12. August 2009
Taifun "Morakot" fordert zahlreiche Tote
Tausende Menschen verlieren ihre Häuser durch Überschwemmungen

Auf seinem Weg über die Philippinen, Taiwan und Chinas Festland hat der Taifun Morakot eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Allein auf den Philippinen hat der Taifun bislang 22 Tote gefordert, mindestens genauso viele Menschen gelten noch als vermisst. Besonders betroffen sind der Norden und das Inland der Insel Luzon. Tausende Menschen verloren ihre Häuser durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Citizens Disaster Response Center (CDRC) hilft die Diakonie Katastrophenhilfe den Opfern des Taifuns auf den Philippinen.
Insgesamt sind mehr als 100 000 Menschen in elf Provinzen auf den Philippinen von den Folgen des Taifuns betroffen. In der philippinischen Hauptstadt Manila verwandelte sich die Stadtautobahn in einen reißenden Fluss. Vor allem im Gebiet der Cordilleras lösten die heftigen Regenfälle zahlreiche Erdrutsche und Schlammlawinen aus. Im Küstenort Botolan mussten Tausende Menschen evakuiert werden, nachdem ein Flussdeich gebrochen war.
Die Partnerorganisation CDRC der Diakonie Katastrophenhilfe hat unmittelbar nach dem Wirbelsturm begonnen, die genauen Schäden aufzunehmen, um die Opfer des Taifuns so schnell wie möglich mit dem Notwendigsten zu versorgen. Mitarbeiter der örtlichen Katastrophenschutzteams stellen Hilfspakete für die Menschen in den am schwersten betroffenen Orten zusammen. Die Opfer der Katastrophe brauchen vor allem Lebensmittel und Wasser. Darüber hinaus verteilen die Helfer Kochgeschirr, Decken und Medikamente, um den Ausbruch von Krankheiten durch verschmutztes Trinkwasser zu verhindern. Nach Schätzungen der Regierung hat der Taifun Schäden in Höhe von rund einer Million US-Dollar verursacht.
Die Inselgruppe der Philippinen liegt auf dem "Weg" der Taifune im Pazifik. Bis zu 20 Wirbelstürme suchen das Land jedes Jahr heim und fordern zahllose Opfer besonders unter der armen Bevölkerung. Die Anzahl und Stärke der Stürme haben in den vergangenen Jahren auf Grund der Auswirkungen des Klimawandels stark zugenommen. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt seit zwei Jahren gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation CDRC Gemeinden in besonders gefährdeten Gebieten. Um die Bevölkerung besser vor Taifunen zu schützen, wird dort im Rahmen eines auch vom Auswärtigen Amt geförderten Projektes vor allem der Katastrophenschutz ausgebaut. Dazu wurden im vergangenen Jahr in 72 Gemeinden Katastrophenschutz-Komitees gegründet und deren Mitglieder in Erster Hilfe, Katastrophenschutz und Evakuierungs-Maßnahmen geschult.
Um die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützen zu können, bitten die kirchlichen Werke der westfälischen und der rheinischen Landeskirche um Spenden: Kennwort: "Taifun".
Diakonisches Werk Rheinland: Konto 55 55 431, Bank für Sozialwirtschaft Köln, BLZ 370 205 00
Diakonisches Werk Westfalen: Konto 21 000 35 033, KD-Bank eG Dortmund, BLZ 350 601 90
Für Rückfragen: Peter Liebe, Telefon 0711 2159-186 oder 0174 3020158