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Archiv 2009

26. November 2009

„Kölsch Hätz“ erhält Sozialpreis

Ökumenisches Nachbarschaftsprojekt gewinnt „innovatio“

Beim zehnjährigen Jubiläum: Ludger Hengefeld, Karl Gerhard Bachmann, Gabriele Vollrodt (Gründerin von „Kölsch Hätz“), Franz Decker, Hermann-Josef Roggendorf (v.l.); Foto: kirche-koeln.de

"Nachbarn zeigen ein Herz für Nachbarn" ist die Idee des Projektes, das 1997 gegründet wurde. Gemeinsam organisieren der Caritasverband Köln in Kooperation mit dem Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region und den Pfarrgemeinden diese ökumenische Nachbarschaftshilfe. In 14 Kölner Stadtteilen sind zurzeit 332 Ehrenamtliche und drei Hauptamtliche aktiv. Acht weitere Stadtteile sind auf dem Weg, dieses Angebot zu organisieren.

 

Soziales Engagement muss organisiert werden

In seiner Laudatio würdigt der Präsident des Deutschen Caritasverbandes (DCV), Peter Neher: "Kölsch Hätz ist eine adäquate Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen in den Stadtteilen und in den Kirchengemeinden." Die Zahl aktiver Christen beider Konfessionen gehe zurück, die Lebenseinstellungen seien vielfältig und soziales Engagement müsse neu organisiert werden." Hier habe Kölsch Hätz einen Weg beschritten, der in seinem ökumenischen Engagement ein Modell für die Pfarrgemeinden und für Caritas und Diakonie sei, betont Neher.

 

Pionierarbeit geleistet

"Ihr Ausgangspunkt war die zunehmende Anonymität in den Großstädten. Dabei haben sie nicht nur die Menschen im Blick, die wegen ihres Alters oder einer Krankheit sozial isoliert sind. Sie denken auch an die Menschen, die neu nach Köln gekommen sind und ein neues soziales Netz aufbauen möchten", beschreibt Neher das Besondere des Projektes Kölsch Hätz. Beeindruckend sei die große Zahl ehrenamtlich Tätiger, die sich für andere engagierten. Alle Akteure hätten hier Pionierarbeit geleistet. So habe sich auch die Jury von der Fachlichkeit, dem Erfolg und dem Durchhaltevermögen beeindruckt gezeigt.

 

Ehrenamt für mehr Lebensqualität

Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik ergänzt: "In Zeiten des schnellen gesellschaftlichen Wandels ist bürgerschaftliches Engagement mehr denn je gefragt. Seit über zehn Jahren engagiert sich "Kölsch Hätz" für die Lebensqualität in Kölner Stadtvierteln. Die Erfahrung und der Erfolg zeigen: Menschen sind bereit, sich für ihre Nächsten zu engagieren, wenn die Voraussetzungen stimmen, auf ihre Wünsche und Möglichkeiten eingegangen wird und sie persönliche Begleitung erfahren. Mit dem innovatio Sozialpreis wollen wir diese anerkennenswerte Arbeit würdigen."

 

Preis zu siebten Mal verliehen

Der Sozialpreis innovatio wurde in diesem Jahr zum siebten Mal verliehen. Bewerben konnten sich Projekte aus Diakonie und Caritas, die sich drängender sozialer Probleme annehmen und innovative Lösungen entwickelt haben. Schirmherren sind die Präsidenten von Caritas und Diakonie, Peter Neher und Klaus-Dieter Kottnik. Das Preisgeld stiftet die BRUDERHILFE - PAX - FAMILIENFÜRSORGE, Versicherer im Raum der Kirchen. Der Sozialpreis innovatio wird gefördert vom evangelischen Magazin Chrismon.

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