4. Februar 2009
Rheinischer Präses stärkt Bundesdiakonie
Nikolaus Schneider wird neuer Vorsitzender des Diakonischen Rates

Präses Nikolaus Schneider (Quelle:ekir.de)
Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, wurde am 4. Februar einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Diakonischen Rates des Diakonischen Werkes der EKD gewählt. Er übernimmt den Vorsitz von Kirchenpräsident Eberhard Cherdron aus Speyer, der im vergangenen Dezember in den Ruhestand getreten ist.
"Im Hinblick auf die Fusion des Evangelischen Entwicklungsdienstes und dem Diakonischen Werk der EKD zum Evangelischen Zentrum für Entwicklung und Diakonie ist die Wahl von Präses Schneider ein Signal für die zukünftige Zusammenarbeit unter einem Dach", betont Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik. Seit November 2005 ist Schneider Vorsitzender des Aufsichtsrates des Evangelischen Entwicklungsdienstes (eed). Mit der Zusammenlegung beider Werke soll die Arbeit der evangelischen Kirchen gegen Armut und Not im Inland und weltweit langfristig gesichert und gestärkt werden.
Der Diakonische Rat überwacht als Aufsichtsgremium die Umsetzung der Beschlüsse der Diakonischen Konferenz. Den Vorstand berät er bei dessen Arbeit und beaufsichtigt seine Amtsführung. Er beruft die Vorstandsmitglieder und schlägt der Diakonischen Konferenz den Präsidenten bzw. die Präsidentin zur Wahl vor.
Nikolaus Schneider wuchs in einer Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet auf und setzte sich schon früh für die Belange armer Menschen ein. Als Pfarrer unterstützte er mit seinen Gemeinden in Rheinhausen und Moers Projekte in Entwicklungsländern. 1997 wechselte der Verfechter der Ökumene ins Landeskirchenamt Düsseldorf. Seit April 2003 ist Schneider Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Schneider ist zudem im Rat der EKD.