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Archiv 2009

20. Juni 2009

DEKV mit neuem Vorsitzenden aus Hamm

Manfred Witkowski wird Nachfolger von Udo Krolzik

Manfred Witkowski, Foto: evkhamm.de

Neuer Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV) ist Manfred Witkowski (62), Vorstand der EKF Evangelische Krankenhausfördergesellschaft, Hamm, einer Holding mit drei Kliniken und weiteren Gesundheitseinrichtungen und Service-Gesellschaften. Er ist zugleich Mit-Geschäftsführer von Valeo Verbund Evangelischer Krankenhäuser in Westfalen und stellvertretender Vorsitzender des Verbands Evangelischer Krankenhäuser in Rheinland, Westfalen und Lippe. Er wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung des DEKV am 17. Juni in Berlin für die kommenden vier Jahre in dieses Amt gewählt. Witkowski löst Prof. Dr. Udo Krolzik ab.

 Evangelische Kliniken gut aufgestellt

Witkowski sieht die evangelischen Kliniken gut aufgestellt, um flexibel auf die anhaltenden Veränderungen in unserem Gesundheitssystem zu reagieren und auch künftig einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Deutschland zu leisten: "Kirchliche Krankenhäuser stellen ein Drittel der Versorgung sicher. Sie genießen auf Grund ihrer Behandlungsqualität und ihrer medizinischen Leistungen einen hervorragenden Ruf und sie zeichnen sich durch hohe Wirtschaftlichkeit aus." Das Erfolgsgeheimnis evangelischer Kliniken sieht Witkowski in der Verbindung von unternehmerischem Handeln und diakonischem Ethos, das diesem Handeln und allen Prozessen im Krankenhaus Profil gibt.

Renditen zu Gunsten von Bürgern

Die Zukunft der evangelischen Krankenhäuser sieht Witkowski in regionalen, aber auch bundesweit aufgestellten Verbundstrukturen. Diese zu fördern stellt für ihn eine wichtige Aufgabe des DEKV dar. "In diesem Rahmen können wir auch Kliniken, die wir von öffentlichen Trägern übernehmen, gut integrieren. Wir sind nicht an Renditen interessiert, um die Gewinnerwartungen von Aktionären zu befriedigen. Sondern wir investieren sie zu Gunsten der Bürgerinnen und Bürger in die Steigerung der Versorgungsqualität und die nachhaltige Sicherung bürgernaher Versorgungsstrukturen", formuliert er im Blick auf Städte und Kreise, die erwägen, ihre Klinik einem neuen Träger zu übertragen.

 Qualität statt markiger Worte

"Die Politik hat uns lange Zeit unterschätzt, vielleicht weil wir nicht durch markige Worte Aufmerksamkeit erregen, sondern durch Qualität und Leistung überzeugen wollten", meint Witkowski und stellt eine Intensivierung der politischen Interessenvertretung in Aussicht. Dabei geht es ihm nicht einfach um die wohlfeile Forderung nach mehr Geld ins System. Natürlich sieht auch er erheblichen Nachhol- und Veränderungsbedarf bei der Investitionsfinanzierung, die dringend auf eine verlässliche und auskömmliche Grundlage zu stellen ist. Aber "wir setzen uns grundsätzlich dafür ein, dass die knappen Mittel im Krankenhausbereich vor allem denen zufließen, die sich durch hervorragende Qualität, eine hohe Nachfrage bzw. Inanspruchnahme durch die Bürgerinnen und Bürger und durch innovative Versorgungskonzepte auszeichnen. In dieser Hinsicht brauchen sich gerade die evangelischen Krankenhäuser nicht zu verstecken."

 

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden unter anderem neu in den Vorstand des DEKV gewählt: Prof. Dr. med. habil. Ralph Naumann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Stiftungsklinikum Mittelrhein, Koblenz. Als Schatzmeister wurde Gerd F. Wengeler, Geschäftsführer der Ev. Krankenhaus Bethesda zu Duisburg GmbH, bestätigt.

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