Sie sind hier: Start >

Berufliche Bildung

>

Aktuelles

Kraftquelle der Bildung und Erziehung

5 Jahre Diakonisches Bildungszentrum Mittelrhein-Mosel

Vor fünf Jahren entstand in Koblenz eine Ausbildungsstätte für Erziehung, Gesundheitsberufe und Altenpflege: das Diakonische Bildungszentrum Mittelrhein-Mosel. Das Besondere: gemeinsam tragen diakonische Einrichtungen und Kirchenkreise aus der Region das Bildungszentrum. Nun wurde das Jubiläum gefeiert.

Das Diakonische Bildungszentrum Mittelrhein-Mosel (DBZMM) wurde 2005 gegründet. Als Gesellschafter sind die wesentlichen Träger der Alten-, Behinderten-, Jugend- und Krankenhilfe im rheinland-pfälzischen Teil der Evangelischen Kirche im Rheinland beigetreten. Sie beschäftigen rund 3 700 Mitarbeitende. Vor wenigen Monaten sind die Mehrzahl der südrheinischen Kirchenkreise, die beiden Protestantischen Kirchen in Luxemburg und das Diakonische Werk Saar der Trägergesellschaft beigetreten. Das DBZMM bietet Ausbildungen in allen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens und Erwachsenen- und Weiterbildungen an. Mehrheitsgesellschafter mit 51 Prozent ist das Stiftungsklinikum Koblenz – wegen der entsprechenden Geschäftsführungs- und Ausbildungskapazität.

 

Ausbildung mit christlicher Wertgrundlage

Als Vertreter der Diakonie RWL betonte Vorstand Dr. Moritz Linzbach in seinem Grußwort die christlich-diakonische Ausrichtung des Bildungszentrums. Zwar seien die Angebote für Schülerinnen und Schüler jeder Glaubensrichtung offen, das bedeute aber nicht, „dass man nicht von einer klaren christlichen Wertgrundlage ausgeht und dies auch deutlich macht.“ Für Linzbach zentral ist, dass angehende Altenpfleger und Krankschwestern im DBZMM die Achtung vor dem menschlichen Leben nach biblisch-christlicher Tradition kennen lernen. „Die gelebte Friedensbotschaft des Christentums sollte sich hier in Koblenz unter dem Kronenkreuz entfalten.“

 

Zukunft der Pflegeausbildung

Im Rahmen der Festveranstaltung referierte Heidemarie Rotschopf vom Geschäftsbereich Krankenhaus und Rehabilitation der Diakonie RWL über die Zukunft der Pflegeausbildung. Bedingt durch die Herausforderungen des demografischen Wandels und des medizinischen Fortschritts sei eine Neuordnung der Pflegeausbildung sowohl im Kranken- wie im Altenpflegebereich notwendig. Schon im Jahr 2004 haben sich die drei diakonischen Werke Rheinland, Westfalen und Lippe in der Positionierung „Die Zukunft der Pflegeausbildung: Anforderungen und Forderungen“ diesbezüglich geäußert. Grundidee für eine Reform ist, dass die Ausbildung zukünftig ermöglichen soll, dass Absolventinnen und Absolventen in allen Berufsfeldern tätig sein können, in denen Menschen der Assistenz, der Pflege und der Betreuung bedürfen. Uneinigkeit unter Experten und Politikern besteht allerdings noch in der konkreten Umsetzung dieser Idee.

Zum Nachlesen

Grußwort Dr. Moritz Linzbach
DBZMM – mögliche Kraftquelle der Bildung und Erziehung

zurück zur Liste