19. Juni 2009
Diakonie-Kongress: Zukunft Pflegen
Neue Ausbildungswege gefordert

Foto: DEKV
„Das ist Pflege: schwungvoll, sexy - da ist was los!" Mit diesen Worten eröffnete Professor Udo Krolzik, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes, den 2. deutschen Pflegekongress der Diakonie. Die dreitägige Veranstaltung stand unter dem Motto: „zukunft:pflegen". Knapp 1.300 Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler fanden sich am 15. Juni zur Auftaktveranstaltung im ICC Berlin ein, um sich auf die nächsten Tage einstimmen zu lassen. Darunter auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus dem Gebiet der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Ihre Teilnahme wurde vom Krankenhausverband RWL finanziell unterstützt.
Wir sind dabei
Einen Bericht über die Erfahrungen von Schülerinnen der Pflegeschule aus Ennepetal auf dem Kongress können Sie demnächst auf diakonie-rwl.de nachlesen.
Zukunft der Pflege gestalten
Udo Krolzik motivierte die Teilnehmer sich einzumischen: „Wie immer die Zukunft der Pflege aussieht, Sie werden sie gestalten!" Er hob die Attraktivität des Pflegeberufes hervor. Der Kongress solle Impulse setzen, um Herausforderungen anzunehmen, christliche und spirituelle Werte in die Pflege zu integrieren und ein neues Pflegeverständnis zu vermitteln. Klaus-Dieter Kottnik sensibilisierte die Kongressteilnehmer, gemeinsam über die Zukunft des Pflegeberufes nachzudenken, aus Erfahrungen und Nöten zu lernen, sich kritisch und konstruktiv auszutauschen. Eine Vereinheitlichung der unterschiedlichen Pflegeausbildungen ist seiner Meinung nach unabdingbar, da der Wissensstand innerhalb dieser Berufsfelder der Gleiche sein müsse. Außerdem würde die Attraktivität der Berufe gesteigert. Menschen in Pflegebereichen würden mehr Wertschätzung verdienen, so der Präsident des Diakonischen Werkes. Dieses Ziel sei unter anderem durch eine gerechtere Entlohnung zu erreichen. Er appellierte an die Pflegeschüler, sich in der Öffentlichkeit für ihren Beruf stark zu machen und führte ihnen die Bedeutung ihrer Profession vor Augen.
Veranstalter des Kongresses sind das Diakonische Werk der EKD und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) in Kooperation mit dem Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) sowie dem Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB). Mehr als 50 Einzelveranstaltungen für rund 1.500 Nachwuchskräfte, 400 Führungs- und Leitungskräfte aus diakonischen Einrichtungen und 300 Mitarbeitende aus der der Kranken-, Alten- und Behindertenhilfe unterstreichen die Bedeutung des Kongresses als Impulsgeber für neue Perspektiven und gemeinsame christliche Visionen in der Branche „Gesundheit und Soziales."