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Archiv 2009

30. März 2009

50 Jahre Kindernothilfe

Duisburger Kinderhilfswerk als Teil der Diakonie

Merkel erinnerte an die 600 Millionen Kinder, die in völliger Armut leben, und an den Klimawandel, der Afrika besonders trifft. Auch gestand Merkel die Frustration vieler Bundesbürger ein, die angesichts des Elends in der Welt resigniert hätten. Viele glaubten, nichts ändern zu können - doch um etwas zu bewegen, sei die Kindernothilfe ihrer Ansicht nach eine gute Adresse: "Sie gibt jedem die Möglichkeit." Die Kanzlerin lobt die Vorgehensweise der Kindernothilfe. Sie arbeite mit lokalen Organisationen im Ausland zusammen, entwickle auf diese Weise sinnvolle Hilfsmaßnahmen und denke sich keine Projekte an irgendeinem Tisch aus. Diese Unterstützung sei weiterhin notwendig. "Die Welt ist leider noch nicht so, dass sie die Kindernothilfe nicht braucht." Die Bundeskanzlerin stellte eine weitere Erhöhung der deutschen Entwicklungshilfe in Aussicht.

Dank an alle, die Arbeit der Kindernothilfe begleiten

Den Abend eröffneten Vorstandsvorsitzender Jürgen Thiesbonenkamp und Rudolf Weth, Verwaltungsratsvorsitzender der Kindernothilfe, sowie Adolf Sauerland, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg. Dieter Kürten, ehemaliger Sportchef des ZDF sowie Lilian Beck, 13-jährige Enkeltochter von Norbert Blüm, führten durch das abwechslungsreiche Programm. „Wir möchten uns bedanken bei allen, die die Arbeit der Kindernothilfe seit 50 Jahren begleiten. Nur durch die Unterstützung von Paten, Spendern, Ehrenamtlichen und den Partnerorganisationen im Ausland können wir mehr als 568.000 Kinder in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa dabei unterstützen, auf eigenen Füßen zu stehen und ihre Welt zu verändern", so Thiesbonenkamp.

Die Kindernothilfe unterstützt immer mehr Kinder weltweit.

Reamonn auf der Bühne

Mehrere ehemals von der Kindernothilfe geförderte Kinder kamen zur Jubiläumsfeier. Auf der Bühne schilderten drei von ihnen ihre bewegenden Lebensläufe: Florence Nasamula (30) aus Uganda, Mahalakschmi Caven (23) aus Indien und Guillermo Francisco Ramos Flores (14) aus Honduras. Ihre Geschichten stehen für viele Kinderschicksale in den 28 Projektländern der Kindernothilfe. Auftritte der international erfolgreichen Band Reamonn sowie der Duisburger Philharmoniker rundeten das Bühnenprogramm ab. 50 Kindern der Gesamtschule Duisburg-Mitte führten Auszüge aus dem Kindermusical „Robinson" auf.

Die Kindernothilfe

Die Kindernothilfe wurde 1959 von engagierten Christen in Duisburg gegründet. Heute erreicht ihre Förderung mehr als 568.000 Mädchen und Jungen in 28 Ländern. Im Laufe der Jahrzehnte ist sie zu einem der größten christlichen Kinderhilfswerke in Europa gewachsen. In Deutschland gehört sie mit ihren Erträgen (2008: rund 52 Millionen Euro) zu den zwölf größten Spendenwerken. Für ihren seriösen Umgang mit Spendengeldern trägt sie das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen. Die Kindernothilfe ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein und dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. angeschlossen. Sie wird finanziell zu über 90 Prozent durch ihre rund 100.000 Spender getragen. Die meisten engagieren sich mit einer Patenschaft.

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