31. Juli 2009
"Meilenstein in der Profilierung der evangelischen Altenpflegeausbildung"
Evangelische Fachseminare in NRW verabschieden Rahmencurriculum

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Die evangelische Altenpflegeausbildung in NRW hat sich ein eigenes Rahmencurriculum gegeben: Ziel ist eine qualitativ hohe und vergleichbare Ausbildung. Dazu wurde ein verbindlicher Rahmen geschaffen, der zugleich allen Beteiligten Spielraum für die Ausgestaltung ihrer eigenen praxisorientierten curricularen Weiterentwicklung gibt. Das Rahmencurriculum sei, so Beatrix Halm-Schloesser, ein "Meilenstein in der Profilierung der evangelischen Altenpflegeausbildung". Beatrix Halm-Schloesser ist die in der Diakonie RWL zuständige Ansprechpartnerin für alle Fragen zu den Ausbildungen in der Altenpflege.
Notwendiger Schritt
Die Arbeit am Curriculum ist ein kontinuierlicher Prozess, der immer wieder an den Anforderungen der Praxis und den Voraussetzungen der Auszubildenden zu überprüfen ist. Theorie und Praxis werden unmittelbar miteinander verwoben. Dazu werden die Lernfelder sinnvoll aus allen Bereichen zu Lernsituationen verknüpft. Eine Arbeitsgruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehrerer Fachseminare hatte den Schritt vorbereitet. Die Notwendigkeit dazu liegt auf der Hand: Unter Berücksichtung der in NRW durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) veröffentlichten Empfehlenden Richtlinie für die Altenpflegeausbildung und dem Praktischen Rahmenlehrplan gilt es für die Fachseminare für Altenpflege, die Inhalte so zu strukturieren, dass sie mit den Anforderungen der Ausbildungsträger kompatibel sind.
Daher ist klar, dass curriculare Arbeit in engem Austausch mit Vertretern der Einrichtungen, z.B. den Praxisanleitern, stattfindet. Die Struktur des Wechsels von Theorie und Praxisblöcken gibt einen ersten Aufschluss über die Anbindung inhaltlich nahe liegender Lernfelder. So liefern die Theorieblöcke jeweils den Hintergrund von Wissen und Handlungskompetenzen für die darauf folgenden Einsätze im Praktikum. Somit sind beide als eine thematische Einheit zu verstehen und mit entsprechenden Leistungsüberprüfungen und Aufgaben auszustatten.
Spiralcurricularer Ansatz
Entscheidend ist dabei ein spiralcurricularer Ansatz: Lernfelder werden nicht linear abgearbeitet, sondern sinnvoll aus allen Bereichen zu Lernsituationen verknüpft. Der Lernfortschritt wird durch zunehmend komplexer werdende Situationen gewährleistet. Aus dieser Gestaltung können dann gemeinsame Kompetenzen formuliert werden, die für Theorie und Praxis gleichermaßen relevant sind. So hat die Arbeitsgruppe einen Kompetenzkatalog erstellt, der inhaltlich in den Kategorien Fach- (incl. Methodenkompetenz), Sozial- und Personalkompetenz einen Gesamtüberblick über die zu erreichende Handlungs- und Reflexionsfähigkeit der Teilnehmer gibt . Auch für die Kooperationspartner der Fachseminare, die Einrichtungen der ambulanten und stationären Altenpflege, garantiert der Katalog ein hohes Maß an Verlässlichkeit hinsichtlich der Ziele der Ausbildung.
Der Verbindlichkeit der Inhalte dieses Katalogs konnten sich alle evangelischen Fachseminare anschließen. Mit ihrer strukturierten curricularen Arbeit sehen die Fachseminare den Herausforderungen zukünftiger Ausbildungsveränderungen als Gesamtverantwortliche für die Altenpflegeausbildung zuversichtlich entgegen.
Bericht: Regine Radermacher, Michael HaasRegine Rademacher ist Leiterin des Ev. Fachseminars für Altenpflege der Hasensprungmühle in RemscheidMichael Haas ist Leiter des Ev. Fachseminars für Altenpflege der Diakonissenanstalt Salem-Köslin in Minden
Materialien
- Das Rahmencurriculum und Anlagen zum Download
- Rahmencurriculum für die evangelische Altenpflegeausbildung in RWL