1. Dezember 2009
Altenpflege an der Saar fehlt Personal
Saarländische Pflegegesellschaft fordert 600 zusätzliche Stellen

(epd) Die Pflegegesellschaft forderte die Kassen auf, über eine Erhöhung des Personalschlüssels in den Einrichtungen zu verhandeln. Beim Initiativtag "Altenpflege in Bewegung", der von der Saarländischen Pflegegesellschaft veranstaltet wurde, plädierte Sozialministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) für eine Weiterentwicklung und Modernisierung der Altenpflegeausbildung. Die Pflege sei eine Zukunftsbranche, die künftig immer mehr Bedeutung auf dem Arbeitsmarkt gewinnen werde, sagte die Ministerin. Um den steigenden Bedarf decken zu können, müssten schon heute entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu gehörten eine berufsfeldübergreifende Ausbildung und mehr Aufstiegsmöglichkeiten.
Fachlich vertretbare Pflege
Eine fachlich vertretbare Pflege sicherzustellen ist nach Auffassung der Saarländischen Pflegegesellschaft angesichts der demografischen Entwicklung zunehmend schwierig. "Wir haben nicht genügend Fachkräfte und die Zahl der Auszubildenden nimmt ab", stellte Blank fest. Der Theologe warnte Politik und Kostenträger davor, den Anteil der Fachkräfte in den Alteneinrichtungen zu reduzieren und mehr Hilfskräfte einzustellen. Dies führe in eine Qualitätskatastrophe, deren Opfer die Pflegebedürftigen wären.
Die Saarländische Pflegegesellschaft vertritt nach eigenen Angaben alle stationären und teilstationären Altenhilfeeinrichtung des Landes, alle Sozialstationen der Wohlfahrtsverbände sowie mehr als 90 Prozent der privat-gewerblichen Pflegedienste.
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