BIZ in Witten und
- Fachseminar für Altenpflege Bildungszentrum Bergisch Land in Wuppertal.
Die vollständigen Adressen der evangelischen Fachseminare für Altenpflege bzw. der Fachschulen für Altenpflege im Bereich der Diakonie RWL finden Sie am Ende des Textes.
Entwicklungsperspektiven und Qualifizierungsoptionen
Staatlich anerkannte Altenpflegehelferinnen und Altenpflegehelfer erwerben durch das bestandene Examen einen Anspruch auf Zugang zur dreijährigen Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger. Bei einem sehr guten oder guten Examensabschluss kann die dreijährige Fachausbildung um ein Jahr verkürzt werden.
In der Berufspraxis unterstützen Altenpflegehelfer/innen die Altenpfleger/innen bei allen Tätigkeiten rund um die Betreuung und Pflege älterer Menschen. Dabei haben sie eine assistierende Funktion. In stabilen Pflegesituationen können sie Tätigkeiten in der Grundpflege und Betreuung sowie Tätigkeiten mit hauswirtschaftlichem Schwerpunkt selbstständig durchführen. Durch Fort- und Weiterbildung können sich staatlich anerkannte Altenpflegehelfer/innen in verschiedenen fachlichen Bereichen der Betreuung und Pflege alter Menschen weiterqualifizieren. Beispiele sind Validation, 10-Minuten-Aktivierung, Bewegung und Tanz, Basale Stimulation, Kinästhetik, tiergestützte Therapie etc.