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Archiv 2009

2. September 2009

Guter Schulstart mit der Diakonie

Initiativen helfen bedürftigen Schülern

Foto: pixelio.de

Gemeinsam gegen Kinderarmut – das haben sich die Evangelischen Kirchengemeinden Erkrath und Hochdahl gemeinsam mit der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann als Ziel gesetzt und Ende Mai die Aktion „Schulstart ohne Not – Erkrather spenden Chancen“ ins Leben gerufen. Diese bisher einzigartige Aktion zur Unterstützung von Schulkindern aus einkommensschwachen Familien, stieß in der Erkrather Bevölkerung auf eine breite Resonanz. „Bis eine Woche nach Schulbeginn konnten bereits 78 Kinder unterstützt werden. Die meisten der Kinder waren Schulanfänger“, so Dagmar Argow, Regionalleiterin der Diakonie in Erkrath, Haan, Hochdahl.

 

Schulstartkisten prall gefüllt

Hoch erfreut ziehen die Initiatoren nach acht Wochen Geld- und Sachspenden sammeln Bilanz: Insgesamt wurden zehn „Schulstarterkisten“ mit Buntstiften, Federmappen, Zeichenblöcken, Heften, Scheren und vielen anderen Sachspenden prall gefüllt. An Geldspenden gingen rund 2.000,- Euro ein. Hinzu kommt noch der Erlös des ökumenischen Gemeindefestes in Hochdahl in Höhe von 1.369,65 Euro.

 

Härtefonds an jeder Schule beantragt

Die Initiatoren der Schulstartkampagne sehen über diese Aktion hinaus dringenden politischen Handlungsbedarf, wie ihn die Evangelische Kirche im Rheinland und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe in diesem Jahr mit vielfältigen Aktionen unter dem Motto „Chancenreich – gemeinsam aktiv gegen Kinderarmut“ nicht nur in Erkrath formuliert. Die Evangelischen Kirchengemeinden und Diakonie haben deshalb die Einrichtung eines Härtefonds an jeder Grundschule im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport der Stadt Erkrath beantragt. „Wir sind gespannt, ob es auch hier zu einem positiven Signal gegen die Kinderarmut kommt“ hofft Dagmar Argow.

 

Spenden dringend benötigt

Nach der durchgehenden Öffnungswoche zu Beginn des neuen Schuljahres hat die Schulmaterialienkammer der Diakonie Paderborn-Höxter Bilanz gezogen. Insgesamt wurden 870 Schülerinnen und Schüler mit Material ausgestattet. Zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es zum Schuljahresbeginn 691 Schüler, eine Steigerung um rund 25 Prozent. Jetzt wurden innerhalb einer Woche zum Beispiel 4700 Hefte, 1204 Bleistifte und 790 Klebestifte ausgegeben. Geholfen haben dabei 30 Ehrenamtliche.

 

Nun ist die Schulmaterialienkammer dringend auf Spenden angewiesen. „Wir haben im Vergleich zum Vorjahr rund 50 Prozent mehr Material verteilt. Die Kosten sind also gestiegen, während die Spenden in diesem Jahr um fast 50 Prozent zurückgegangen sind“, berichtet Initiatorin Susanne Bornefeld vom Arbeitslosenbüro der Diakonie.

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