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Archiv 2009

19. Oktober 2009

Ort der Kommunikation und der Begegnung

Internationaler Garten der Diakonie

Foto: ekkt.de

Im Internationalen Garten der Diakonie können Einheimische und Migranten gemeinsam die Beete pflegen. Die Menschen können hier zusammen feiern und spielen, damit auf diese Weise kulturübergreifend Kontakte geknüpft werden. „Ich wünsche mir, dass hier Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde gemeinsam gärtnern und dann jeder seine eigene Gartenkultur mitbringt“, so Bernd Baumgarten, der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes der Kirchenkreise Trier und Simmern-Trabach. Ein solcher Garten biete dabei Kontaktmöglichkeiten zwischen Migranten, die sich geografisch und kulturell oft im wahrsten Sinne des Wortes „entwurzelt“ fühlen, und den einheimischen Menschen, betont der Geschäftsführer. Durch die Begegnung und die gemeinsame Arbeit im Garten würden sprachliche Hindernisse überwunden. „Die Gartenarbeit fördert nicht nur die Auseinandersetzung mit Inhalten des Gartenbaus, sondern auch die Auseinandersetzung mit dem Gartennachbarn“, hob Bernd Baumgarten hervor. Und er fügte hinzu: „Der Petersilie ist es egal, wer sie hegt und pflegt, ob nun von Deutschen, Kosovaren oder anderen.“

 

Garten als Heimat

„Wo mein Garten ist, das ist mein Zuhause und meine Heimat“, gab Superintendent Horst Hörpel zu bedenken. Viele Flüchtlinge hätten nicht nur ihre Heimat verloren, sondern auch ihre Gärten mit ihrem vertrauen Stück Erde. „Hier können die Menschen wieder ein Stück Zuhause finden“, betonte der Superintendent des Kirchenkreises Simmern-Trarbach. Und so, wie in den Dörfern im Hunsrück die Gärten immer auch Orte der Kommunikation seien, so solle auch dieser Garten in Kirchberg ein Ort der Begegnung werden, meinte Hörpel.

 

Ein Garten ohne Zäune

Zur Eröffnung wurde auf dem Gartengelände ein Apfelbäumchen als Zeichen der Hoffnung gepflanzt, es gab Musik aus dem Balkan, einen Bauchtanz sowie kosovarische und orientalische Spezialitäten an einem großen Bufett. Im „Internationalen Garten Kirchberg“, der sich in der ehemaligen Gärtnerei Schramm unterhalb des Wasserturms befindet, soll Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft eine eigene Gartenparzelle zur Verfügung gestellt werden. Der Garten, der bewusst ohne Zäune angelegt ist, bietet Beete für den Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern, er beherbergt darüber hinaus aber auch Gemeinschaftsflächen zum kommunizieren, spielen und feiern. „Für Kirchberg ist dieser Garten ein großer Gewinn“, freute sich Stadtbürgermeister Udo Kunz bei der Eröffnung. Und Bernd Baumgarten wünschte dem Projekt eine „blühende Zukunft“.

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