Was ist eine FAQ-Liste?
Eine "Frequently Asked Questions-Liste" (kurz FAQ-Liste) meint eine Liste mit häufig gestellten Fragen. Diese Liste ist eine Zusammenstellung von oft gestellten Fragen und den dazugehörigen Antworten zu einem Thema. Bekannt geworden sind FAQ in der Informationstechnik, insbesondere im Internet, wo viele Newsgroups eine FAQ-Sammlung erstellt haben, um die Foren zu entlasten. Weil sich das Prinzip der FAQ bewährt hat, gibt es diese in vielen Bereichen.
Was ist eine ARGE?
Allgemein ausgedrückt ist eine Arbeitsgemeinschaft (je nach Zusammenhang AG oder Arge) ein Zusammenschluss mehrerer natürlicher oder juristischer Personen, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Als ARGE gemäß § 44b SGB II zur Verwaltung von Leistungen nach dem 2. Buch Sozialgesetzbuch (Grundsicherung für Arbeitsuchende, Arbeitslosengeld II) wird eine Arbeitsgemeinschaft bezeichnet, die von Arbeitsagenturen und kommunalen Trägern nach privatem oder öffentlichem Recht gebildet wurde.
Was ist mit Auditor/in gemeint?
Ein Auditor oder eine Auditorin (von lateinisch audire, zuhören) ist eine Person, die ein Audit durchführt und dabei durch Befragen, Beobachten, Zuhören überprüft, wie eine Person oder Organisation sich entwickelt und ob bestimmte (Qualitäts-)Vorgaben eingehalten werden.
Wo liegen die Unterschiede zwischen Ausbildung - Fortbildung - Weiterbildung?
Trotz der eher vagen Unterschiede zählen die Bereiche der Aus-, Fort- und Weiterbildung insgesamt zur Berufsbildung. Daher wird hier vorgeschlagen, Ausbildung als den Bereich kenntlich zu machen, in dem erste Qualifikationen in einem Berufsfeld erworben werden. Der Bereich der Fortbildung soll hier verstanden werden, als Berufsbildung, die auf eine spezifische Berufsausbildung aufbaut und Kenntnisse wie Fertigkeiten erweitert. Weiterbildungen sollen dagegen als jene Bildungsangebote verstanden werden, die sich auf Zusatzqualifikationen beziehen, oder sich auf Umschulungen spezialisieren.
Was ist ein Bachelor-Studiengang (BA-Studiengang) und was ein Master-Studiengang (MA-Studiengang)?
Der Bachelor ist der erste akademische Grad und berufsqualifizierende Abschluss eines mehrstufigen Studienmodells. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis acht Semester. Nach dem European Credit Transfer System (ECTS) sind durchschnittlich 30 Leistungspunkte (LP, credit points) pro Semester zu erwerben. Mit dem Bachelor erwerben die Studierenden einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss. Der Bachelor-Abschluss ist aber auch Qualifikationsnachweis für ein anschließendes Masterstudium. Der Master als akademischer Grad wird von Hochschulen (Universitäten, Fachhochschulen, gleichgestellten Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen) verliehen. Der Master verleiht dieselben Berechtigungen wie die bisherigen Diplom- und Magisterabschlüsse der Universitäten. Nach den Vorgaben der Länder ist bei einem Masterstudiengang ein hohes fachliches und wissenschaftliches Niveau zu gewährleisten, das mindestens dem der eingeführten Diplomabschlüsse entsprechen muss.
Was ist eine Basale Stimulation?
Basale Stimulation (von lat. basal = grundlegend und voraussetzungslos und stimulatio = Anreiz, Anregung, kein Bereizen!) bedeutet die Aktivierung der Wahrnehmungsbereiche und die Anregung primärer Körper- und Bewegungserfahrungen sowie Angebote zur Herausbildung einer individuellen non-verbalen Mitteilungsform (Kommunikation) bei Menschen, deren Eigenaktivität auf Grund ihrer mangelnden Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist und deren Fähigkeit zur Wahrnehmung und Kommunikation erheblich beeinträchtigt ist. Mit einfachsten Möglichkeiten wird dabei versucht, den Kontakt zu diesen Menschen aufzunehmen, um ihnen den Zugang zu ihrer Umgebung und ihren Mitmenschen zu ermöglichen und Lebensqualität zu erleben. Die Basale Stimulation wurde von Andreas D. Fröhlich ab 1975 im Rahmen eines Schulversuches entwickelt, veröffentlicht und ist heute als Begriff markenrechtlich geschützt. Sie versteht sich ausdrücklich als pädagogisches Konzept und nicht als therapeutische Technik. Während Fröhlich das Konzept für den Bereich der Sonderpädagogik entwickelte, wurde das Konzept von Christel Bienstein in Zusammenarbeit mit Fröhlich in den Bereich der Pflege übertragen.
Was heißt Bobath?
Das Bobath-Konzept ist ein rehabilitativer Ansatz in Therapie und Pflege von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Es wurde ab 1943 von der Physiotherapeutin Berta Bobath und ihrem Ehemann, dem Neurologen und Kinderarzt Karel Bobath entwickelt.
Was ist der Bologna-Prozess/die Bologna-Reform?
Der Begriff Bologna-Prozess oder Bologna-Reform bezeichnet ein politisches Vorhaben zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulwesens bis zum Jahr 2010. Er beruht auf einer im Jahre 1999 von 29 europäischen Bildungsministern im italienischen Bologna unterzeichneten, völkerrechtlich nicht bindenden Bologna-Erklärung.
Was bedeutet Casemanagement?
Case Management (CM) oder Unterstützungsmanagement wurde als Erweiterung der Einzelfallhilfe in den USA entwickelt. CM ist zu einer methodischen Orientierung in der Sozialen Arbeit und im Gesundheitswesen geworden und soll Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen befähigen, unter komplexen Bedingungen Hilfemöglichkeiten abzustimmen und die vorhandenen institutionellen Ressourcen im Gemeinwesen oder Arbeitsfeld koordinierend heranzuziehen. Aufgabe ist es, ein zielgerichtetes System von Zusammenarbeit zu organisieren, zu kontrollieren und auszuwerten, das am konkreten Unterstützungsbedarf der einzelnen Person ausgerichtet ist und an deren Herstellung die betroffene Person konkret beteiligt wird. Relevant im Case Management ist die Unterscheidung von Fallmanagement (Optimierung der Hilfe im konkreten Fall) und Systemmanagement (Optimierung der Versorgung im Zuständigkeitsbereich). Die Übergänge von Systemmanagement zum Care Management sind fließend.
Was sind Credit Points (ECTS)?
Im Zuge des Bologna-Prozesses und der Hochschulreform wurde für die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge ein europaweit standardisiertes Bewerbungssystem "European Credit Transfer System (ECTS)" eingeführt. Die "Einheit" dieses neues Systems sind die Credit Points. Ein Credit Point entspricht etwa einem Arbeitsaufwand von 25 bis 30 Stunden. Bachelorstudiengänge sind so aufgebaut, dass man pro Semester ein Lernziel von 30 Credit Points erreichen sollte. Credit Points erhält man für den erfolgreichen Abschluss eines Moduls, das durch einen Leistungsnachweis wie einer Klausur, einer schriftlichen Hausarbeit oder ähnlichem abgeschlossen wird. Für nicht bestandene Module gibt es keine Credit Points. Allerdings sind Credit Points keine Noten, da sie lediglich den Arbeitsaufwand pro Modul wiederspiegeln. Die Noten, die für Hausarbeiten und Prüfungen vergeben werden, fließen in die Endnoten ein.
Was heißt Endoskopie?
Endoskopie bedeutet wörtlich übersetzt: "nach innen schauen". Gemeint sind damit Untersuchungsmethoden, bei denen mit optischen Geräten (lange Kameras) in den Körper hineingeschaut wird, zum Beispiel bei einer Magenspiegelung.
Was versteckt sich hinter dem Begriff Erziehungshilfe?
Die Hilfen zur Erziehung sind in Deutschland staatliche (kommunale) Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe für Familien mit Kindern. Die Kinder- und Jugendhilfe hält mittlerweile eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten für Eltern, Mädchen und Jungen sowie junge Erwachsene in Belastungs- und Krisensituationen bereit. Es werden grob drei Arten von Arbeitsformen unterschieden, denen verschiedene Angebote zugeordnet werden. Familienunterstützende Hilfen sind Angebote der Erziehungsberatung, Angebote sozialpädagogischer Familienhilfe oder Erziehungsbeistände. Familienergänzende Hilfen sind Angebote zu sozialpädagogischer Tagespflege, gemeinsame Wohnformen für Mütter, Väter und Kinder und familienersetzende Hilfen sind Angebote der Vollzeitpflege, der Heimerziehung oder sonstige Wohnformen und intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung.
Was ist ein Curriculum?
Das Wort Curriculum wird gelegentlich mit "Lehrplan" oder Lehrzielvorgabe gleichgesetzt. Ein Lehrplan ist in der Regel auf die Aufzählung der Unterrichtsinhalte beschränkt. Das Curriculum orientiert sich hingegen mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr-Lernprozesses oder des Studiengangs. Insbesondere enthält es Aussagen über die Rahmenbedingungen des Lernens.
Was meint der Begriff Diagnostik?
In der Medizin werden mit dem Begriff Diagnostik all jene Methoden oder Maßnahmen bezeichnet, die der Erkennung und Benennung einer Krankheit oder Verletzung dienen. Absicht der Diagnostik ist die Stellung einer Diagnose, die als Grundlage für therapeutische Entscheidungen dienen kann. Ursprünglich stammt der Begriff der Diagnostik aus der Medizin und wird heute auch in anderen Bereichen verwendet, wie bspw. in der Psychologie als Psychodiagnostik oder in der Erziehungswissenschaft als pädagogische Diagnostik.
Was sind die Gemeinsamkeiten und wo zeigen sich Unterschiede hinsichtlich der Begriffe diakonisch und evangelisch?
Auf der Homepage des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW EKD), www.diakonie.de, heißt es, dass man die Diakonie zusammengefasst als evangelische Sozialarbeit bezeichnen könnte. Handlungsleitend für alle Arbeit innerhalb der Diakonie ist der Glaube an Jesus. Das Leitbild des DW EKD benennt die Aufgaben, die aus der Haltung resultieren. Beispiel geben die folgenden Sätze: "Wir nehmen den einzelnen Menschen wahr. Darin sehen wir unseren Auftrag in der Nachfolge Jesu. Wir schauen Not, Leid und Schwäche als Teil des Lebens ins Gesicht" ... [und] "lassen und berühren".
Evangelisch ist die Bezeichnung für christliche Konfessionen in der Tradition der Reformation. Der gemeinsame Nenner der evangelischen Kirchen wird durch die "vier Soli" der Reformation gekennzeichnet: Allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt und allein durch die Gnade Gottes errettet, allein Christus hat Autorität über Gläubige und allein die (Heilige) Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens. Diakonische Arbeit fußt auf dem evangelischen Christentum. Insofern ist Diakonie Ausdruck des Glaubens, der sich im mitmenschlichen Handeln zeigt und manifestiert.
Was ist der EQR und was der DQR?
Der Europäische Qualifikationsrahmen (European Qualifications Framework - EQF) soll als Übersetzungsinstrument dienen, das die nationalen Qualifikationen europaweit vergleichbar und verständlich machen soll. Das Ziel des EQR ist, die Mobilität von Beschäftigten und Lernenden zwischen den verschiedenen Ländern zu fördern und ihr lebenslanges Lernen zu erleichtern. Mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen, als nationale Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen, sollen die Besonderheiten des deutschen Bildungssystems berücksichtigt werden und zur angemessenen Bewertung und Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen in Europa beitragen. Zunächst werden alle formalen Qualifikationen des deutschen Bildungssystems in den Bereichen Schule, Berufliche Bildung, Hochschulbildung und Weiterbildung einbezogen. In zukünftigen Schritten sollen auch Ergebnisse des informellen Lernens berücksichtigt werden.
Was ist eine Fachhochschule?
Die Fachhochschule (FH) ist eine Hochschulform, die Lehre und Forschung auf wissenschaftlicher Grundlage mit anwendungsorientiertem Schwerpunkt betreibt. Fachhochschulen führen zunehmend die Bezeichnungen Hochschule oder Hochschule für Angewandte Wissenschaften, kurz HS oder HAW, sowie die entsprechenden englischsprachigen Bezeichnungen University oder University of Applied Sciences. Das Studienangebot von Fachhochschulen erstreckt sich über natur-, sozial-, wirtschafts- und rechtswissenschaftliche, sowie technische und künstlerische Studiengänge. Traditionell wurde das Studium an Fachhochschulen mit dem akademischen "Diplom" abgeschlossen. Nach dem Bologna-Prozess bieten mittlerweile auch Fachhochschulen gestufte Bachelor- und Master-Abschlüsse in akkreditierten Studiengängen an.
Was ist eine Fachschule und was ist ein Berufskolleg? Welche Abschlüsse kann man an einer Fachschule oder einem BK erwerben?
Als Fachschulen oder Berufskollegs werden in Nordrhein-Westfalen die beruflichen Schulen bezeichnet. Berufskollegs sind Schulen der Sekundarstufe II wie auch die gymnasiale Oberstufe eines Gymnasiums oder einer Gesamtschule. Fachschulen oder Berufskollegs sind berufsbildende Schulen. Diese bieten vielfältige Ausbildungsgänge und Abschlüsse an, die von Berufsvorbereitung bis hin zu anerkannten Berufsabschlüssen reichen. Das heißt, dass die verschiedenen Bildungsgänge zu einer beruflichen Qualifizierung und i. d. R. auch zu einem allgemein bildenden Abschluss führen.
Die Bildungsgänge unterscheiden sich durch die jeweilige Kombination aus beruflicher Qualifizierung und allgemein bildenden Abschlüssen. Zu den möglichen Abschlüssen an Berufskollegs zählen:
- der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10,
- der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife),
- der mittlere Schulabschluss mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe ("Fachoberschulreife mit Qualifikation"),
- die Fachhochschulreife,
- die fachgebundene Hochschulreife sowie
- die Allgemeine Hochschulreife.
Was ist ein Fachseminar?
Fachseminare für Altenpflege oder Fachseminare für Familienpflege sind staatlich anerkannte Schulen zur Berufsausbildung. An einem Fachseminar für Altenpflege kann z. B. die Altenpflegeausbildung in Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden und/oder die Altenpflegehelferausbildung. Fachseminare gehören zu den Schulen der besonderen Art. In die Berufsausbildung dieser Schulform, zu der auch Krankenpflegeschulen gehören, ist kein allgemein bildender Abschluss integriert.
Was bedeutet Geriatrie?
Geriatrie bezeichnet die Altersheilkunde oder die Lehre von den Krankheiten des alternden Menschen und ihre Behandlung.
Die Definintion der European Union Geriatric Medicine Society ist anerkannt und wurde im Jahr 2008 in Kopenhagen verabschiedet: "Geriatrische Medizin ist eine medizinische Spezialdisziplin, die sich mit den körperlichen, mentalen, funktionellen und sozialen Bedingungen der akuten, chronischen, rehabilitativen, präventiven Behandlung und Pflege - auch am Lebensende - befasst. Die Gruppe der Patienten wird mit einem hohen Grad von Gebrechlichkeit und aktiven Mehrfach-Erkrankungen assoziiert, die einen ganzheitlichen Behandlungsansatz erfordern." .... "Geriatrische Medizin überschreitet ... die organmedizinisch orientierte Medizin und bietet zusätzliche Therapieangebote ". "Das Hauptziel ist es, den funktionellen Status einer älteren Person zu optimieren sowie Lebensqualität und Autonomie zu verbessern." ...
Was bedeutet Gerontologie?
Mit Gerontologie ist die Altersforschung gemeint. Abgeleitet wird der Begriff von "Geron", das bedeutet Alter bzw. Greis und "Logos", das heißt Lehre. Die Gerontologie ist die Wissenschaft, die sich mit den körperlichen, seelischen, sozialen und kulturellen Vorgängen des Alterns auseinandersetzt. Einbezogen ist die Analyse der Umweltbedingungen, die das Altern beeinflussen.
Was meint Gerontopsychiatrie?
Die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie (DGGPP) definiert die Gerontopsychiatrie als einen eigenständigen Teilbereich der Psychiatrie. Die Gerontopsychiatrie nimmt Bezug auf die Ergebnisse der Forschung der Gerontologie und der Geriatrie und entwickelt ihre eigene präventive, diagnostische, therapeutische und rehabilitative Strategien. Die Demenz und die Altersdepression sind die am häufigsten auftretenden, unter dem Begriff der Gerontopsychiatrie subsumierten Krankheiten.
Was ist mit dem Begriff Hospiz gemeint?
Als Hospiz wird meist eine spezielle Pflegeeinrichtung bezeichnet, die Sterbende im Sinne der Palliativpflege umfassend versorgt. Es gibt ambulante, teilstationäre und stationär tätige Hospizvereinigungen. Unter Hospiz werden nicht nur Institution, sondern auch Konzepte ganzheitlichen Sterbe- und Trauerbegleitung verstanden.
Im Hospiz erhalten unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase eine respektvolle, umfassende und kompetente Betreuung. Dabei spielt die Kontrolle der verschiedenen Symptome eine große Rolle, u.a. die Schmerztherapie. Bei allen pflegerischen, betreuenden und medizinischen Handlungen steht der Wille des Patienten oder der Patientin im Vordergrund. In Beratung und Trauerbegleitung werden Angehörige auf Wunsch einbezogen.
Was bedeutet Kinästhetik?
Die Kinästhetik ist ein Instrument zur Analyse von menschlichen Bewegungsmustern. Die Bezeichnung "Kinästhetik" ist eine Kombination der beiden griechischen Wörter "kinesis" (Bewegung) und "aesthesie" (Wahrnehmung). Die Kinästhetik befasst sich mit der menschlichen Bewegung, die für die Ausübung der Aktivitäten des täglichen Lebens erforderlich ist. Grundlage ist die Erkenntnis, dass die Art und Weise, wie Menschen diese Aktivitäten gestalten, ihre Gesundheits- und Lernprozesse beeinflussen.
Was versteht man unter kognitiv?
Der Begriff kognitiv beschreibt Prozesse, die mit dem Denken zu tun haben (wahrnehmen, analysieren, beobachten, erkennen, beurteilen, planen etc. im Gegensatz zu emotionalen Prozessen (Trauer, Freude, Angst, Aggression etc.). Bei bestimmten Alterskrankheiten, wie z. B. der Demenz, gehen kognitive Fähigkeiten zunehmend verloren.
Was bedeutet Lebenslanges Lernen bzw. Lebensbegleitendes Lernen?
Mit dem Begriff des Lebenslangen Lernens ist ein Konzept gemeint, dass Menschen befähigt, während ihrer gesamten Biographie hindurch zu lernen. In einer sich ständig im Wandel befindlichen Gesellschaft bilden sich neue Formen formellen Lernens (Schule und Berufsausbildung) und informellen Lernens (z. B. beruflich erworbene Erfahrung) heraus. Laut der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung wird Lernen als konstruktives Verarbeiten von Informationen und Erfahrungen zu Kenntnissen, Einsichten und Kompetenzen verstanden. Eine Konsensstrategie zwischen Bund und Ländern orientiert sich sowohl an den Lebensphasen des Menschen von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter, als auch an wesentlichen Elementen für Lebenslanges Lernen, die Entwicklungsschwerpunkte darstellen. Letztere sind z. B. Einbeziehung informellen Lernens, Selbststeuerung, Kompetenzentwicklung, Vernetzung, Modularisierung, Lernberatung. Um dem Begriff des Lebenslangen Lernens den Aufforderungscharakter ökonomisch verwertbarer Prinzipien zu nehmen und Lernen verstärkt als persönliche Entwicklung hinsichtlich der Kompetenzen und nicht hinsichtlich verwertbarer und meßbarer Qualifikationen zu beschreiben, wurde der Begriff Lebenslanges Lernen durch den Begriff Lebensbegleitendes Lernen ausgetauscht (s. hierzu bspw. den Koalitionsvertrag). Der Begriff Lebensbegleitendes Lernen setzt den Akzent deutlicher auf lebensphasenorientierte Verarbeitungs- und Bildungsprozesse sowie auf work-learn-life-balance als Vereinbarkeit von Arbeitswelt, Lernen und Privatem.
Was ist das Meister-BaföG?
Am 01. Juli 2009 ist das "Zweite Gesetz zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (2. AFBGÄndG)" in Kraft getreten. Damit gelten für alle neu beginnenden Aufstiegsfortbildungen deutlich verbesserte Förderkonditionen. Mit dem neuen "Meister-BAföG" sollen noch mehr Menschen für eine berufliche Aufstiegsfortbildung gewonnen werden, um durch eine kontinuierliche Höherqualifizierung über alle Altersgruppen hinweg dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu sichern.
Was bedeutet Motopädie?
Die Motopädie ist eine Form der Förderung und Therapie, die psychologische, pädagogische, sport- und erziehungswissenschaftliche mit medizinischen Erkenntnissen und Methoden verknüpft. Zentraler Ansatz ist die Bewegung, genauer die Wechselwirkung zwischen dem Körper in Bewegung und der Psyche des Menschen.
Was heißt motorisch?
Motorisch bedeutet "den Bewegungsablauf betreffend" oder - besonders in Bezug auf Nerven - "Bewegungen steuernd".
Was bedeutet Neonatologie?
Die Neonatologie ist ein Zweig der angewandten Kinderheilkunde, der sich mit Neugeborenenmedizin (häufig auch Frühgeborenenmedizin) und Neugeborenenvorsorge befasst.
Was ist mit dem Begriff onkologisch gemeint?
Die Onkologie ist die Wissenschaft von der Entstehung, Entwicklung und Behandlung von Tumorerkrankungen. Onkologisch bedeutet "die Krebsheilkunde (Onkologie) betreffend".
Was versteht man unter dem Begriff pädiatrisch?
Die Pädiatrie ist die Lehre von den Erkrankungen des kindlichen Organismus, den Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen des Kindes, sowie ihrer Behandlung..
Unter palliativ oder Palliativpflege ist Folgendes zu verstehen:
Unter Palliativpflege wird ein strukturierter und bedürfnisorientierter Pflege- und Versorgungsprozess Schwerkranker und Sterbender verstanden. Die Wünsche und Bedürfnisse der Sterbenden sowie ihrer Angehören bestimmen die Pflege. Fachkräfte für Palliativpflege lindern die körperlichen Beschwerden der Schwerkranken und unterstützen sie in ihrem psychischen, sozialen und spirituellen Erleben. Ethische Prinzipien der Pflege haben innerhalb der palliativen Pflege einen besonderen Stellenwert. Dazu gehören vor allem die Akzeptanz des Sterbens, die Wahrung der Würde und der Autonomie des Gepflegten, auch über dessen Tod hinaus und des Tods als Teil des Lebens.
Was bedeutet Personalentwicklung?
Personalentwicklung ist die systematische Bildung und Förderung aller Mitarbeitenden einer Organisation bzw. einer Pflegeeinrichtung/eines Pflegedienstes. Mitarbeitende werden für ihre aktuellen und perspektivischen Aufgaben qualifiziert. Die vielfältigen und stetig wachsenden Anforderungen an jede Pflegekraft sind durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst wie z. B. demografische Entwicklung, steigendes Lebensalter mit den damit verbundenen Folgen wie zunehmende Multimorbidität und gerontospychiatrische Veränderungen sowie chronische Erkrankungen, kurze Verweildauern und zunehmende Bedeutung von Sterbebegleitung in den Pflegeinrichtungen etc. Gleichzeitig wird auch das Personal in den Pflegeeinrichtungen älter, geeigneter Nachwuchs ist immer schwieriger zu rekrutieren. Die steigenden und sich ausdifferenzierenden Pflege- und Betreuungsanforderungen - auch vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen haben veränderte Formen der Zusammenarbeit und eine hohe Komplexität der zu bewältigenden Aufgaben zur Folge. Dies macht Personalentwicklung zu einer wesentlichen Voraussetzung, qualifizierte Fach- und Führungskräfte sowie einen fachlich und betriebswirtschaftlich sinnvollen Personalmix zu gewährleisten. Wichtigste Aufgabe der Personalentwicklung ist es daher, die vorhandenen Kompetenzen, Fähigkeiten und Neigungen der Mitarbeitenden zu erkennen, zu erhalten und weiter zu entwickeln und kompatibel mit den Anforderungen der Arbeitsplätze zu machen.
Was verbirgt sich hinter den Begriffen Prävention und Prophylaxe?
Prinzipiell lassen sich beide Begriffe synonym verwenden. Als Prävetion bezeichnet man jede Maßnahme, die Beeinträchtigungen der Gesundheit (Krankheit, Verletzung) verhindern, verzögern oder weniger wahrscheinlich zu machen vermag. Sie bezieht sich unspezifisch auf viele Menschen, wie z. B. Aufklärung der Bevölkerung über die Folgen von Nikotinmissbrauch. Prophylaxe richtet an eine konkrete Person, z. B. die Kariesprophylaxemassnahmen für Kinder beim Zahnarzt.
Was versteht man unter dem Begriff Rehabilitation?
Rehabiliation bedeutet "Wiederherstellung". Unter Rehabilitation versteht man in der Medizin die Wiederherstellung der physischen und/oder psychischen Fähigkeiten eines Patienten mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den Alltag bzw. in das Berufsleben.
Was sind Seminare?
Als Seminar werden allgemein Lehrveranstaltungen bezeichnet. Mit Seminaren im Rahmen der Erwachsenenbildung sind in der Regel Fortbildungsangebote gemeint, deren Konzepte auf eine Lernveranstaltung abzielen. Das Lernen ist vorwiegend erfahrungs- bzw. handlungsorientiert. Die Gruppenstärke ist entsprechend angepasst.
Was ist der Unterschied zwischen "staatlich geprüfte" und "staatlich anerkannte" Ausbildungsberufe?
Zur Erlangung der Berufsbezeichnung "staatlich geprüft" ist ein schulischer Ausbildungsgang von zwei Jahren erforderlich, der mit einer Prüfung endet.
Bei einer zusätzlichen Absolvierung eines dritten Jahres mit Anerkennungsjahr wird die Berufsbezeichnung "staatlich anerkannt" geführt.
Was ist unter transkultureller Pflege zu verstehen?
In Krankenhäusern/Pflegeeinrichtungen wird in den nächsten Jahren der Anteil der Patienten/Bewohner die aus anderen Kulturkreisen kommen stark zunehmen. Dies begründet sich in der Alterstruktur. Der größte Teil der MirgantInnen kam in zwischen Mitte der 50er Jahren und Anfang der 70er Jahren nach Deutschland um den deutschen Arbeitsmarkt zu unterstützen - zunächst war diese Maßnahme vorübergehende geplant, doch die meisten MigrantInnen blieben.
Die Pflege dieser Menschen stellt für das Pflegepersonal eine grosse Herausforderung dar, da oftmals ein Unverständnis für die fremde Kultur vorliegt - und zwar beiderseits. Einen Patienten/Bewohner unter Berücksichtigung seines kulturellen Hintergrundes zu pflegen erfordet ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und Toleranz gegenüber dem Unbekannten oder dem Neuen.
Transkulturelle Pflege ist sich der verschiedenen kulturellen Hintergründe von Pflegeempfängern bewusst. Sie reflektiert die eigenen kulturellen Wertvorstellungen und macht diese nicht zum Maß aller Dinge. Konkret bedeutet dies zum Beispiel das Wissen über und die Berücksichtigung von Sterberitualen in anderen Religionen.
Was meint Validation?
Validieren heißt frei übersetzt "für richtig erklären" und meint, einen Menschen mit Demenz bestätigend zu verstehen. Die Validationsmethode beruht auf der Kommunikationspsychologie von C.R. Rogers und wurde von N. Feil und N. Richard für Menschen, die an Demenz leiden, weiterentwickelt. Validaton beschreibt ein Handlungskonzept, das nicht urteilt und bewertet, sondern Menschen, die scheinbar in ihrer eigenen Welt leben, ernst nimmt und akzeptiert. Das Validationskonzept hilft, Stress abzubauen und ermöglicht den betroffenen Menschen, sich angenommen und verstanden zu fühlen. Validation basiert auf einem empathischen Ansatz und einer ganzheitlichen Erfassung des Individuums. Indem man "in die Schuhe" eines anderen Menschen schlüpft und "mit seinen Augen sieht", kann man in die Welt der alten, demenzkranken Menschen vordringen, die Gründe für ihr manchmal seltsames Verhalten enträtseln und ihre Gefühle "spiegeln".
Was ist unter einer Verantwortlichen Pflegefachkraft zu verstehen? !
Der Begriff "Verantwortliche Pflegekraftkraft" wird häufig synonym verwendet zur Funktionsbezeichnung "leitende Pflegefachkraft" oder "Pflegedienstleitung". Hier beziehen wir uns die Verwendung des Begriffs laut § 71 SGB XI. Nach dieser Definition hat eine verantwortliche Pflegefachkraft den Pflegeprozess qualitativ sicherzustellen. Die "ständige Verantwortung für die Pflege" ist demnach unmittelbar mit der Leitung einer Einrichtung oder ihres Pflegedienstes verbunden.
Was macht eine Wundmanagerin?
Als Wundbehandlung oder Wundmanagement (engl.: wound management) wird die Beurteilung, Reinigung und Versorgung oberflächlicher Gewebsschäden, also der Haut und der unter ihr liegenden Gewebestrukturen bezeichnet. Das Wundmanagement wird sowohl in ambulanten wie auch in stationären Einrichtungen zunehmend von Pflegekräften ausgeübt, die eine Fachweiterbildung als Wundmanager, Wunddiagnostiker oder Wundtherapeuten abgeschlossen haben. Im engeren Sinn wird darunter besonders die Dauerversorgung chronischer Wunden verstanden. Konkret ist die Wundmanagerin verantwortlich dafür, dass eine Wunde gut, schnell und ohne Störungen verheilen kann. Dazu beobachtet sie die Wunde genau, dokumentiert ihre Beobachtungen (z. B. auch durch Fotos) und spricht die weitere Behandlung mit dem Arzt, dem Patienten, seinen Angehörigen und anderen Beteiligten ab.