7. Dezember 2009
Soziale Einrichtungen und Wirtschaftskrise
Johanneswerk sieht Träger noch nicht betroffen

Karsten Gebhardt, Vorstandschef des Evangelischen Johanneswerkes
(epd) Die Träger seien sogar in den vergangenen Monaten so etwas wie die "Stabilitätsgaranten für die Gesellschaft" gewesen, erklärte Gebhardt. Die Nachfrage nach den Diensten des Johanneswerks sei ungebrochen. Das Unternehmen könne mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis für 2009 rechnen. Dies werde aber nicht so bleiben. "Bei einer so stark gewachsenen Verschuldung der öffentlichen Hände, erwarteter hoher Arbeitslosigkeit und gleichzeitigen Steuerrückgängen müssen wir künftig mit Leistungskürzungen rechnen", erklärte Gebhardt. Trotzdem wolle sich das Johanneswerk in Zukunft noch intensiver dafür einsetzen, dass nicht immer mehr Menschen durch das größer werdende Raster des Sozialstaats fielen, erklärte der Johanneswerk-Vorstand.
Das Evangelische Johanneswerk ist nach eigenen Angaben einer der größten diakonischen Träger Europas mit Sitz in Bielefeld. Rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in mehr als 70 Einrichtungen tätig. Die diakonischen Angebote richten sich an alte, kranke und behinderte Menschen sowie Kinder und Jugendliche und schließen die offene diakonische Arbeit im Kirchenkreis Bielefeld ein. Gegründet wurde das Werk 1951.
(c) epd-Nachrichten sind urheberrechtlich geschützt. Sie dienen hier ausschließlich der persönlichen Information. Jede weitergehende Nutzung, insbesondere ihre Vervielfältigung, Veröffentlichung oder Speicherung in Datenbanken sowie jegliche gewerbliche Nutzung oder Weitergabe an Dritte ist nur mit Genehmigung des Verlages gestattet.