8. August 2009
Mobile Mieterhilfe kommt zu den Menschen
Kooperation von Johanneswerk und Bethel
Foto: Diakonie RWL
Immer mehr Menschen bezahlen ihre Miete nicht, der Verlust der Wohnung ist für sie eine reale Bedrohung. Doch in vielen Fällen ist das knappe Einkommen nicht das eigentliche Problem. Die Ursache ist fehlende finanzielle Kompetenz, kombiniert mit der Hemmung, externe Hilfeangebote in Anspruch zu nehmen. Das Angebot „Mobile Mieterhilfe – Einkommensberatung“ will genau diese Menschen erreichen.
Kurzfristige und langfristige Hilfe
Mit dem Beratungsangebot betreten die Kooperationspartner – der Stiftungsbereich Integrationshilfen in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, der Ev. Gemeindedienst im Johanneswerk und die Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (BGW) – neue Wege. Die Mitarbeitenden der Mobilen Mieterhilfe suchen die Betroffenen zu Hause auf und helfen ihnen in zweierlei Hinsicht: Zuerst wird die akute Gefahr des Wohnungsverlustes abgewendet und langfristig Miet- und Energiezahlungen gewährleistet. Danach soll eine eigenverantwortliche und schuldenfreie Einkommensverwaltung eingeübt werden.
Soziale und wirtschaftliche Folgekosten
Frühzeitig helfen, damit soziale und wirtschaftliche Folgekosten wie Beitreibungs- und Vollstreckungsmaßnahmen oder Wohnungslosenhilfen gar nicht erst entstehen: Das ist das Ziel, das die Kooperationspartner Johanneswerk und Bethel aus ihren umfangreichen und langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit sozial benachteiligten Menschen abgeleitet haben. Unterstützung erhalten sie dabei von der Aktion Mensch, der Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (BGW) und der Fachstelle für Wohnungserhalt und Wohnungssicherung der Stadt Bielefeld.