2. Juli 2009
Vom Ein-Frau-Betrieb zum professionellen Werk
50 Jahre Diakonisches Werk Altenkirchen

Einst führte ein kleines Metallschild zur „Inneren Mission" , heute helfen viele Hinweisschilder. Hubertus Eunicke, Leiter des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen, hat einst das alte Türschild gerettet. Foto: Petra Stroh
Als "Evangelischer Gemeindedienst für Innere Mission" war der Grundstein für das Diakonisches Werk gelegt worden, als mit der Synodalfürsorgerin Martha Böer am 1. April 1959 das erste Arbeitsgebiet „belegt" wurde. Von Anfang an in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises war Martha Böer im Flüchtlingslager Almersbach und im Durchgangslager Altenkirchen tätig. Sie führte Vormundschaften und Pflegschaften, vermittelte Mutter-Kind-Kuren und Ferienmaßnahmen für Kinder und war im Jugendwohlfahrts- und Sozialhilfeausschuss des Kreises tätig.
Von der Fürsorge zu den Fachdiensten
Aus diesem anfänglichen „Ein-Frau-Betrieb" mit überschaubaren Ansätzen hat sich mittlerweile ein umfängliches und hoch professionelles Angebot entwickelt. Dementsprechend auch das Motto für das Jubiläum: „Von der Fürsorge zu den Fachdiensten - 50 Jahre Diakonisches Werk in Altenkirchen". Das Diakonische Werk ist mittlerweile in 13 Arbeitsfeldern mit mehr als 30 hauptberuflich Mitarbeitenden aktiv. Zahlreiche Ehrenamtliche kreisweit, dazu noch Menschen im Rahmen der Arbeitsförderung, arbeiten unter dem Dach und in der Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen zum Wohle der Menschen vor Ort.
Chronik und Predigtband in Arbeit
Anlässlich des Jubiläums wird auch ein Predigtband mit Andachten und Predigten aus dem Kirchenkreis zu Themen der Diakonie erscheinen. Außerdem eine Chronik, in der die entscheidenden Entwicklungen nachgezeichnet werden. Nach der schwierigen Aufbauarbeit und fast 20jähriger Tätigkeit von "Frl. Böer" wurde die Leitung der Einrichtung im Jahre 1978 an Rainer Abresch übergeben, dem 1991 Hubertus Eunicke folgte.
Kinderarmut im Blick
Anlässlich des Jubiläums beschäftigt sich am 29. August eine Regionalkonferenz mit dem brisanten Thema Kinderarmut, bei der unter dem Motto "Chancenreich - Gemeinsam aktiv gegen Kinderarmut" verschiedene Initiativen aus dem gesamten Rheinland und speziell aus dem Kreis Altenkirchen vorgestellt werden. Bei dieser Regionalkonferenz wird auch die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe mitwirken.