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Archiv 2009

8. Oktober 2009

Profil zeigen – Auftrag erfüllen – Werte leben

120 Jahre Stiftung kreuznacher diakonie

In einem feierlichen Gottesdienst mit Präses Nikolaus Schneider feierten die Stiftung kreuznacher diakonie den 120. Geburtstag und sieben Diakonissen ihre langjährigen Jubiläen. (Foto: kreuznacherdiakonie.de)

Einen Einblick in Bereiche der Stiftung kreuznacher diakonie lieferten Pfarrer Wolfgang Baumann aus der Geschäftsführung des Rehabilitationszentrums Bethesda, Frau Dr. Ilka Sax-Eckes, Geschäftsführerin der Heilpädagogischen Einrichtungen und der Geschäftsführer der Hunsrück Klinik Simmern, Dr. Thorsten Junkermann. Symbolisch präsentierte Pfarrer Baumann einen großen roten Schlüssel, das „Dach über dem Kopf“, das die Wohnungslosenhilfe Menschen in Armut gibt. „Der Schlüssel steht auch für die Werte, die wir leben: Den Menschen achten, sein Selbstbewusstsein stärken und ihn auf einem steinigen Weg begleiten“, erklärte er und mahnte: „Reichtum braucht ein Maß, Armut eine Grenze“.

 

Kluge Haushalterschaft und Vorsorge angemahnt

Die Predigt hielt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Pfarrer Nikolaus Schneider. Er richtete von der Kanzel ein nachdenklich stimmendes Wort an die Besucherinnen und Besucher des Festgottesdienstes. „Ein Tor ist ein Mensch, der meint, ohne Gott leben zu können“, eröffnete er und kritisierte die um sich greifende Selbstbezogenheit und Maßlosigkeit. „Der Mensch lebt aus Beziehungen, die ihm Leben schenkten, Rat geben und die schönen Tage schön machen. Keiner von uns kann alles machen!“, mahnte er. Die Bibel empfehle „kluge Haushalterschaft“, Vorsorge, wie sie auch in der Stiftung kreuznacher diakonie praktiziert wird, nicht maßloses Anhäufen von Reichtum. Auch die Finanzkrise sei durch diese Maßlosigkeit entstanden, kritisierte Präses Schneider. „Es gibt zu viele Tore, insbesondere reiche. Dass es auch anders geht, zeigt die Stiftung kreuznacher diakonie“, lobte er.

 

Wertvoller Baustein im Sozialen und maßgebliche volkswirtschaftliche Kraft

In einer Podiumsdiskussion stellten sich Präses Nikolaus Schneider, Superintendent Marcus Harke, die Bundestagsabgeordneten Julia Klöckner und Fritz-Rudolf Körper sowie Landrat Franz-Josef Diel und Oberbürgermeister Andreas Ludwig den Fragen rund um ihre Sicht auf die kreuznacher diakonie. Einhellige Meinung: Die Diakonie ist und bleibt wertvoller Bestandteil im Sozialbereich und in der Behindertenhilfe, Präses Schneider sieht sie gar als repräsentativen „guten Leuchtturm“ der rheinischen Kirche. Oberbürgermeister Ludwig unterstrich die „wirtschaftliche Erfolgsgeschichte“ der Stiftung kreuznacher diakonie, die als größter Arbeitgeber jedem Einzelhändler der Stadt zugute komme. Schließlich bilden die 130 Millionen Euro Mitarbeitergehälter 2009 eine maßgebliche volkswirtschaftliche Kraft im Kreis.

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