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Archiv 2010

11. Juni 2010

Das Umfeld in den Blick nehmen

Hospiztag der Diakonie RWL

Beim ersten Hospiztag für die gesamte Diakonie in Rheinland, Westfalen und Lippe befassten sich rund 200 Besucher mit der Frage, wie in der Hospizarbeit das Umfeld der Sterbenden berücksichtigt werden kann.

In der Hospizarbeit steht immer der Sterbende im Mittelpunkt aller Bemühungen. Seine Bedürfnisse sind das Maß für alles, was die im hospizlichen Netzwerk Tätigen tun. Der sterbende Mensch lebt aber in einer Umgebung, in dem Menschen sind, die mitleiden, trauern und auch erheblichen Betreuungsbedarf haben können. Dieses Umfeld muss die Hospizarbeit mehr in den Blick nehmen. Hier sind vor allem die freiwillig Engagierten in den Hospizen und Besuchsdiensten gefragt, da Pflegekräfte und Ärzte schon mit der eigentlichen Betreuung der Sterbenden ausgelastet sind.

 

Hartmut Uebach, Vorsitzender des Fachverbandes

Sensibler Umgang mit Zugehörigen

Fachleute sprechen nicht mehr nur von Angehörigen, sondern von Zugehörigen, weil die Familie im klassischen Sinn in vielen Fällen gar nicht mehr da ist, wenn ein Mensch im Sterben begleitet wird. Zugehörige sind Menschen, die einen wichtigen Platz im Leben eines Menschen eingenommen haben. Sie sind Lebenspartner, Leidensgenossen in einer langen Krankengeschichte oder Nachbarn, die zu treuen Helfern geworden sind. Zugehörige benötigen viel Aufmerksamkeit und der sensible Umgang mit ihnen ist für das System unterschiedlicher Hilfen nicht so leicht. Darum benötigen die professionellen Helfer ein geschultes Auge und für die Ehrenamtlichen ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht nur die sterbenden Menschen begleiten, sondern auch die, die mitleiden und Teil ihres Lebens sind.

 

Dokumentation des Hospiztages

01 Flyer
01_Flyer.pdf
02 Besinnung - Dietrich Buettner
02_Besinnung_Buettner.pdf
03 Grußwort - Ulrich Christofczik
03_Grusswort_Christofczik.pdf
04 - Vortrag "Die lieben Angehörigen - ein Geflecht familiärer Beziehungen" - Dr. Monika Maaßen
04_Vortrag_Maassen.pdf
05 Vortrag "Vom manchmal schwierigen Umgang mit Angehörigen" - Dr. Susanne Hirsmüller M.A.
05_Vortrag_Hirsmueller.pdf

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