25. Mai 2009
Diakonische Einrichtungen präsentierten ihre Arbeit
im Freilichtmuseum Detmold

Eine Museumsbesucherin lässt sich von Marlene Vorwerk (Diakonie ambulant) ihren Blutdruck messen.
Foto: Lippische Landeskirche
Das Diakonische Werk der Lippischen Landeskirche und weitere Einrichtungen der Diakonie haben ihre Arbeit von Donnerstag bis Sonntag (21.5. - 24.5.) im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold vorgestellt. Im Haus Rau im Paderborner Dorf konnten sich die Besucher zum Beispiel über Diakonie ambulant, den Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lippe oder die Herberge zur Heimat informieren. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Jubiläums "100 Jahre Diakonisches Werk in Lippe" statt und stand unter der Überschrift "Diakonie - in allen Lebenslagen".
Das Informationsangebot war dementsprechend breit gefächert. Am Stand von Diakonie ambulant e.V. hatten die Besucher Gelegenheit, etwas über Betreuungs- und Pflegeangebote zu erfahren, sich ein spezielles Pflegebett anzuschauen oder sogar eine Probefahrt mit einem Rollstuhl zu unternehmen. Wer wollte, konnte kostenlos seinen Blutdruck oder Blutzuckerspiegel messen lassen: "Wir möchten den Menschen unsere Arbeit vorstellen und ihnen dabei auch erklären, was Diakonie ist", erklärte Mitarbeiterin Marlene Vorwerk.
Am Stand des ambulanten Hospizdienstes konnten sich die Gäste über die verschiedenen Möglichkeiten der Sterbebegleitung und Betreuung informieren. Die ehrenamtlich Mitarbeitenden des Vereins boten ihre Beratung an. "Die Menschen hier sind sehr offen und dankbar für unser Angebot", sagte Heide Goroll. Sehr viel Fingerspitzengefühl sei gefragt: "Viele Menschen, die etwas über das Thema erfahren möchten, müssen von uns angesprochen werden."
Bei der Präsentation der Herberge zur Heimat, Anlaufstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten, hatten die Besucher die Möglichkeit, ihren Promillegehalt zu überprüfen, indem sie in einen Alkoholmat pusteten. Eine Wand mit Fotografien und Texten dokumentierte die Arbeit der gemeinnützigen Einrichtung, gab unter anderem Auskunft über deren Wohnräume oder die Stadtküche. Zudem wurde eine Auswahl an Gegenständen aus dem Flohmarkt der Herberge ausgestellt.
Am Stand des Ev. Beratungszentrums des Diakonischen Werkes stand die Beratung junger Schwangerer im Mittelpunkt. Lautes Babygeschrei drang aus dem Raum: Ein Elektronik-Baby war im Einsatz und ermöglichte Erfahrungen mit dem Elternsein.
Auch die Kindertagesstätten des Diakonischen Werkes waren an den vier Tagen abwechselnd vertreten. Dort hatten die kleinen Museumsbesucher dann die Möglichkeit, sich mit Basteleien oder Spielen die Zeit zu vertreiben, während sich ihre Eltern die übrige Ausstellung ansahen.