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Archiv 2009

16. Dezember 2009

Erich Eltzner verstorben

Im Glauben tief verwurzelter Sozialpolitiker

Pfarrer Erich Eltzner (2007), Foto: Wittekindshof

Der in Einbeck geborene westfälische Pfarrer genoss bundesweit als im Glauben tief verwurzelter evangelischer Christ und engagierter Sozialpolitiker über die Behindertenhilfe hinaus hohes Ansehen. In seiner Amtszeit im Wittekindshof führte er den Aschermittwochsempfang ein, dem er ebenso wie dem Wittekindshofer Jahresfest ein unverkennbares sozialpolitisches und ethisches Profil verlieh.

 

An der Fusion dieses Fachverbandes mit dem Verband Evangelischer Einrichtungen für die Rehabilitation Behinderter e.V. (VEERB) im Jahr 1998 zum einheitlichen Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) war Pfarrer Erich Eltzner maßgeblich beteiligt. Den Vorsitz im BeB setzte er auch als Ruheständler vier Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Wittekindshof fort, bis 2002 mit Pfarrer Klaus-Dieter K. Kottnik, dem heutigen Präsidenten des Diakonischen Werkes, ein geeigneter Nachfolger für das Ehrenamt zur Verfügung stand. Pfarrer Eltzner wurde als Ehrenvorsitzender des BeB berufen und nahm auch weiterhin an den Fachtagungen und Empfängen teil, deren Inhalte oder beteiligte Personen ihm besonders am Herzen lagen.

 

Nach Studium und Vikariat war Erich Eltzner elf Jahre Gemeindepfarrer und Jugendpfarrer im Kirchenkreis Hagen und gleichzeitig 1. Vorsitzender des örtlichen Diakonischen Werkes. In den Jahren 1970 bis 1980 war der vierfache Vater Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen und 1972 bis 1984 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej). Außerdem war der später mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrte Pfarrer Mitglied und zum Teil stellvertretender Vorsitzender der Jugendkammer der Evangelischen Kirche in Deutschland.

 

Auf der Grundlage seines christlichen Menschenbildes setzte sich Pfarrer Erich Eltzner für Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Teilhabe ein und engagierte sich in der Versöhnungsarbeit zwischen Deutschen und Juden. Er war von 1976 bis 1984 Mitglied der Deutsch-israelischen Fachkommission der Bundesregierung, arbeitete im Länderausschuss Israel von Rotary International und im Deutsch-Israelischen Länderausschuss von Rotary Deutschland.

 

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