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Archiv 2009

2. April 2009

Soziale Arbeit der Diakonie muss auch vom Konjunkturpaket profitieren

Westfälische Trägerkonferenz diskutierte Folgen der Finanzkrise

Blick in den Veranstaltungssaal

Foto: Diakonie RWL

Welche Auswirkungen hat die Finanzmarktkrise auf die Einrichtungen und Unternehmen der Diakonie? Wie können die Diakonischen Werke vor Ort die Finanzmittel des Konjunkturpakets II für ihre Arbeit nutzen? Diese beiden Fragen standen im Zentrum der Trägerkonferenz der westfälischen Diakonie am 1. April in Münster.

„Wir haben eine Weltwirtschaftskrise“, so das Fazit von Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der KD-Bank in Dortmund. Die Krise hat gravierende Auswirkungen, vor allem auf den Arbeitsmarkt, aber Thiesler rechnet schon ab 2010, spätestens 2011, mit einer wirtschaftlichen Erholung. Der Bedarf an diakonischen Hilfen wird größer werden. Die Chancen diakonischer Einrichtungen, ihre Arbeitsvorhaben oder auch neue Bauten zu finanzieren, werden aber kaum mit diesem Bedarf Schritt halten. KD-Bank-Chef Thiesler riet den sozialwirtschaftlichen Unternehmen, ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen und für mehr Transparenz und Kompetenz zu sorgen.

„Absehbar ist, dass die sozialen Probleme größer werden und die Armut wächst“, so Pastor Günther Barenhoff, Sprecher des Vorstandes der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Er sieht die soziale Balance gefährdet. Sozialen Konflikten müsse vorgebeugt werden. Hier komme der Freien Wohlfahrtspflege eine wichtige Rolle zu. Langfristig würden vermutlich die Schulden des Konjunkturpaketes finanziert durch Einsparungen im sozialen Bereich. Hier müsse die Diakonie als Anwalt der Hilfebedürftigen deutlich ihre Stimme erheben. Barenhoff ermutigte die Vertreter der regionalen Diakonie, sich auf kommunaler Ebene für diakonische Belange stark zu machen und entsprechende Projekte der kirchlichen sozialen Arbeit vorzuschlagen. „Die Gelder des Konjunkturpaketes müssen auch in diakonische Projekte fließen“, forderte Günther Barenhoff. 

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