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Archiv 2009

27. Juni 2009

Damit das Netz nicht die Karriere ruiniert

Diakonie Düsseldorf bietet Internet-Kompetenzchecks

Jugendliche am Laptop

Foto: fotolia.de

Gerade Jugendliche kennen sich im Internet aus, möchte man meinen. Aber das weltweite Netz birgt viele Fallen. Ein vorschneller Klick, der ein teures Klingelton-Abonnement beschert, ist schon ärgerlich. Aber allzu sorglos preisgegebene Personendaten, Fotos und Stellungnahmen, beispielsweise in Social Communities, können noch weitaus ernstere Konsequenzen haben und in Extremfällen sogar die berufliche Karriere ruinieren, noch bevor sie begonnen hat.

Internet-Kompetenzcheck

Einen intensiven Aufklärungsunterricht in Sachen Internet gibt es jetzt an der Gemeinschaftshauptschule Emil-Barth-Straße. „Internet-Kompetenzchecks“ heißt das neue Angebot, das die Diakonie mit der Unterstützung der Xamit Bewertungsgesellschaft mbH ins Leben gerufen hat. Renommierte Datenschutzexperten der IT-Firma zeigen den Jugendlichen, wie man sinnvoll und vor allem sicher mit dem Online-Medium umgeht.

Mit persönlichen Daten bezahlen

Eine große Falle lauere zum Beispiel in vermeintlich kostenlosen Angeboten, sagt Björn Petersdorf, dessen Unternehmen Xamit die Schulungsreihe konzipiert und in der Schule kostenlos durchgeführt hat. „Internetangebote werden in der Regel zunächst nicht mit Geld, sondern mit persönlichen Daten bezahlt. Erst später, und für den User unsichtbar, werden diese Daten dann verwertet und zu barem Geld gemacht. Geraten sie in falsche Hände, kann dies für den einzelnen User die bekannten gravierenden Folgen haben.“ Das sichere Surfen im Netz bildet daher einen Schwerpunkt im Schulungsprogramm.

Großes Interesse an Ergebnissen

Die ersten Internet-Kompetenzchecks sind bei den Jugendlichen auf großes Interesse gestoßen. Nach einer vollständigen Auswertung soll die Schulungsreihe weiter optimiert und fortgesetzt werden – auch an anderen Schulen. „Der Bedarf ist groß und das Projekt für die Zukunft der Jugendlichen eine große Bereicherung“, sagt Diakonie-Sprecher Christoph Wand. Die Diakonie allein betreut in Düsseldorf mehrere tausend Schüler an Förder-, Haupt- und Realschulen.

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