11. März 2009
Stabwechsel bei der Königsberger Diakonie
Contag ins Amt eingeführt

Nach der Amtseinführung: Dr. Uwe Becker (links) und Jörn Contag (rechts), Foto: Henning, WNZ
Am Sonntag erfolgte in der Klosterkirche auf dem Altenberg im hessischen Oberbiel bei Wetzlar die kirchenamtliche Einführung von Pastor Jörn Contag in das Vorsteheramt des ehemals ostpreußischen Mutterhauses. Die gottesdienstliche Handlung nahm der Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Pfarrer Dr. Uwe Becker aus Düsseldorf, vor. Unter den 150 Gottesdienstbesuchern befanden sich neben Landrat Wolfgang Schuster (SPD), Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) und dem Solmser Rathauschef Jörg Ludwig (FWG) auch Johannes Graf von Oppersdorff sowie Vertreter der Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar. In seiner Ansprache über das Bibelwort in 5. Mose 11 Vers 16 hob Dr. Becker hervor, dass bei allen finanziellen Rentabilitätsberechnungen in den diakonischen Einrichtungen der evangelischen Kirche die Verbreitung von Gottvertrauen den größten „betriebswirtschaftlichen Gewinn" verspreche. Pastor Contag, der sich in seiner Predigt auf die biblische Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas 10) bezog, erklärte christliche Nächstenliebe als „Anteilnahme und Mitleiden" gegenüber Hilfsbedürftigen.
Pastor Contag wuchs in Göttingen auf und war vor seiner Wahl zum Mutterhaus-Vorsteher Gemeindepfarrer in Bad Pyrmont. Er trägt - zunächst für fünf Jahre - die Mitverantwortung für 600 Bewohner und für die Einsatzbereitschaft von 400 Mitarbeitern in den Einrichtungen des Königsberger Mutterhauses in Braunfels, auf dem Altenberg bei Oberbiel sowie in Wetzlar und ist damit Nachfolger von Barbara Killat.
Henning, WNZ