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Archiv 2009

30. August 2009

Wohin bringt ihr uns?

Diakonie gedenkt Opfer des Euthanasie-Befehls

Flyer zur Veranstaltungsreihe

Am 1. September jährt sich der Euthanasie-Befehl Adolf Hitlers, der 300.000 Menschen mit Behinderungen den Tod brachte, zum 70. Mal. „Wir wollen die Opfer aus der Namenlosigkeit des Vergessens herausholen“, so Johannes Schildmann, Vorstand des Diakonischen Werkes. Die Projektgruppe konzipierte Aktionen und Veranstaltungen, die rund um den 70. Jahrestages im Herbst 2009 an die Verbrechen der Euthanasie und an das Schicksal der Bottroper Euthanasieopfer erinnern sollen.

Namen werden genannt

Den Auftakt macht am 1. September um 18 Uhr am Ehrenmal im Stadtgarten der Stadt Bottrop eine zentrale Gedenkveranstaltung, auf der die namentlich bekannten 89 Bottroper Opfer der Euthanasie erstmals genannt werden. Hochrangige Gäste, wie die bekannte Künstlerin und Zeitzeugin Dorothea Buck haben ihr Kommen fest zugesagt. Musikalisch führt der international renommierte Cellist Thomas Beckmann durch die Veranstaltung. „Das ist ein großartiges Projekt und das einzige seiner Art, das ich kenne. Ich unterstütze sehr gerne das Gedenken der Euthanasieopfer mit meiner Musik“, so der Cello-Virtuose. Schüler der Bottroper Marie-Curie-Realschule sowie Mitglieder der Projektgruppe erinnern mit der Verlesung der Namen an die Bottroper Opfer des Euthanasiebefehls. „Wir wollen das Gedenken dort feiern, wo die Menschen wirklich gelebt haben“, so Pfarrer Johannes Schildmann.

Behindertenhilfe demonstriert

Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe lädt am 5. September zu einer Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer der Erbgutgesetze des Nationalsozialismus. Bei dieser Demonstration am Tiergarten in Berlin wird eine Gleichstellung und Entschädigung der Opfer gefordert.

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