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Archiv 2009

24. Februar 2009

Gemeinsam sind wir stärker

Minden: Kooperation von DW und Diakonissen?

Dirk Mußmann, Vorstand Salem, Frank Stefan, Vorstandsvorsitzender DW, Hans-Ulrich Görler, Vorstand Salem, Jürgen Tiemann, Superintendent, Silke Korff, Vorstand und Oberin der Schwesternschaft (Salem), Ulrich Strothmann, Vorstand DW (Quelle: DW Minden)

Grundsatzbeschlüssen des Verwaltungsrats und der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werks sowie des Kuratoriums der Diakonissenanstalt gemäß wird eine „strukturelle und organisatorische Verbindung, vorrangig im Rahmen einer zu gründenden Holding" angestrebt. Verwaltungsrat und Vorstände stellen sich in Folge der Beschlüsse dem Auftrag, bis Ende Juni „die ökonomischen, juristischen und steuerrechtlichen Voraussetzungen für die Verwirklichung einer solchen Holding zu prüfen". Fünf Facharbeitsgruppen, die jeweils aus Mitarbeitenden beider Einrichtungen zusammengesetzt sind, prüfen bis dahin sorgfältig, wo Synergiepotenziale, Vor- und Nachteile einer solchen stärkeren Vernetzung liegen.

 

Kirchenkreis mit dabei

Diese Facharbeitsgruppen befassen sich mit den Themen Kultur und Leitbild, Recht, Struktur/Organisation, Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie Qualitätsmanagement. Den fünf Arbeitsgruppen übergeordnet ist eine Projektsteuerungsgruppe unter der Leitung und Moderation von Superintendent Jürgen Tiemann, der Mitglied sowohl im Verwaltungsrat des Diakonischen Werks als auch im Kuratorium der Diakonissenanstalt ist.
„Mehr als diesen Beschluss und die intensive Arbeit in den Gruppen gibt es zur Stunde nicht", betonen die Vorstände der beiden Einrichtungen, bestehend aus Pastor Frank Stefan und Diakon Ulrich Strothmann beim Diakonischen Werk sowie Pfarrer Hans-Ulrich Görler, Oberin Silke Korff und Verwaltungsleiter Dirk Mußmann bei der Diakonissenanstalt.

 

Es ist gut, wenn Diakonie mit einer Stimme spricht

Froh und dankbar sind die Vorstände darüber, dass die Beschlüsse in allen drei Gremien sehr einmütig ohne Gegenstimmen - bei lediglich drei Enthaltungen in der Mitgliederversammlung - gefasst werden konnten. Überwiegend positiv seien die Reaktionen gewesen, häufig seien zum Beispiel Sätze gefallen wie „Gemeinsam sind wir stärker" und „Es ist gut, wenn Diakonie mit einer Stimme spricht". Auch die Einschätzung, dass eine solche Vernetzung der Zukunftssicherung diene und dass ein größeres Konstrukt mehr Arbeitsplatzsicherheit biete, werde von vielen Mitarbeitenden geteilt.

 

Unsicherheiten und Ängste

Allerdings bestehen aber natürlich auch - wie bei jeder Vernetzung zweier Unternehmen - unter den Mitarbeitenden grundsätzlich Unsicherheiten oder sogar Ängste hinsichtlich der Frage, wie die Zukunft konkret aussehen wird. Den beiden Vorständen ist es daher wichtig festzustellen, dass bei der Gründung einer Holding jeder Mitarbeitende seinen Arbeitsvertrag so behält, wie er einmal geschlossen wurde.

 

Zum Wohle der Menschen

Angestrebt ist eine gemeinsame Holding, die vom Diakonischen Werk auf der einen und von der Diakonissenanstalt auf der anderen Seite getragen wird. Beide Träger gehen davon aus, dass diese Holding ihre Position im Markt als der evangelische Anbieter vielfältiger Hilfeangebote in und um Minden deutlich stärken wird. „Unsere diakonische Arbeit auf gemeinsame Füße zu stellen, erlaubt uns außerdem, zum Wohle der Menschen unsere Kompetenzen zu bündeln", erklären die Vorstände der beiden Einrichtungen.

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