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Archiv 2009

8. September 2009

Keine Reaktion auf "Aktion Bleiberecht"

Verbände kritisieren Integrationsbeauftragte Böhmer

Foto von Dietrich Eckeberg

Zum Ende der ersten Amtszeit der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, kritisieren Wohlfahrtsverbände ihre Arbeit. Auch Dietrich Eckeberg, Flüchtlingsexperte der Diakonie RWL, zeigt sich gegenüber epd sozial enttäuscht.

"Ihre Ombudsrolle hat sie nicht wahrgenommen", so Dietrich Eckeberg von der Diakonie RWL über die CDU-Politikerin Maria Böhmer. Verschiedene Flüchtlingsverbände werfen der Beauftragten der Bundesregierung vor, sich vor heiklen Fragen der Migrationspolitik gedrückt zu haben. Besonders das Thema der europäischen Asylpolitik habe Böhme nicht im Blick. "Griechenland und Italien verletzen durch ihren Umgang mit Flüchtlingen eklatant die Menschenrechte", sagt Eckeberg. Von Böhmer gebe es dazu aber keine Stellungnahme. Und auch auf die gemeinsame Kampagne von Caritas und Diakonie "Aktion Bleiberecht", habe die Integrationsbeauftragte nicht reagiert.

In epd sozial äußern sich noch weitere Flüchtlingsverbände kritisch. Sie haben den Eindruck, dass sich Böhmer nur äußert, wenn ihre Stellungnahme für sie ungefährlich ist. Nur sehr selten habe die Migrationsbeauftragte Asylbewerberunterkünfte oder Gefängnisse mit Abschiebehäftlingen besucht.

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